Pressemitteilung USA Wirtschaftsstruktur

Die Wirtschaft zeigt erste Erholungstendenzen

Präsidentschaftswahlen in den USA

Während die gesellschaftliche sowie politische Lage angespannt bleiben, sind bei der wirtschaftlichen Entwicklung erste Anzeichen für eine Erholung erkennbar.

Berlin, Washington (GTAI) - Am 3. November ist es soweit: Die Wählerinnen und Wähler in den USA entscheiden, ob Donald Trump oder Joe Biden das Land in den nächsten vier Jahren regieren wird. Und trotz der Corona-Pandemie, den allgegenwärtigen Diskussionen und Auseinandersetzungen wegen Polizeigewalt und Rassismus sowie der tiefen Spaltung des Landes geht es wieder aufwärts mit Amerikas Industrieunternehmen. Der wichtige Purchasing Managers Index (PMI) des Marktforschers IHS Markit hat im Oktober 2020 mit 55,5 Punkten den höchsten Wert seit zwanzig Monaten erreicht.

„Dass kein noch höheres Ergebnis erzielt wurde liegt unter anderem daran, dass viele Lieferketten nach dem Lockdown noch nicht überall repariert werden konnten. Aktuell warten auch viele Firmen den Wahlausgang ab, bevor sie neue Projekte anstoßen“, erklärt Ullrich Umann von Germany Trade & Invest (GTAI) in Washington. „Zum Teil bleibt die Industriegüternachfrage in einigen Branchen lau, weil staatliche Transferzahlungen seit August ausbleiben. Auf ein fünftes Hilfspaket konnten sich Republikaner und Demokraten ja bis heute nicht einigen.“

Teile des verarbeitenden Gewerbes, der Wohnungsbau und die Finanzwirtschaft stützten nach Angaben der Federal Reserve bisher das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte. Privatkonsum und Gewerbehochbau wirken dagegen wie Bremsklötze. Der frische Herbstwind erweist sich somit als zu schwach, um das Land 2020 aus dem Minuswachstum herauszuziehen. Zu stark war der Einbruch im ersten Halbjahr.

Gerechnet wird nun mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,6 Prozent auf das Gesamtjahr hochgerechnet. Real wird die Wirtschaft voraussichtlich erst wieder 2021 wachsen, und zwar um 3,8 Prozent, prognostizieren die Blue Chip Economic Indicators.

 „Für die deutsche Exportwirtschaft steigen damit die Geschäftsaussichten auf einem ihrer wichtigsten Auslandsmärkte. Vorerst gilt es aber, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Die deutschen Lieferungen gingen im Juni um 16,1 Prozent und im August um 14,8 Prozent zurück. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht wiederum ist der mit zwanzig Prozent relativ hohe Anteil von Maschinen an den amerikanischen Gesamtimporten. Hier kann bei der Auftragsakquise 2021 neu angesetzt werden“, erklärt Umann weiter.

Die Nachfrage nach deutschen Maschinenbauerzeugnissen sei schon im zweiten Halbjahr parallel zur Konjunkturaufhellung gestiegen. Laut dem Webportal Trading Economics wird die Nachfrage nach langlebigen Gütern bis Ende Dezember 2020 im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent zulegen, insbesondere nach Maschinen und Transportausrüstungen.

Weitere aktuelle Informationen und Berichte zu den USA erhalten Sie in unserem Presse-Special unter: www.gtai.de/presse

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