Branchen | USA | Bau

Wohnungsbau mildert Krise im US-Bausektor ab

Der Wohnungsbau hat die Coronakrise fast überwunden, der Tiefbau folgt bis Jahresende. Der Gewerbehochbau erholt sich 2020 nicht. Größtes Problem ist die Auftragsflaute.

Von Ullrich Umann | Washington, D.C.

„Die Bauwirtschaft durchläuft die tiefste, wahrscheinlich aber auch kürzeste Rezession in der US-Geschichte“, sagt Richard Branch, Chefvolkswirt des Marktforschungsunternehmens Dodge Data & Analytics. „Bis zur Normalisierung braucht es aber noch Zeit, befand sich doch der Wert aller Baustarts nach den ersten acht Monaten immer noch um 14 Prozent unterhalb des vergleichbaren Ergebnisses aus dem Jahr 2019.“

  • Normalisierung der US-Bauwirtschaft lässt auf sich warten

    Die Bauwirtschaft stürzte 2020 in die Krise. Der Wohnungsbau hat die Talsohle schon durchschritten, der Tiefbau folgt bis Jahresende. Beide könnten 2021 erneut einbrechen. 

    Am heftigsten hat die Krise den Gewerbehochbau getroffen. Die Investitionen gingen hier von Januar bis einschließlich August 2020 um 24 Prozent zurück. Einer der wenigen positiven Ausreißer war die Errichtung von Logistikeinrichtungen: Um unterbrochene Lieferketten in der Industrie wiederherzustellen und um die Bedürfnisse des boomenden Onlinehandels zu befriedigen, wurden und werden händeringend zusätzliche Warenlager benötigt. Im Einzelhandel liegt dagegen Fläche brach, ebenfalls im Hotel- und Gaststättengewerbe, in Bürogebäuden sowie in Kultur- und Vergnügungszentren.

    Hoffnungsträger Wohnungsbau

    Im Gegensatz dazu weist der Wohnungsbau 2020 ein Wachstumspotenzial aus, wenn auch nur ein moderates. Doch sorgt der Bau- und Modernisierungsboom bei Einfamilienhäusern seit Juni für Aufwind. Somit lagen die Investitionen in dieser Bausparte Ende August lediglich 1 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Angesichts der wirtschaftlich mehr als kritischen Gesamtlage kann das schon als Erfolg verbucht werden.

    Billiges Baugeld und der Wunsch vieler Menschen in Zeiten der Pandemie aus den Innenstädten in die Vorstädte oder gar auf das Land zu ziehen, befeuern die Investitionen in Einfamilienhäuser. Doch könnte diese Sonderkonjunktur 2021 ihren Zenit schon wieder überschritten haben. 

    Tiefbau dürfte bis Jahresende zulegen

    Im Tiefbau gaben die Investitionen in den ersten acht Monaten um 20 Prozent nach. Daran änderten auch die Ausbesserungsarbeiten auf Straßen und Brücken nichts, die zahlreiche Kommunen während des „Lockdowns“ ausführten. Den dadurch entstandenen Eindruck, dass es im Verkehrswegebau geschäftig zuginge, konnten die statistischen Daten nicht untermauern.

    In der 2. Jahreshälfte dürfte der Tiefbau im Zuge der allgemeinen Konjunkturaufhellung aber einiges an verlorenem Terrain zurückgewinnen: Vor allem zum Ausbau der Logistik- und Lagerinfrastruktur und im Straßen- und Schienenwegebau gibt es öffentliche und private Maßnahmen.

    Prognosen mit vielen Unbekannten

    Ein Zukunftsausblick für die gesamte Bauwirtschaft weit in das Jahr 2021 hinein fällt schwer: Zu viele Einzelfaktoren und unbekannte Entwicklungen stoßen aufeinander, zumal Corona jederzeit zu Kehrtwendungen und neuen Talfahrten zwingen kann.

    Unbekannt ist zum Beispiel, zu welchen wirtschafts- und handelspolitischen Korrekturen die Kongress- und Präsidentschaftswahlen vom November führen, wie sich der Handelskrieg mit China auf die US-Wirtschaft künftig auswirkt, ob sich die Entfremdungserscheinungen im amerikanisch-europäischen Verhältnis auflösen lassen und letztendlich auch, wie sich die Weltkonjunktur 2021 entwickelt.


    Zwar ist die Bauwirtschaft im Unterschied zur Dienstleistungsbranche noch recht glimpflich aus dem „Lockdown“ vom Frühjahr 2020 herausgekommen. Was jedoch für die weitere Erholung spürbar fehlt, ist ein fünftes Hilfspaket auf Bundesebene, das seit August auf sich warten lässt.

