Special Brasilien Coronavirus

Brasilien in Quarantäne

Dezentrale Quarantäne-Regelungen und die politische Unsicherheit stellen das Land vor besondere Herausforderungen. Ein Pluspunkt ist das stabile Finanzsystem.

Von Gloria Rose | Brasilien

Infolge der Ausbreitung des Coronavirus rief Brasilien am 20. März den nationalen Notstand aus. Das Wirtschaftsministerium und die Zentralbank korrigierten ihre Wachstumserwartung für 2020 von 2,1 Prozent auf 0 Prozent herab. Die meisten Finanzinstitute prognostizieren mittlerweile eine Rezession. Zusätzlich zu den immensen Herausforderungen der Pandemie-Bekämpfung belastet die politische Lage die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Brasilien.

Am 8. April debattieren die GTAI-Korrespondenten in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Mexiko in dem Webinar "Wie übersteht Lateinamerika die Corona-Krise?" über die aktuelle Lage in ihren Berichtsländern, die Maßnahmen der lateinamerikanischen Regierungen zur Überwindung der Krise sowie die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung.



  • Quarantänemaßnahmen ohne ersichtliche Koordinierung

    Bundesstaaten und Gemeinden sagen Covid-19 den Kampf an. Brasiliens Bundesregierung agiert uneinheitlich und sorgt für Verunsicherung. (Stand: 2. April 2020)

    Am 11. März erließ der Gouverneur des Distríto Federal im Gebiet um die Landeshauptstadt Brasília erste Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie. Nach und nach ergriffen alle 26 Bundesstaaten eigene Maßnahmen. Darüber hinaus agieren Brasiliens Bürgermeister, um ihre Bürger vor den Folgen einer zu schnellen Ausbreitung von Covid-19 zu schützen. In den Bundesstaaten, die unter Quarantäne stehen, verbieten die jeweiligen Regierungen oftmals alle nicht-essenziellen Wirtschaftsaktivitäten. Welche Aktivitäten als essenziell gelten, kann sich jedoch je nach Bundesstaat oder Gemeinde unterscheiden. Die unkoordinierten Einzelmaßnahmen führten in den Bundesstaaten Rio de Janeiro und Santa Catarina dazu, dass es vorübergehend zu Störungen im Frachttransport kam.

    Angesichts der Quarantäne-Maßnahmen stehen die Unternehmen aller Branchen vor immensen Herausforderungen. Die Kfz-Industrie setzt die Produktion komplett aus. Importabhängige Branchen müssen zusätzlich zu den gestörten Lieferketten hohe Kostensteigerungen durch die drastische Abwertung des brasilianischen Real verkraften. Die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer in São Paulo bietet Webinare zur Beratung der Unternehmen an.

    Zur Versorgung der Bevölkerung setzt sich das Landwirtschaftsministerium dafür ein, die Produktion in der Nahrungsmittelindustrie aufrechtzuerhalten. Derweil kämpfen die Baumaterial- und die Verpackungsmittelindustrie sowie die Chlor-Alkali-Fabrikanten darum, dass ihre Wirtschaftsaktivität ebenfalls als essenziell anerkannt wird.

    Lage und Maßnahmen in ausgewählten Bundesstaaten

    Bundesstaat

    Bevölkerung (in Mio.)

    Coronavirus-Fälle *)

    Maßnahmen

    São Paulo

    45,9

    1.517

    Keine Veranstaltungen und Unterricht seit 16.03.2020; Quarantäne für 15 Tage gilt seit 24.03.2020, Gastronomie nur per Lieferservice; öffentlicher Verkehr auf die Hälfte reduziert (je nach Stadt).

    Minas Gerais

    21,2

    261

    Schulen sind vom 18.03.2020 bis vorerst 13.04.2020 geschlossen; Veranstaltungen sind untersagt, Einschränkungen für Handel und Personentransport seit dem 20.03.2020, Lockerung wird erwägt.

