Pressemitteilung Elektronik

Tschechien tritt mit Nanotech aus dem High-Tech-Schatten hervor

1. Tschechisch-Deutscher Workshop für Unternehmergeist in der Nanotechnologie

Berlin/Prag (gtai) - Tschechien wird in Deutschland häufig noch als verlängerte Werkbank wahrgenommen. Umso überraschender löst sich das Land aus dem High-Tech-Schatten und präsentiert sich deutschen Akteuren als ernst zu nehmender Partner in den Zukunftstechnologien. Jetzt trafen sich erstmals Unternehmens- und Clustervertreter der Nanotechnologie beider Länder in Prag, um über einen möglichen Schulterschluss bei der Markteroberung und der technologischen Weiterentwicklung zu beraten.

Der "1. Tschechisch-Deutsche Workshop für Unternehmergeist in der Nanotechnologie" wurde von Germany Trade & Invest und CzechInvest organisiert und vom EU-finanzierten Kooperationsnetzwerk NANORA, dem Branchenverband "Nano in Germany" sowie der Fraunhofer Allianz Nanotechnologie unterstützt.

"Traditionelle Industrien wie der Maschinenbau oder die Automobilbranche bieten in beiden Ländern Möglichkeiten von Technologiesprüngen, beispielsweise bei funktionalen Beschichtungen, Filtern, Sensoren oder Speichertechnologien in der Nanodimension", erklärt Dr. Rainer Müller, Branchenspezialist für Nanotechnologie bei Germany Trade & Invest. "Beispielsweise hat Tschechien den Übergang von der traditionellen Textilindustrie hin zu Funktionstextilien aus Nanofasern beeindruckend gut bewältigt".

Für Tschechiens Vize-Minister für Industrie und Handel, Tomas Novotny, ist der Einsatz von Nanotech aber nicht auf die traditionellen Industriesektoren beschränkt. Gerade in Zukunftsbranchen wie Neue Werkstoffe, Biotech oder Photonik, sei die Nanotechnologie Innovationstreiber. Der Vize-Minister verwies auf die nationalen und EU-Förderinstrumente, die in Tschechien für die Entwicklung solcher Innovationen bereit stehen.

Auch Rudolf Fischer, Präsident der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK), sagte: "Um die Nanotechnologie aus den Laboren in die wirkliche Anwendung zu bringen, sind nicht nur Anschubfinanzierungen nötig, sondern auch Unternehmergeist und vor allem grenzüberschreitende Kooperationen."

Im Laufe der Konferenz stellten Firmenvertreter aus beiden Ländern ihre Produkt- und Verfahrensinnovationen vor. Präsentiert wurden Zementzusätze für stabileren Beton ebenso wie selbstreinigende Fassaden und Schwimmbecken oder anti-allergene Bettwäsche, Gewebe für die Wundheilung und ultrafeine Luftfilter.

Eine Fortsetzung der binationalen Konferenz im nächsten Jahr ist geplant. "Deutsche Präzision und tschechische Improvisation können sich in dieser Branche wunderbar ergänzen", resümierte Jiri Kus, der Geschäftsführer des tschechischen Nanotechnologieverbandes.

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