Special Wege aus der Coronakrise

Wege aus der Coronakrise

Wirtschaft auf Erholungskurs

Die Belastungen durch Corona und die Ölmarktkrise haben Saudi-Arabien schwer getroffen. Aber jetzt liegen die Corona-Zahlen auf niedrigem Niveau und die Wirtschaft wächst wieder.  

Von Robert Espey | Dubai


  • Konjunktur und wichtigste Branchen

    Die saudi-arabische Wirtschaft wird 2021 zumindest ein leichtes Wachstum erzielen können. Das Vorkrisenniveau dürfte aber erst 2022 wieder erreicht werden. (Stand: 26. März 2021)


    Die Coronapandemie hat Saudi-Arabien in einer bereits schwierigen Wirtschaftslage getroffen. Der wichtigste Wirtschaftszweig, die Ölindustrie, befand sich schon seit längerer Zeit im Abschwung. Der Ölsektor hatte 2019 einen Anteil am realen (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 42 Prozent (einschließlich Raffinerien).

    Wirtschaft bleibt 2021 noch unter Vorkrisenniveau

    Vorläufige Daten der saudi-arabischen Statistikbehörde weisen für 2020 einen BIP-Rückgang um real 4,1 Prozent aus. Die Öl- und Gasförderung schrumpfte um 6,1 Prozent, die Raffinerieproduktion um 13,4 Prozent. Die verarbeitende Industrie (ohne Raffinerien) meldet ein Minus von 5,4 Prozent. Der Rückgang im Bereich "Groß- und Einzelhandel sowie Hotel- und Gaststättengewerbe" betrug 4,8 Prozent. Im Sektor "Transport, Lagerwesen und Kommunikation" waren es -6,0 Prozent. Die Baubranche kam mit lediglich -0,4 Prozent davon.

    Nahezu alle Prognosen gehen davon aus, dass nach dem deutlichen BIP-Rückgang 2020 das Vorkrisenniveau erst 2022 wieder erreicht werden kann. Die im März 2021 vorgelegte Prognose des in Riad ansässigen Unternehmens Jadwa Investment erwartet für 2021 ein BIP-Plus von 2,1 Prozent, für 2022 wird mit einer Wachstumsbeschleunigung auf 5,2 Prozent gerechnet.

    Die Economist Intelligence Unit (EIU) prognostiziert für 2021 einen BIP-Anstieg um 2,5 Prozent und für 2022 um 2,4 Prozent. Der Internationale Währungsfonds geht in seiner jüngsten Vorhersage für 2021 von einen BIP-Anstieg um 3,1 Prozent aus, 3,4 Prozent sollen es 2022 werden.

    Entwicklung des Ölsektors von zentraler Bedeutung

    Die prognostizierten Wachstumsraten setzten allerdings voraus, dass der Ölsektor wieder zulegen kann. Jadwa rechnet 2021 mit einer Expansion des Ölsektors um 1,3 Prozent und 2022 um kräftige 9,4 Prozent. Diese Zuwächse sind aber keineswegs sicher. Die Situation auf den Ölmärkten hat sich zwar gebessert, ist aber weiterhin instabil.

    Die gemäß den Vereinbarungen der OPEC+ Gruppe seit Mai 2020 geltenden Förderobergrenzen haben die saudi-arabische Ölförderung 2020 um über 6 Prozent auf durchschnittlich 9,2 Millionen bpd (barrel per day) sinken lassen. Der durchschnittliche Ölpreis ist 2020 um 35 Prozent auf 41,5 US$ pro Barrel gefallen.

    Talsohle bereits im Frühjahr 2020 durchschritten

    Die saudi-arabische Wirtschaft befindet sich schon seit Jahresmitte 2020 wieder auf einem Erholungskurs. Im ersten Quartal 2020 war das BIP gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode real um 1,0 Prozent zurückgegangen. Die Talsohle der schweren Rezession wurde im zweiten Quartal durchschritten. Das BIP schrumpfte real um 7,0 Prozent. Zu laufenden Preisen ergab sich vor allem ölpreisbedingt ein Einbruch um 23,8 Prozent.