    Rio de Janeiro

    17,3

    657

    15-tägige Quarantäne seit dem 19.03.2020 wurde um weitere 15 Tage verlängert, ggf. Lockerung ab 03.04.2020; öffentlicher Verkehr um 50% reduziert.

    Bahia

    14,9

    176

    Veranstaltungen und Schulunterricht seit dem 19.03.2020 ausgesetzt; Einschränkungen für öffentlichen Transport und Gastronomie.

    Paraná

    11,4

    155

    Unterricht und Veranstaltungen vom 20.03.2020 bis vorerst 08.04.2020 ausgesetzt; Auflagen für Gastronomie; Einkaufszentren und Fitnessstudios geschlossen.

    Rio Grande do Sul

    11,4

    241

    Keine Veranstaltungen und Unterricht vom 12.03.2020 bis vorerst 03.04.2020; Shoppingzentren geschlossen, Restriktionen für Gastronomie und öffentlichen Verkehr.

    Pernambuco

    9,6

    78

    Quarantäne für Einzelhandel und Gastronomie seit dem 21.03.2020; nicht-essenzielle Bauaktivitäten wurden untersagt.

    Ceará

    9,1

    372

    Keine Veranstaltungen und Unterricht seit dem 16.03.2020; 10-tägige Quarantäne vom 20.03.2020 wurde bis zum 05.04.2020 verlängert.

    Pará

    8,6

    21

    Veranstaltungen und Unterricht seit dem 20.03.2020 ausgesetzt; Restriktionen für öffentlichen Verkehr und Gastronomie.

    Santa Catarina

    7,2

    197

    Quarantäne vom 18.03.2020 bis vorerst 07.04.2020; Vorhaben einer Lockerung ab dem 01.04.2020 wurde zurückgezogen; Unterricht wird bis zum 19.04.2020 ausgesetzt.

    Distríto Federal

    3,0

    312

    Keine Veranstaltungen und Unterricht sowie erste Auflagen für die Gastronomie seit 11.03.2020; verschärfte Quarantäne vom 19.03.2020 bis vorerst 05.04.2020.

    *) Stand: 30.03.2020Quelle: Statistikamt IBGE, Ministério da Saúde, Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Gloria Rose | São Paulo

  • Wirtschaftshilfe ist auf dem Weg

    Ein besonderes Augenmerk gilt der Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen sowie den Finanzhilfen für die vielen Selbstständigen. (Stand: 2. April 2020)

    Durch den nationalen Notstand ist die Regierung nicht mehr an das bereits verabschiedete Budget gebunden. Das Wirtschaftsministerium will mit einem Hilfspaket etwa 100 Milliarden US-Dollar (US$) in die Wirtschaft pumpen. Einige Maßnahmen traten bereits in Kraft. Die nächste große Herausforderung wird es sein, die Finanzmittel schnellstmöglich zuzuweisen und Ineffizienzen in der Verteilung zu vermeiden.

    Zum einen werden die Budgets des Gesundheitsministeriums und des öffentlichen Gesundheitssystems aufgestockt. Der Großteil der Ausgaben wird für besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen sowie für den Erhalt von Arbeitsplätzen aufgewendet. Geplant sind Auszahlungen über das Renten- und Sozialversicherungssystem INSS, den Arbeitnehmerfonds FGTS und das Sozialhilfeprogramm Bolsa Família. Außerdem erhalten die vielen Kleinstunternehmer und informell Beschäftigten in den kommenden drei Monaten Soforthilfen.

    Zur Unterstützung der Unternehmen wird die Entrichtung von Steuern und Lohnnebenkosten aufgeschoben. Neben der Union schieben auch die Bundesstaaten und Gemeinden Steuerzahlungen auf. Die Regierung bereitet darüber hinaus eine vorläufige Maßnahme vor, die es den Unternehmen erlaubt, Arbeitsverträge zeitweise auszusetzen beziehungsweise zu reduzieren und somit Lohnkosten zu sparen. Der Lohnausgleich soll von der Arbeitslosenversicherung getragen werden.

