Zoll Aktuell

01.06.2017

Usbekistan - Einfuhrzollbefreiung für die Investitionen in Textilindustrie

Bonn (GTAI) - Usbekistan möchte seine Textilindustrie modernisieren, um die im Land angebaute Baumwolle selbst verarbeiten und auf dem Weltmarkt vertreiben zu können. Dazu sollen nicht nur die usbekischen Normen für Textilien an die internationalen Normen angepasst werden. Usbekistans Präsident hat des Weiteren angeordnet, dass unter anderem Anlagen, Ausrüstung, Ersatzteile und Rohstoffe, die nicht in Usbekistan hergestellt werden und für bestimmte Investitionsprojekte der Textilindustrie eingeführt werden, bis zum 1.1.20 von Einfuhrabgaben (bis auf die Zollabfertigungsgebühren, die bestehe bleiben), befreit werden. Daneben gibt es für bestimmte Unternehmen weitere steuerliche Erleichterungen.

Um von einer solchen Befreiung profitieren zu können müssen die Unternehmen auf die Textilherstellung spezialisiert sein. Dies ist nach einer ministeriellen Verordnung der Fall, wenn das Unternehmen mindestsens 60% seiner Einnahmen aus der Herstellung und dem Verkauf von bestimmten Waren erzielt. Bei den Waren handelt es sich  unter anderem um bestimmte Baumwoll-, Seiden- und alle Mischgewebestoffe, Bekleidung und andere Textilwaren.

Die Liste der von den Einfuhrabgaben befreiten Waren muss noch vom Ministerkabinett bestätigt werden. Die Liste der Investitionsprojekte liegt derzeit noch nicht vor. (NEL)