    Bundesstaaten und Kommunen sind auf Bundeszuschüsse angewiesen, waren sie es doch, die im Frühjahr besonders hohe Ausgaben zur Pandemiebekämpfung zu schultern hatten, bei gleichzeitig weggebrochenen Steuereinnahmen.

    Sollte eine finanzielle Entlastung ausbleiben, würde sich das 2021 fatal auf die Auftragslage in der Bauwirtschaft auswirken: Für 2020 sind die Vergabeverträge unterschrieben und die Baustarts erfolgt. Im Folgejahr würden bei unzureichender Finanzierung öffentliche Bauvorhaben aber verschoben oder müssten ganz ausfallen. Darauf wies David Burstein, Senior Principal in der auf Architektur, Engineering und Bauwirtschaft spezialisierten Unternehmensberatung PSMJ Resources hin.

    Investitionen nach Bausparten (in Milliarden US-Dollar)

    Bausparte

    2019

    2020*

    2021*

    Gesamt

    1.365,1

    1.362,7

    1.243,9

    Wohnungsbau

    550,9

    565,0

    502,5

    Gewerbehochbau

    551,7

    529,8

    480,3

    Tiefbau

    262,5

    267,9

    261,1

    *) PrognoseQuelle: FMI U.S. Construction Outlook/3rd Quarter 2020 Report


    Burstein geht zwar davon aus, dass ein fünftes Hilfspaket angesichts der schwierigen Wirtschaftslage früher oder später verabschiedet werden muss. Doch sollte sich die Verabschiedung noch länger hinziehen, hätten Architektur- und Planungsbüros, aber auch Bauunternehmer eine auftragsarme Zeit zu überbrücken.

    Wie schlecht es um die Stimmung in der Bauwirtschaft im Herbst 2020 bestellt ist, zeigt der Engineering News-Record (ENR) Construction Industry Confidence Index (CICI). Unternehmer werden in diesem Zusammenhang nach ihren Geschäftsaussichten für die nachfolgenden 12 bis 18 Monate befragt. Ein Indexwert von über 50 bedeutet Wachstum. Der CICI brach jedoch im 2. Quartal 2020, als sich das Land im Lockdown befand, um 20 Punkte auf einen Indexwert von 36 ein.

    Im 3. Quartal fand keine wirkliche Aufhellung der Stimmungslage statt, stieg doch der Indexwert nur um 2 Punkte auf 38 an. Das letzte Mal befand sich der Vertrauensindex im Jahr 2010 in einem ähnlich beklagenswerten Zustand, als die Bauwirtschaft gegen die Spätfolgen der Immobilienkrise aus dem Jahr 2008 anzukämpfen hatte.

    Auftragstief behindert Wachstum

    Somit löste die eingetrübte Auftragslage 2020 den Fachkräftemangel als gravierendstes Wachstumshemmnis ab, woran sich 2021 nur marginal etwas ändern wird. Krisenbedingt sehen sich die ersten Bauunternehmer sogar zu Entlassungen gezwungen. Um mit weniger Mitarbeitern trotzdem arbeitsfähig und flexibel zu bleiben, investieren Baufirmen stärker als in der Vergangenheit in die Digitalisierung ihrer Verwaltungs- und Arbeitsabläufe, aber auch in neue Generationen von Bautechnik.

    Tendenz zu elektrobetriebenen Baumaschinen

    In diesem Zusammenhang läuft allmählich die Ablösung abgeschriebener Baumaschinen durch akkubetriebene Neutechnik an. Davon versprechen sich die Anwender verminderte Betriebsausgaben für Treib- und Schmierstoffe, aber auch eine vereinfachte Vorratshaltung von Ersatzteilen, da Maschinen mit Elektroantrieb aus weniger Baugruppen bestehen. Als einen weiteren Vorteil sehen die Unternehmen die Einsatzmöglichkeiten von akkubetriebenen Baumaschinen in geschlossenen Räumen oder Hallen, arbeiten sie doch nahezu emissionsfrei und geräuscharm.

    Von Ullrich Umann | Washington, D.C.

  • Zwischenhoch beim Wohnungsbau

    Der Gewerbehochbau wird bis weit in das Jahr 2021 hinein in einer schweren Nachfragekrise verharren. Dagegen befindet sich der Bau von Einfamilienhäusern in einem Allzeithoch.