    Um die Liquidität der Unternehmen zu sichern, sollen die Banken günstige Kredite zur Verfügung stellen. Die brasilianische Zentralbank senkte den Leitzins und verstärkte die Bankenliquidität um umgerechnet fast eine Viertel Billion US$. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ist das Maßnahmenpaket damit fast fünfmal so umfangreich wie in der Finanzkrise 2008. Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen weisen jedoch kaum Kreditsicherheit auf. Zur Finanzierung von Lohnkosten und Girokapital kündigte die Zentralbank zinsgünstige Kredite an, bei denen der Staat 85 Prozent des Kreditrisikos übernimmt. Da es sich um ein neues Förderinstrument handelt, arbeitet die Zentralbank unter Hochdruck an der Ausarbeitung der Rechtsgrundlagen. 

    Branchenmeldungen

    Kfz

    Hersteller setzen die Produktion aus und prüfen Kooperationsmöglichkeiten im Kampf gegen Covid-19. Mehrere große Kfz-Hersteller, darunter Fiat, Ford, General Motors, Honda, Jaguar, Land Rover, Renault, Scania und Toyota, beteiligen sich an der Wartung/Reparatur von 3.600 Beatmungsgeräten. 

    Maschinenbau

    Lieferengpässe bei Komponenten aus China; Branchenverband Abimaq verhandelt mit der Regierung die Umstellung der Produktion auf Medizintechnik.

    Chemie

    Branchenverband Abiquim fordert Koordinierung der Quarantäne-Maßnahmen und Sicherung der Produktionsketten für essentielle Produkte wie Desinfektionsmittel, Medikamente, Schnelltests, etc. Getränke- und Kosmetikhersteller sowie die Zucker-Ethanol-Industrie stellen Produktion auf Desinfektionsmittel und Seife um.

    Bau

    Infrastrukturausbau in São Paulo soll fortgesetzt werden. Die Metropole Porto Alegre untersagte Bauaktivitäten während der Quarantäne.

    Pharma

    Absatz steigt, vorerst drohen keine Versorgungsengpässe; Gesundheitsaufsicht Anvisa ließ Schnelltests zu, auch Apotheken sollen diese durchführen; Pharmakonzern EMS bereitet klinische Tests mit Hydroxichloroquin in Brasilien vor.

    IKT

    Nachfrage nach digitalen Diensten stieg drastisch an, ebenso wie die Anzahl an Ransomware-Angriffen (Erpressungssoftware); Brasiliens Telekommunikationskonzerne kooperieren, um rasant steigenden Datenverkehr zu managen.

    Elektronik

    Lieferengpässe behindern die Produktion; Samsung, Motorola und LG stellten den Betrieb bereits im Februar ein.

    Energie

    Stromverbrauch wird deutlich zurückgehen, Versorgungssperren werden ausgesetzt, Regulierungsbehörde Aneel erließ Notmaßnahmen für den Sektor.

    Öl und Gas

    Preisverfall für Rohöl senkt die Liquidität der Konzerne, Investitionen werden aufgeschoben; Benzinpreissenkungen sowie der Rückgang im Kraftstoffverbrauch gefährden den Zucker-Ethanol-Sektor, Verbot neuer Versorgungssperren betrifft auch die Gaskonzerne.

    Mobilität/Logistik

    Infrastrukturministerium wird Quarantäne-Maßnahmen koordinieren, um den Frachttransport zu sichern. Onlinehandel stimuliert Nachfrage nach Logistikhallen. Oberster Gerichtshof genehmigte eine vorzeitige Verlängerung der Schienenkonzessionen; doch Pandemie verschlechtert die Aussichten für neue Konzessionsverträge; besonders hohes Risiko besteht für die Flughafenkonzessionäre.

