Brancheninformationen Algerien Wasser und Umwelt

Zögerliche Projektumsetzung in Algeriens Wassersektor

In Algeriens Wassersektor geht es trotz großen Bedarfs nur langsam vorwärts. Mittelfristig sind Entsalzung und Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser aber ohne Alternative.

Von Peter Schmitz | Tunis

Mit etwa 282 Kubikmetern verfügbarer erneuerbarer Wasserressourcen pro Kopf und Jahr ist Algerien noch stärkerem Wasserstress ausgesetzt als die Nachbarländer Tunesien oder Marokko. Angesichts des Bevölkerungswachstums – bis 2050 soll die Bevölkerung von 43 auf über 70 Millionen Einwohner steigen – wird der Handlungsbedarf weiter zunehmen. Für den Zeitraum 2015 bis 2019 waren Investitionen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar für die Verbesserung der Wasserversorgung geplant. Der Ölpreiseinbruch 2014 und die damit fehlenden Gelder verhinderten die Umsetzung. Genau Zahlen fehlen, aber es dürfte nur ein geringer Teil des Budgets abgeflossen sein. Der Rückgang der Staatseinnahmen infolge der weltweiten Ausbreitung des Corona-Virus ist eine zusätzliche Belastung.

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