    Flächenleerstand auf allen Etagen des Gewerbehochbaus: Wie die National Association of Realtors mitteilte, ist der Wert der Immobiliengeschäfte im August auf Vorjahresbasis um 68 Prozent eingebrochen. Der Kaufpreis für Stadtwohnungen fiel im Schnitt um 10 Prozent im Vergleich zum Januar, für Bürofläche um 7 Prozent und für Fabrikhallen um 3 Prozent.

    Leerstand bei Gewerbefläche bremst Bauvorhaben

    Die schwache Nachfrage wurde folgerichtig von massiven Leerständen begleitet - Gift für die Baukonjunktur. Laufende Vorhaben werden nur noch zu Ende geführt, aber kaum neue Baustellen eröffnet, schon gar nicht in den Innenstädten, aus denen die Menschen nur noch wegziehen möchten.


    Am stärksten von Überkapazitäten betroffen sind Gebäude im Dienstleistungsbereich, zum Beispiel Hotels, Restaurants, Klubs oder Einzelhandelsgeschäfte. Zumindest wird sich durch den monatelangen Leerstand ein Umbau- und Modernisierungsbedarf aufstauen. Sobald sich das öffentliche Leben wieder normalisiert, dürfte wieder investiert und renoviert werden. Wie bei der amerikanischen Leichtbauweise üblich, läuft der Umbau in der Regel auf eine Entkernung des Gebäudes beziehungsweise auf einen kompletten Neubau hinaus, unter Erhalt der Vorderfassade.

    Investitionen im Gewerbehochbau (in Milliarden US-Dollar)

    Bausparte

    2019

    2020*

    2021*

    Gewerbehochbau gesamt

    551,7

    529,8

    480,3

    Hotels

    33,1

    28,6

    22,5

    Büros

    84,9

    80,6

    69,9

    Einzelhandel

    80,4

    77,9

    66,9

    Gesundheit

    45,6

    46,1

    43,7

    Bildung

    105,4

    97,9

    91,2

    Religion

    3,5

    2,8

    2,3

    öffentliche Sicherheit

    10,5

    11,5

    11,1

    Freizeit und Vergnügen

    28,8

    26,3

    21,1

    Transport

    57,2

    57,9

    54,0

    Kommunikation

    22,2

    23,1

    24,0

    Industrie

    80,1

    77,1

    73,6

    *) PrognoseQuelle: FMI U.S. Construction Outlook/3rd Quarter 2020 Report

    Wenn es im Gewerbehochbau 2020 überhaupt Lichtblicke gibt, dann lediglich beim Bau von Gesundheitseinrichtungen, Gebäuden für die Transport- und Logistikwirtschaft, Einrichtungen der öffentlichen Sicherheit und der Kommunikation, wie Rechenzentren, Telefonzentralen, Mobilfunkmasten (insbesondere 5G), Bodenstationen für die See- und Raumfahrt etc. Insgesamt schreibt der Gewerbehochbau aber tiefrote Zahlen.

    Allzeithoch beim Bau von Einfamilienhäusern

    Mit 1,5 Millionen Baustarts auf zwölf Monate zurück gerechnet befindet sich der Wohnungsbau seit Juni auf einem guten Weg aus der Krise heraus – prognostiziert wurden 1,22 Millionen. Die Investitionen in die Schaffung von Wohnraum im Zeitraum Januar bis einschließlich August bezifferte das Marktforschungsunternehmen Dodge Data & Analytics Dodge mit 372,1 Milliarden US$. 


    Unmittelbar nach Beendigung des „Lockdown“ im Mai zogen die Investitionen in den Bau und in die Renovierung von Einfamilienhäusern stark bis sehr stark an. Experten zeigten sich von dieser Entwicklung überrascht, gingen sie doch angesichts der Pandemie von einer länger anhaltenden Investitionszurückhaltung aus.

    Dass es anders kam, hat mehrere Gründe: Auf der einen Seite sorgte die Zentralbank Federal Reserve mit ihrer Nullzinspolitik dafür, dass Baugeld und Hypothekenkredite zu historisch niedrigen Kosten auf dem Markt erhältlich sind. Und private Haushalte wurden zusätzlich im Rahmen der ersten vier Hilfspakete von Parlament und US-Regierung mit ausreichend hoher Liquidität versorgt. 