    Bergbau/Stahl

    Geringe Weltnachfrage drückt Eisenerzpreis; Stahlkonzerne Gerdau und CSN setzen Betrieb bislang fort, doch Ausfälle aus der Kfz-Branche und im Maschinenbau sowie Baustopps dürften die Stahlproduktion zukünftig mindern.

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Gloria Rose | São Paulo

  • Außenhandel - Logistik - Zoll

    Der Gütertransport verläuft uneingeschränkt, allerdings zu erhöhten Kosten. Der Onlinehandel treibt die Entwicklung der Logistik voran. (Stand: 28. Januar 2021)

    Hohe Transportkosten im Außenhandel

    Die schnelle Wiederbelebung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2020 trieb die Kosten für Schiffsfracht in die Höhe. Um die Lieferengpässe aus China in den Griff zu bekommen, setzten die Reedereien im vierten Quartal 14 "extra loader", also extra bestellte Schiffe, ein. Dennoch stiegen die Frachttarife weiter an. Zum Jahresbeginn überschritt der Tarif für Standardcontainer von China nach Brasilien die Rekordmarke von 10.000 US-Dollar, vor der Coronakrise lag er bei etwa 2.000 US$. Die Kostensteigerungen treffen nicht nur kurzfristige Lieferungen, sondern auch Großunternehmen mit Jahresverträgen. Spezialisten der internationalen Logistik erwarten eine allmähliche Normalisierung, allerdings auf einem deutlich höheren Preisniveau als vor der Coronakrise. 

    In der Luftfracht stabilisierten sich die Kosten, da die Fluggesellschaften auf den Frachtverkehr auswichen. Insbesondere Azul stellte auf Luftfracht um und konnte den Marktanteil auf 41 Prozent steigern. Der inländische Passagierflugverkehr erholt sich überraschend schnell, dürfte aber erst 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreichen. 

    Mehr Informationen zur aktuellen Lage des brasilianischen Außenhandels bietet der GTAI-Bericht über Lieferketten.

    Güterverkehr auf Erholungskurs

    Die Abwicklung des Frachttransportes über Flughäfen, Häfen und Schienen verläuft ohne staatliche Einschränkungen. Auch der Import und Export über die Landesgrenzen verläuft ohne Zwischenfälle. 

    Die Covid-19-Pandemie traf die Transport- und Logistikunternehmen zunächst hart. Durch den Boom im E-Commerce sowie die positive Entwicklung für das Agrobusiness, den Bergbau und die Bauwirtschaft erholte sich das Frachtvolumen jedoch deutlich schneller als erwartet. Einzelne Logistikdienstleister erzielten außergewöhnlich hohe Wachstumsraten. Der Branchenverband ABOL erwartete für 2021 erneut Wachstum.

    Dahingegen wächst bei den vielen autonomen Lkw-Fahrer Unzufriedenheit. Vor dem Hintergrund höherer Dieselpreise drohen die Fahrer mit Streik und bewegten die Regierung bereits zu kleinen Zugeständnissen. Auf den Straßengüterverkehr entfallen in Brasilien etwa zwei Drittel des Frachtvolumens. Im Mai 2018 bewirkte ein 10-tägiger Lkw-Fahrer-Streik einen Einbruch der Industrieproduktion.

    Logistikkosten belasten die Industrie

    Durch den Einbruch der Umsätze wiegt der Anteil der Fixkosten umso schwerer. Je nach Branche können die Unternehmen ihre Transportkosten unterschiedlich flexibel anpassen. Eine Studie der Business School Fundação Dom Cabral (FDC) berechnete, dass die Logistik im vergangenen Jahr voraussichtlich 17,6 Prozent des Umsatzes der brasilianischen Industrie ausmachte. Besonders schwer wiegen die Kosten für Transport, Verteilung und Lagerung.