    Im Ölsektor wurde im zweiten Quartal ein reales Minus von 5,3 Prozent verzeichnet, im Nicht-Ölsektor waren es -8,2 Prozent. Der Privatsektor musste einen Rückgang um 10,1 Prozent hinnehmen, für den staatlichen Sektor werden nur -3,5 Prozent gemeldet.

    Besonders starke Rückgänge wurden im zweiten Quartal in den Bereichen "Groß- und Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe" (-18,3 Prozent), "Transport, Lagerwesen und Kommunikation" (-16,3 Prozent) und in der verarbeitenden Industrie (-11,6 Prozent) verzeichnet. Unterdurchschnittliche Rückgänge werden unter anderem bei "Banken, Versicherungen etc." (-0,7 Prozent), "staatlichen Dienstleistungen" (-1,3 Prozent) und im Baugewerbe (-4,7 Prozent) ausgewiesen.

    Viele Sektoren wieder mit kräftigem Wachstum

    Im dritten Quartal 2020 ist die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahresquartal zwar um 4,6 Prozent geschrumpft, aber im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 konnte das BIP saisonbereinigt um 2,0 Prozent zulegen. Im ersten und zweiten Quartal 2020 hatten sich im Vergleich zum jeweils vorangegangenen Quartal Verminderungen um 1,4 Prozent (erstes Quartal) und 5,9 Prozent (zweites Quartal) ergeben.

    Im dritten Quartal wird gegenüber dem zweiten für fast alle Wirtschaftszweige ein Plus ausgewiesen, Ausnahmen sind die Öl- und Gasförderung sowie die Raffinerieproduktion. Im vierten Quartal 2020 hat sich der Aufwärtstrend stabilisiert. Saisonbereinigt expandierte das BIP gegenüber dem Vorquartal um 2,5 Prozent, das Minus gegenüber dem Vorjahresquartal lag aber noch bei 3,9 Prozent.

    Branchen werden sich unterschiedlich schnell erholen

    Die Entwicklung wird in den verschiedenen Branchen 2021 recht unterschiedlich verlaufen. Im wichtigen Ölsektor wird die Dynamik sehr gedämpft bleiben, die Investitionen könnten weiter sinken. Die aktuelle Förderkapazität von über 12 Millionen bpd liegt deutlich über dem kurz- und mittelfristig zu erwartenden Produktionsniveau. Die geplante Erweiterung des Marjan Offshore-Ölfeldes ist zurückgestellt. Besser dürfte es im Gassektor aussehen. Die Gasproduktion soll stark ausgeweitet werden.

    Der Ausbau und die Diversifizierung der Downstream-Industrien bleibt ein zentrales Element der saudi-arabischen Entwicklungsstrategie. Das Königreich hat die Kapazitäten der chemischen Industrie zwischen 2008 und 2018 von 57 Millionen auf 119 Millionen Tonnen erhöht. Zu den wichtigsten Chemieprojekten gehört die von der Saudi Aramco Total Refining & Petrochemical Company geplante Errichtung des 9-Milliarden-US$-Amiral-Complexes in Jubail. Als Teil des Komplexes soll unter anderem ein 5-Milliarden-US$-Werk zur Herstellung von Ethylen und Propylen entstehen.

    Im Energiebereich ist von einem weiterhin positiven Trend im Solar- und Windsektor auszugehen, obwohl einige Projekte langsamer als geplant realisiert werden dürften. Derzeit laufen Ausschreibungsverfahren für Projekte der zweiten und dritten Phase des nationalen "National Renewable Energy Programm", zuständig ist das zum Energieministerium gehörende Renewable Energy Project Development Office. Die Gesamtleistung der ausgeschriebenen Projekte, die auf PPP-Basis (Private Public Partnership) durchgeführt werden sollen, liegt bei 2,3 Gigawatt. Der Public Investment Fund arbeitet an zwei großen Solarprojekten (2,1 Gigawatt).

