Renommierte Forschungsinstitute

Deutschland besitzt durch seine öffentlich geförderten außeruniversitären Forschungsgemeinschaften im weltweiten Vergleich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.

Die anwendungsorientierten Institute, Fraunhofer-Gesellschaft und Leibniz-Gemeinschaft, ermöglichen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Zugriff auf Spitzenforschung. Mit mehr als 69Einrichtungen und 24.500 Mitarbeitern setzt die Fraunhofer-Gesellschaft dafür 2,1 Milliarden Euro an Forschungsgeldern pro Jahr ein. Ein Großteil der Finanzierungsgrundlage wird durch Kooperationen mit der Industrie in Form von Vertragsforschung erwirtschaftet.

Das Netzwerk der Leibniz-Gemeinschaft umfasst 88 Institute mit ca.19.000 Mitarbeitern. Auch die weltweit renommiertesten Institute der Grundlagenforschung sind in Deutschland beheimatet. Die Max-Planck-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft erlauben Unternehmen, kostspielige Grundlagenforschung auszulagern. Sie mindern damit das Risiko der Entwicklung von neuen Produkten und senken die Kosten für F&E.

Das Zusammenspiel von Universitäten, Forschungsorganisationen, Industrieforschung und weiteren Akteuren stellt eine international einzigartige Arbeitsteilung in der Wertschöpfung neuen Wissens dar. Die differenzierte Aufgabenwahrnehmung der beteiligten Institutionen füllt das gesamte Spektrum von vorwettbewerblicher, meist von öffentlicher Hand unterstützter Grundlagenforschung bis zu industriefinanzierter, kommerzialisierbarer Anwendungsforschung.

Diagramm: F&E-Aufwendungen (Mrd. EUR, 2015) nach Forschungscharakter und Akteuren
Diagramm: F&E-Aufwendungen (Mrd. EUR, 2015) nach Forschungscharakter und Akteuren | © Statistisches Bundesamt 2017
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