    Logistikkostenanteil am Umsatz (in %)

    Branche

    Logistikkostenanteil 2018

    Logistikkostenanteil 2020 *)

    Bauwirtschaft

    18,0

    23,4

    Agribusiness

    20,7

    19,5

    Nahrungsmittel und Getränke

    9,9

    15,6

    Chemie und Petrochemie

    7,0

    11,3

    Elektroindustrie

    6,1

    9,7

    Kfz

    5,1

    9,4

    Maschinenbau

    5,0

    9,2

    Pharmaindustrie

    4,7

    4,8

    Industrie insgesamt

    12,4

    17,6

    *) PrognoseQuelle: Business School Fundação Dom Cabral (FDC)


    E-Commerce-Boom bewirkt Effizienzschock in Logistik

    In kürzester Zeit stellten große Handelsketten, Supermärkte, Apotheken und Restaurants auf Onlinebestellungen und Lieferservices um. Der Vertrieb über das Internet wuchs 2020 um 41,2 Prozent. Investitionen in Umschlagzentren, Abholstationen und Technologien wie virtuelle Frachtbörsen und Lieferapps liegen im Trend und wurden durch den Poststreik im August zusätzlich verstärkt. Große Onlinehändler wie Mercado Livre, Magazine Luiza, B2W und Via Varejo bauen vertikale Vertriebsstrukturen aus und bieten neue Geschäftsmodelle an.

    Die rasante Umstrukturierung des Logistiksektors wird den E-Commerce in Brasilien nachhaltig stimulieren, insbesondere wenn der brasilianische Postdienst "Correios" 2021 tatsächlich privatisiert werden sollte. Das Aufkommen der „Rundum-sorglos-Logistik“ in Brasilien kann auch deutschen Unternehmen zukünftig den Vertrieb erleichtern.

    Mercosur auf dem Weg zur Flexibilisierung

    Die argentinische Regierung beteiligt sich nicht mehr an Verhandlungen über neue Freihandelsabkommen des Mercosur. Auch wenn laufende Verhandlungen wie mit der EU davon ausgenommen sind, stellt das die Zukunft der Zollunion in Frage. Uruguay schlug auf dem Mercosur-Gipfel am 16. Dezember offiziell eine flexiblere Struktur vor, die den vier aktiven Mitgliedsländern eine unterschiedlich schnelle Marktöffnung und Umsetzung von Handelsabkommen ermöglichen soll. 

    Zurzeit führt der Mercosur Verhandlungen mit Kanada, Japan, Libanon, Tunesien und Marokko. Besonders weit seien die Verhandlungen von Abkommen mit Singapur und Südkorea. Im Dezember 2020 stimmte Brasiliens Außenhandelskammer Camex für die Aufnahme von Verhandlungen mit Indonesien und Vietnam. 

    Aussicht auf Handelsabkommen verschlechtert sich

    Als Reaktion auf die Coronakrise drohen sich protektionistische Tendenzen in vielen Ländern zu verschärfen. Brasilien setzt vorerst weiter auf Marktöffnung und eine stärkere Einbindung in den Welthandel. Das Land strebt auch um den Beitritt zur Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an. 

    Allerdings kommt das Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und Mercosur vorerst nicht voran. Auch weitere Erleichterungen im Handel mit den USA und Mexiko sind ungewiss. Die Beziehungen zur neuen US-Regierung unter Joe Biden können durch Konflikte bezüglich der Waldrodungen im Amazonas belastet werden.

    Besondere Regelungen für Medizinprodukte

    Der Export einiger medizinischer Produkte, insbesondere persönliche Schutzausrüstung aber auch von Krankenhausbetten und Beatmungsgeräten, ist bis Ende des Gesundheitsnotstands verboten.

    Brasiliens Regierung hat die Importzölle für über 500 medizinische Produkte, die zur Bekämpfung von Covid-19 benötigt werden, aufgehoben. Zuvor wurden auf diese Produkte Zölle von bis zu 35 Prozent erhoben.

    Welche Änderungen Sie beim Warenimport und -export beachten sollten, lesen Sie in unseren Berichten zu "Brasilien: Warenverkehr und Corona".

    Von Gloria Rose | São Paulo

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