    Von Robert Espey | Dubai

  • Konjunktur- und Hilfsprogramme

    Die Maßnahmen zur Coronakrise beschränken sich auf Überbrückungshilfen für private Unternehmen. Priorität haben Sparmaßnahmen zur Haushaltssanierung. (Stand: 3. März 2021)

    Das Hilfspaket, das die Zentralbank (Saudi Arabian Monetary Authority/SAMA), der National Development Fund und das Finanzministerium im März 2020 geschnürt haben, wird mit 32 Milliarden US$ beziffert. Die Zentralbank stellt den Geschäftsbanken im Rahmen des "Privat Sector Support Program" zusätzliche Liquidität zur Verfügung, um Stundungen von Kreditrückzahlungen mit einem Gesamtvolumen von 8 Milliarden US$ zu ermöglichen. Ferner sollen Neukredite von 3,5 Milliarden US$ fließen. Zudem will die Zentralbank Kreditgarantien in Höhe von insgesamt 1,6 Milliarden US$ übernehmen. Die Leitzinsen wurden gesenkt.

    Überbrückungshilfen für notleidende Unternehmen

    Über den National Development Fund fließen zusätzliche Mittel an die Social Development Bank, den Human Resource Fund, den Saudi Industrial Development Fund und den Agriculture Development Fund. Zielgruppe sind hier kleine und mittlere Unternehmen. Das Finanzministerium hatte eine befristete (mittlerweile ausgelaufene) Aussetzung verschiedener Gebühren angeordnet. Steuern und Abgaben (Mehrwertsteuer, Einkommensteuer, Zollabgaben etc.) konnten verzögert gezahlt werden.

    Die Sozialversicherung (GOSI) bietet seit April 2020 für im Privatsektor beschäftigte Saudi-Araber ein "Kurzarbeitergeld" an. Die Maßnahme war zunächst auf drei Monate befristet, wurde aber verlängert. Die Arbeitslosenversicherung zahlt bis zu 60 Prozent des Lohns (Höchstbetrag: 2.400 US$).

    Sparmaßnahmen statt Konjunkturprogramm

    Neben Überbrückungs-/Liquiditätshilfen will die Regierung keine größeren Finanzmittel zur Konjunkturankurbelung bereitstellen. Im Vordergrund steht vielmehr die Begrenzung des Haushaltsdefizits. Etwa 64 Prozent der Staatseinnahmen entfielen 2019 auf den Ölsektor, dessen Einnahmen 2020 stark gesunken sind und der auch 2021 mit keiner wesentlichen Steigerung des Ölpreisniveaus rechnen kann.

    Seit 2014 schreibt der Staatshaushalt rote Zahlen. Das Defizit erreichte 2015 mit 104 Milliarden US$ (Anteil am Bruttoinlandsprodukt/BIP: 15,8 Prozent) einen Höhepunkt und konnte bis 2019 auf 35 Milliarden US$ (BIP-Anteil: 4,5 Prozent) gesenkt werden. Für 2020 erwartet das Finanzministerium ein Defizit von 79 Milliarden US$ (BIP-Anteil: 12,0 Prozent).

    Der 2019 von Saudi-Arabien erzielte durchschnittliche Ölpreis betrug 66 US$ pro Barrel, nur 42 US$ waren es 2020. Zudem ging die Ölfördermenge 2020 um mehr 6 Prozent auf durchschnittlich 9,2 Millionen bpd (barrel per day) zurück.

    Saudi-Arabien: Haushaltsentwicklung 2015 bis 2020 (in Milliarden US$)

    Kategorien

    2015

    2016

    2017

    2018

    2019

    2020 *)

    Einnahmen

    163

    139

    184

    241

    247

    205

    .Öl

    119

    89

    116

    163

    158

    110

    .Nicht-Öl

    44

    50

    68

    78

    89

    95

    Ausgaben

    267

    221

    248

    288

    282

    285

    .laufende Ausgaben

    211

    186

    193

    238

    237

    248

    .investive Ausgaben

    56

    36

    55

    50

    45

    37

    Defizit

    -104

    -83

    -64

    -46

    -35

    -79

    Defizit (BIP-Anteil)

    15,8

    12,9

    9,2

    5,9

    4,5

    12,0

    BIP (Milliarden US$)

    654

    645

    689

    787

    793

    663

    *) im Dezember 2020 vorgelegte Prognose des FinanzministeriumsQuelle: Ministry of Finance


    Die Analysten von Jadwa Investment schätzen in einem im März 2021 veröffentlichten Bericht den Anstieg des Budgetdefizits 2020 auf 79,5 Milliarden US$, dies würde 11,7 Prozent des von Jadwa geschätzten BIP (679 Milliarden US$) entsprechen. Die Staatsverschuldung soll sich 2020 auf 228 Milliarden US$ erhöht haben (BIP-Anteil: 33,5 Prozent).