    Investitionen in den Wohnungsbau (in Milliarden US-Dollar)

    Bausparte

    2019

    2020*

    2021*

    Wohnungsbau gesamt

    550,9

    565,0

    502,5

    Einfamilienhäuser

    280,4

    283,5

    252,5

    Mehrfamilienhäuser

    85,8

    86,3

    71,9

    Renovierungen

    184,7

    195,2

    178,1

    *) PrognoseQuelle: FMI U.S. Construction Outlook/3rd Quarter 2020 Report

    Auf der anderen Seite setzte in den Großstädten eine Umzugswelle ein, heraus aus den Innenstädten, hinein in die Außenbezirke. Damit wollten die Menschen dem Infektionsrisiko entgehen, dem sie sich in den Städten ausgesetzt sehen. Dieser Umsiedlungsdruck führte dazu, dass der Markt für Einfamilienhäuser zum Zweitbezug bereits nach drei Monaten leergefegt war. Die Häuserpreise schossen durch die Decke.

    Engpässe bei Bauholz

    Projektentwickler für Einfamiliensiedlungen feiern sogar eine Art Hochkonjunktur. Expandieren können sie dennoch nicht, kommt es doch zu Engpässen bei Baustoffen und Baumaterialien. So ist das in den USA im Häuserbau stark genutzte Bauholz inzwischen knapp. Hohe Preise und Lieferverzögerungen sind die Folge. 


    Schädlingsplagen sowie Waldbrände haben das Angebot an Bauholz zusätzlich verringert. Teilweise müssen Projektentwickler mit ihren Kunden die vereinbarten Häuserpreise neu verhandeln, da teures Bauholz ihre ursprünglichen Kalkulationen verhagelt hat. Knapp geworden sind aber auch geeignetes Bauland sowie in manchen Regionen Fachkräfte mit ausreichenden Erfahrungen, um qualitativ hochwertige Einfamilienhäuser überhaupt errichten zu können.
     

    Ausgewählte Projekte im Hochbau

    Projektbezeichnung

    Investition

    (Mrd. US$)

    Stand

    Medizinische Einrichtungen, 
    Kaiser Permanente
    Baltimore, Maryland

    13,0

    Fertigstellung 2028

    Uni-Campus,
    San Diego State University
    JMI Realty, San Diego, Kalifornien

    3,0

    Planung

    Flughafenausbau, 
    Turner-Flatiron Joint Venture
    San Diego, Kalifornien

    2,3

    Eröffnung von 19 Gates bis 2025, weitere 11 Gates bis 2027

    Ausbau der Manchester Pacific Gateway, 
    IQHQ
    San Diego, Kalifornien

    1,5

    Fertigstellung der 1. Phase im Jahr 2023

    Henderson Data Storage Facility, 
    Design LLC,
    Story County, Tahoe Reno, Nevada

    1,2

    Geplante Betriebsaufnahme im 1. Quartal 2021

    Rouge Center für Elektrofahrzeuge, 
    Ford Motor Co., 
    Dearborn, Michigan

    0,7

    Fertigstellung im Sommer 2021

    Bau der James Brown Arena, 
    H.B. Brantley
    Augusta, Georgia

    0,2

    Planung

    Project Star, 
    Seefried Industrial Properties
    San Antonio, Texas

    0,2

    Fertigstellung im 1. Quartal 2022

    Broadway Corridor Projekt, 
    Portland City Council
    Portland, Washington

    k.A.

    Planung

    Quelle: Recherche von Germany Trade & Invest, Pressemeldungen


    Von Ullrich Umann | Washington, D.C.

  • Dem Tiefbau fehlen noch die Impulse

    Politische Querelen in Washington verhindern die Annahme eines großvolumigen Infrastrukturpakets. Das Haushaltskapitel Infrastruktur reicht kaum für Instandhaltungsarbeiten aus.

    Der Infrastrukturbau hängt seit Jahren hinter den Investitionserfordernissen her. Allein schon am Zustand von U- und S-Bahn kann das in vielen Metropolen ersehen werden. Rostende Metallträger und bröckelnde Brückenpfeiler, Risse und Löcher im Straßenasphalt oder auch ausgefahrene Fahrspuren fallen Einwohnern und Besuchern gleichermaßen auf. Selbst im Aushängeschild der USA, in der Hauptstadt Washington, sind havarieträchtige Brücken und Straßen keine Seltenheit.


    Um den Verkehrswegebau, darunter das landesweite Highway- und Schienennetz auf Vordermann zu bringen, müsste auf Bundesebene ein umfangreiches Infrastrukturpaket verabschiedet werden. Doch scheitern Versuche regelmäßig an der gegenseitigen Blockadehaltung von Kongress, Senat und Weißem Haus. Präsident Donald Trump zeigte sich zum Beispiel nicht gewillt, von Demokraten regierten Bundesstaaten mit Bundeszuschüssen unter die Arme zu greifen. Daher wird nur ein Mindestmaß an Investitionen geleistet.


