Special

Förderung von Investitionen und Unternehmensberatungen

Investitionszuschuss für Produktion von Melt-Blown Vlies als zentralem Vorprodukt für Atemschutzmasken

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die Produktion von Atemschutzmasken (OP-Masken oder FFP2/3-Masken). Als zentrales Vorprodukt wurden speziell im Melt-Blown-Verfahren hergestellte Spezialvliese identifiziert. Die privatwirtschaftliche Produktion und Investitionen in den Ausbau von Produktionskapazitäten soll durch Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 40 Millionen EUR unterstützt werden (Zuschuss 30% auf Investitionskosten, förderfähige Investitionskosten je Antragsteller bis zu 10 Millionen EUR).

Unternehmen, die bis zum 30. Juni 2020 einen Antrag auf einen Zuschuss zum Ausbau der Vliesproduktion im sogenannten Meltblown-Verfahren in Deutschland stellen, erhalten für entsprechende Investitionen, die seit der Feststellung der besonderen Dringlichkeit der Beschaffung für medizinische Schutzmasken am 28.02.2020 durch den Krisenstab der Bundesregierung getätigt wurden, einen Zuschuss von 30 Prozent auf die Investitionskosten für entsprechende Produktionsanlagen. Als Voraussetzungen sind zu erfüllen:

  • Die Produktion mit der geförderten Anlage ist bis zum 31.3.2021 aufzunehmen.
  • Das, mit der geförderten Anlage produzierte, Vlies wird bis Ende 2023 ausschließlich an Unternehmen veräußert, die ihrerseits mit dem Vlies als Vorprodukt medizinische Schutzmasken in Deutschland oder innerhalb der EU produzieren. Ist nachweislich ein vollständiger Verkauf dieses Vlieses auf dem deutschen Markt nicht möglich, kann das Vlies auf Antrag auf dem internationalen Markt veräußert werden. Ein solcher Antrag ist an das BMWi zu richten und wird binnen vier Wochen geprüft.
  • Die förderfähigen Kosten sind nachzuweisen. Förderfähig sind Investitionskosten von maximal zehn Millionen EUR je Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktionsanlage stehen, als keine Grundstücke und Gebäude.

Anträge erfolgen über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA):
Förderung von Produktionsanlagen für Schutzausrüstung
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
Referat 414 – Auslandsmarkterschließung, Messen
Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn
Tel.: 06196-9081212

Erreichbarkeit
Montag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
Freitag: 08:30 Uhr – 15:00 Uhr


Investitionszuschuss für Produktion von Schutzmasken (OP-Masken/Mund-Nase-Schutz und FFP1/FFP2-Halbmasken)

Am 1. Juni 2020 ist eine neue Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Kraft getreten. Damit wird die Schutzmasken-Förderung auf die Unterstützung der Produktion sowie Weiterentwicklung von Atemschutzmasken (OP-Masken oder FFP2/3-Masken) und deren Herstellungsverfahren ausgeweitet:
Zusätzlich zum oben beschriebenen Investitionszuschuss für die Produktion von Melt-Blown Vlies werden Investitionen in a) Anlagen zur kurzfristigen Produktion von Schutzmasken, sowie b) innovative, weiterentwickelte Schutzmasken und über den Stand der Technik hinausgehende Anlagen zur Produktion von Schutzmasken gefördert. Gegenstand der Förderung sind

  1. Anlagen zur Produktion von Produkten, die der Zertifizierung insbesondere gemäß Verordnung (EU) 2016/425 für persönliche Schutzausstattung bzw. gemäß Anforderungen im Anhang I der Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte entsprechen. Bis zu 30% der förderfähigen Kosten können gefördert werden, die Förderung ist dabei auf maximal 10 Mio EUR je Unternehmen begrenzt. Die Inbetriebnahme der hierdurch geförderten Produktionsanlagen muss bis zum 31.8.2020 erfolgen, die Antragstellung bis zum 30.6.2020. Die jährliche Produktionskapazität der Anlagen ist dabei auf maximal 750 Millionen filtrierende Schutzmasken zum Schutz gegen Partikel „FFP2“ und „FFP3“ und 1.750 Millionen Medizinischen Gesichtsmasken beschränkt.
  2. Vorhaben, die die Wettbewerbsfähigkeit von o. g. in Deutschland gefertigten Produkten nachhaltig stärken. Bis zu 50% der förderfähigen Kosten können gefördert werden, wenn der Stand der Technik in Bezug auf Produkte bzw. Produktionsanlagen übertroffen wird. Antragsteller sind aufgefordert dies in einem hierfür einzureichenden Konzept darzustellen und insbesondere auf Kriterien wie Nachhaltigkeit, Wiederverwendbarkeit, Ressourceneffizienz, Tragekomfort, Lagerfähigkeit der Produkte, innovative Materialien oder die Prozessintegration der Überwachung von Produktsicherheit und -qualität sowie Hygieneanforderungen einzugehen. Die Inbetriebnahme (erstmalige bestimmungsgemäße Verwendung einer technischen Anlage) der nach dieser Richtlinie geförderten Produktionsanlagen ist sechs Monate nach dem Tag der Bewilligung sicherzustellen, spätestens bis 30. Juni 2021, es sei denn, dass der Verzug auf Faktoren zurückzuführen ist, auf die der Zuwendungsempfänger keinen Einfluss hat. Die Antragstellung kann bis zum 30.10.2020 erfolgen.

Anträge können beim BAFA eingereicht werden, Kontaktdaten s.o.


Förderung von Unternehmensberatungen für Corona-betroffene KMU

Das BMWi hat das Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ um ein Modul für Corona-betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 im Sinne eines Sofortprogramms ergänzt. Es fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung). Die geförderten Beratungsthemen umfassen Inhalte klassischer Unternehmensberatung aber auch Technologie- und Innovationsberatungen zur Klärung der Chancen und Risiken von Innovationen und Anwendung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, Außenwirtschaftsberatungen zu den Absatzchancen von Produkten und Leistungen auf Auslandsmärkten oder Kooperationsberatungen.


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