    Die Regierung hat zur Begrenzung des Haushaltsdefizits unter anderem die Mehrwertsteuer von 5 auf 15 Prozent (ab Juli 2020) erhöht sowie Sparmaßnahmen bei laufenden und investiven Ausgaben ergriffen. Nach Einschätzung des Finanzministeriums wird die Mehrwertsteueranhebung erst 2021 zu einer Erhöhung der Einnahmen führen. Aufgrund des sinkenden Konsums konnte die Mehrwertsteuererhöhung 2020 lediglich Mindereinnahmen ausgleichen.

    Die laufenden Ausgaben können vor allem durch die Kürzung der Einkommen der im öffentlichen Sektor beschäftigten Saudi-Araber gesenkt werden. Geschätzte 53 Prozent der laufenden Ausgaben entfielen 2020 auf Personalkosten.

    Die seit 2018 als Ausgleich für die Einführung der Mehrwertsteuer und den Subventionsabbau an die saudi-arabischen Beschäftigten des öffentlichen Sektors gezahlte "Cost of Living Allowance" in Höhe von monatlich 267 US$ wurde gestrichen. Die 1,5 Millionen im Staatsdienst tätigen Saudi-Araber entsprechen 46 Prozent der gesamten saudi-arabischen Erwerbstätigen. Als weiterer Schritt zur Senkung der Personalkosten sind auch verschiedene andere im öffentlichen Sektor gewährte "Benefits" entfallen.

    Gemäß den aktuellen Schätzungen des Finanzministeriums sind die investiven Ausgaben 2020 gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 37 Milliarden US$ gesunken. Die Budgetplanung für 2021 sieht einen weiteren Rückgang um 26 Prozent auf 27 Milliarden US$ vor. Nach den Vorstellungen der Regierung sollen die schrumpfenden staatlichen Investitionen durch private kompensiert werden. Viele Beobachter halten dies aber (zumindest kurzfristig) für wenig wahrscheinlich. 

    Impfkampagne in Saudi-Arabien angelaufen

    Am 10. Dezember 2020 hat die saudi-arabische Food and Drug Administration den COVID-19 mRNA-Impfstoff (Messenger Ribonucleic Acid) von BioNTech/Pfizer zugelassen, im Februar folgten Oxford AstraZeneca und Moderna. Saudi-Arabien plant auch den Einsatz des Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac, eine entsprechende Absichtserklärung wurde im November unterzeichnet.

    Seit Mitte Dezember können sich Saudi-Araber und die im Land lebenden Ausländer über eine App des Gesundheitsministeriums (Sebbaty) für eine kostenlose Impfung registrieren. Priorität haben Personen im Alter von über 65, Beschäftigte im Gesundheitswesen und Personen mit Vorerkrankungen. Ende Februar waren 781.000 Dosen verimpft, bei einer Bevölkerung von 34 Millionen.



    Von Robert Espey | Dubai, Riad

  • Einschränkungen im Personen- und Warenverkehr

    Ein Großteil der Coronarestriktionen wurde zwischenzeitlich aufgehoben. Weiterhin Beschränkungen gibt es vor allem bei der Einreise ins Königreich. (Stand: 4. März 2021)

    Auch in Saudi-Arabien wurde während der ersten Monate der Coronaepidemie mit starken Einschränkungen für das öffentliche Leben und mit Restriktionen in vielen Wirtschaftssektoren reagiert. Die seit Juli 2020 zu verzeichnende deutliche Verlangsamung des Infektionsgeschehens hat zu einer sukzessiven Aufhebung oder Lockerung der meisten Restriktionen geführt.