    Ende September 2020 ist es lediglich gelungen, das Gesetz „Fixing America´s Surface Transportation Act“ (FAST Act), das seit 2015 in Kraft ist, um ein weiteres Jahr zu verlängern. Dadurch wurden zumindest notwendige Instandhaltungsarbeiten für die Verkehrsinfrastruktur, insbesondere von Highways, gesichert. Die mit diesen Aufgaben betrauten staatlichen Agenturen erhalten somit eine Finanzierung für weitere zwölf Monate. Automatisch fließen dem Highway Trust Fund damit 13,6 Milliarden US-Dollar aus dem Bundeshaushalt zu.

    Investitionen im Tiefbau (in Milliarden US-Dollar)

    Bausparte

    2019

    2020*

    2021*

    Tiefbau gesamt

    262,5

    267,9

    261,1

    Stromwirtschaft

    113,9

    115,2

    111,4

    Straßen und Autobahnen

    97,6

    98,9

    97,5

    Abwasser und Müll

    26,1

    27,2

    26,8

    Frischwasser

    15.8

    17.3

    17.3

    Konservierung und Entwicklung von Flächen

    9,1

    9,3

    8,1

    *) PrognoseQuelle: FMI U.S. Construction Outlook/3rd Quarter 2020 Report

    Zwar wurde das neue Haushaltsjahr pünktlich zum 1. Oktober 2020 eingeleitet, doch nur mit einer Anschubfinanzierung für die folgenden 72 Tage. Im Dezember, wenn die Wahlen für beide Kammern des US-Kongresses und das Präsidialamt abgeschlossen sind, müssen Repräsentantenhaus und Senat noch in der alten Besetzung über eine Verlängerung des Bundeshaushalts bis September 2021 verhandeln. Fachleute warnen vor weiteren Verzögerungen in der als "lame duck session" bezeichneten Zeit zwischen den Wahlen im November und der Mandatsübernahme im Januar.

    Autobahninstandsetzung unter Vorbehalt

    Parallel zum Haushalt kann der Highway Trust Fund auch nur in dieser 72-Tage-Periode über seine Finanzmittel voll verfügen. Der staatliche Investitionsbedarf in die landesweite Infrastruktur liegt bei insgesamt 4,1 Billionen US-Dollar, die bis 2039 fließen müssen. Dies errechnete die American Society of Civil Engineers (ASCE). Tatsächlich dürften Kongress und Senat in diesem Zeitraum aber nur die Hälfte, nämlich 2 Billionen US-Dollar freigeben.

    Ausgewählte Projekte im Tiefbau

    Projektbezeichnung

    Investition

    (Mrd. US$)

    Projektstand

    Bau einer Eisenbahnstrecke, 
    Texas Central Railroad LLC, 
    zwischen Dallas und Houston, Texas

    20,0

    Planung

    Hampton Roads Bridge-Tunnel, 
    Hampton Roads Connector Partners (HRCP)
    Hampton und Norfolk, Virginia

    3,8

    Verkehrsministerium Virginia erteilte Baugenehmigung

    Carolina Crossroads, 
    South Carolina Dept. of Transportation
    South Carolina

    1,6

    Fertigstellung 2029

    Interstate 30 Crossing, 
    Arkansas Department of Transportation
    Little Rock, Arkansas



    1,0

    Baubeginn 2021

    New England Energy Connect, 
    Avangrid
    von Quebec bis Neuengland


    1,0

    Fertigstellung 2022

    Solarkraftfeld, 
    Obsidion Solar Center LLC
    Lake Oswego, Oregon


    0,6

    Fertigstellung 2022/2023

    Light-Rail-Line, 
    Sacramento Regional Transit Board
    Sacramento, Kalifornien

    0,15

    Bundeszuschuss wird für Januar 2022 erwartet

    The Lake Powell Pipeline Project, 
    U.S. Bureau of Reclamation
    Washington County, Utah



    k.A.

    Planung

    Quelle: Recherche von Germany Trade & Invest, Pressemitteilungen



     

    Von Ullrich Umann | Washington, D.C.

nach oben
Feedback

Anmeldung

Bitte melden Sie sich auf dieser Seite mit Ihren Zugangsdaten an. Sollten Sie noch kein Benutzerkonto haben, so gelangen Sie über den Button "Neuen Account erstellen" zur kostenlosen Registrierung.