    Das öffentliche Leben hat sich wieder normalisiert

    Aufgrund der mittlerweile sehr niedrigen Zahl der täglich Neuinfizierten ist eine Rückkehr zu starken Beschränkungen derzeit nicht zu erwarten. Allerdings wurde auf die im Januar/Februar 2021 leicht ansteigenden Fallzahlen unter anderem mit der erneuten Schließung der Restaurants (Außer-Haus-Verkauf erlaubt) und der Sportstudios reagiert. Auch die Zahl der zulässigen Teilnehmer von privaten und nicht-privaten Zusammenkünften wurde wieder gesenkt. An den üblichen Hygieneregeln und Abstandsgeboten wird selbstverständlich festgehalten.

    Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner war in der ersten Januarhälfte auf 2,1 (08. Januar 2021) gesunken. Dies entsprach 700 registrierten neuen Corona-Fällen innerhalb von sieben Tagen bei einer geschätzten Bevölkerung von 34 Millionen. Mittlerweile (Stand: 03. März) liegt der Inzidenzwert 6,8. Die höchste 7-Tage-Inzidenz wurde im Juni 2020 mit 91 Fällen pro 100.000 Einwohner erreicht.

    Einreise mit erheblichen Beschränkungen

    Mit Sorge wird in Saudi-Arabien die Pandemieentwicklung im Ausland beobachtet. Das Risiko einer erneuten Einschleppung aus anderen Ländern soll möglichst gering gehalten werden. Deshalb ist bei der Einreise nach Saudi-Arabien bis auf Weiteres mit erheblichen Hürden zu rechnen. Zudem ist davon auszugehen, dass sich die Einreisevorschriften relativ häufig ändern werden. Jede Reiseplanung muss dies berücksichtigen.

    Als Reaktion auf die im Dezember zunächst im Vereinigten Königreich und Südafrika nachgewiesenen Varianten des Sars CoV-2 Virus hatte Saudi-Arabien vom 21. Dezember bis zum 02. Januar die Einreise auf dem Luft-, Land- und Seeweg untersagt, allerdings mit einigen Ausnahmen.

    Ab 03. Januar wurde die Einreise mit Einschränkungen wieder erlaubt. Bei Einreise aus Deutschland war ein negativer PCR-Test vorzulegen, der bei Ankunft in Saudi-Arabien nicht älter als 72 Stunden sein durfte. Einreisende mussten ihren Aufenthaltsort in Saudi-Arabien angeben sowie die mobilen Apps "Tatamman" und "Tawakkalna" auf dem Handy installieren und aktivieren.

    Nach der Einreise aus Deutschland bestand eine Verpflichtung zu einer siebentägigen häuslichen Quarantäne. Am sechsten Tag war ein weiterer PCR-Test durchzuführen. Bei negativem Testergebnis konnte die Quarantäne beendet werden.

    Aktuell ist Personen die Einreise untersagt, die sich in den letzten 14 Tagen in Deutschland (und 19 anderen Ländern) aufgehalten haben (auch Transit). Neben Deutschland sind folgende Länder betroffen: Frankreich, Schweiz, Italien, Portugal, Großbritannien, Irland, Schweden, Vereinigte Arabische Emirate, Türkei, Libanon, Ägypten, Indonesien, Pakistan, Indien, Japan, USA, Brasilien, Argentinien und Südafrika.

    Um dennoch nach Saudi-Arabien einreisen zu können, ist ein mindestens 14-tägiger Zwischenstopp in einem nicht-gelisteten Land erforderlich. Für den Zwischenstopp scheint vielfach Bahrain gewählt zu werden.

    Ausnahmen gelten für saudi-arabische Staatsangehörige, Gesundheitspersonal und Diplomaten mit ihren Familien. Hier gilt nach Einreise eine 14-tägige Quarantänepflicht.

    Mit Ausnahme der Quarantäne-Vorschriften ist die Bewegungsfreiheit in Saudi-Arabien derzeit nicht wesentlich eingeschränkt. Es besteht ein Versammlungsverbot für Gruppen von über 50 Personen. Für Besucherzahlen in privaten und öffentlichen Einrichtungen gelten Obergrenzen.

    Wesentliche Einschränkungen beim Warenverkehr gibt es derzeit nicht.

    Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen

    Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes bieten den neusten Stand der Reisebeschränkungen. 


    Von Robert Espey | Dubai

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