Zollbericht Brasilien Coronavirus

Brasilien: Warenverkehr und Corona

Ausfuhrverbote für Medizinprodukte und Lebensmittel, Zollbefreiungen für persönliche Schutzausrüstung, Anpassung der Steuersätze oder Beschränkungen im Warenverkehr.

Von Susanne Scholl

Angesichts der Corona-Pandemie erlassen Staaten weltweit Maßnahmen, die den Warenverkehr beeinflussen und Unternehmen vor Herausforderungen stellen.

In dieser Textsammlung können Sie Corona-spezifische Regelungen nachlesen, die Sie bei Warenimporten und Exporten in / aus Brasilien unbedingt beachten sollten.

Sie interessieren sich noch für andere Länder? Weitere Meldungen und umfangreiche Berichte zu zahlreichen Ländern können Sie in unserem Corona-Themenspecial sowie bei unseren Zollexperten abrufen. 

  • Update: Brasilien - Zollsenkungen für Medizintechnik

    Update: Brasilien - Zollsenkungen für Medizintechnik

    Stand: 22.06.2020

    Das Wirtschaftsministerium hat seit 18. März 2020 im Kampf gegen Covid-19 wiederholt die Zölle für Schutzausrüstungen und medizinische Geräte gesenkt.

    Zu den betroffenen Produkten zählen unter anderem Schutzhandschuhe und Schutzmasken aus Kunststoff, Schutzkleidung, Katheter, Beatmungsgeräte, Defibrillatoren, Thermometer, Testkits zum Nachweis von Covid-19 und verschiedene Chemikalien und Arzneistoffe, darunter Chloroquin, Codein und Penicillin.

    Darüber hinaus sind sämtliche für die Vergabe von Einfuhrlizenzen und die Überwachung der Einfuhrabfertigung verantwortlichen brasilianische Behörden und Institutionen angewiesen, die Freigabe dieser Produkte prioritär zu behandeln. Die Maßnahme gilt bis zum 30. September 2020.Das Ministerium hat die Zollsenkungen in mehreren Schritten vorgenommen. Die Resolution Nr. 17 vom 17. März 2020 mit der Liste betroffener Produkte finden Sie hier. Weitere Resolutionen enthalten erweiterte Produktlisten: 

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.


    Von Susanne Scholl

  • Brasilien lockert Abwicklung besonderer Zollverfahren

    Brasilien lockert Abwicklung besonderer Zollverfahren

    Stand: 13.05.2020

    Die brasilianische Steuerbehörde Receita Federal hat wegen der Corona-Pandemie vorübergehend Lockerungen für die Abwicklung besonderer Zollverfahren erlassen.

    Anträge auf Nutzung besonderer Zollverfahren wie die vorübergehende Ein- oder Ausfuhr von Waren oder die Lagerung in Zolllagern können Unternehmen gemäß Anweisung Nr. 1.947 vom 7. Mai 2020 bis zum 30. September 2020 in einem digitalen Abfertigungsverfahren (dossiê digital de atendimento) erledigen. Dazu zählen auch Verfahren der vorübergehenden Ein- oder Ausfuhr mit dem internationalen Zollpapier Carnet ATA.

    Ferner sind bis zum 30. September 2020 die Abwicklungsfristen für Waren, die mit Carnet ATA vorübergehend in Brasilien eingeführt oder ausgeführt wurden, aufgehoben, sofern die Abwicklung der Verfahren aufgrund des gesundheitlichen Notstandes beeinträchtigt wurde. Nicht abgeschlossene Verfahren für noch nicht wieder aus dem brasilianischen Zollgebiet ausgeführte Waren können bis zum 30. Oktober 2020 erledigt werden.

    Ebenso sind die Fristen für die Wiedereinfuhr von vorübergehend ausgeführten Waren grundsätzlich bis zum 30. September 2020 aufgehoben.

    Die Lockerungsmaßnahmen gelten seit dem 8. Mai 2020 für zwischen dem 4. Februar und dem 30. April 2020 vorgenommene besondere Zollverfahren. Importeure, die Zollanträge in diesem Zeitraum wegen der Corona-Pandemie noch nicht stellen konnten, können dies bis zum 18. Mai 2020 nachholen.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.


    Von Susanne Scholl

  • Brasilien - Ausfuhrverbot für Medizinprodukte und Ausrüstungen

    Brasilien - Ausfuhrverbot für Medizinprodukte und Ausrüstungen

    Stand: 28.04.2020

    Brasilien hat im Kampf gegen das Coronavirus mit Gesetz Nr. 13.993 vom 23. April 2020 die Ausfuhr von medizinischen Produkten, Krankenhausausstattung und Schutzausrüstung verboten.

    Das Ausfuhrverbot gilt seit dem 24. April 2020 während der Dauer des nationalen Notstandes wegen der Corona-Pandemie für Latexhandschuhe, undurchlässige Schutzschürzen, Schutzbrillen, Schutzkappen, chirurgische Masken, Gesichtsschutzmasken, Beatmungsgeräte, Krankenhausbetten und multiparametrische Monitoren.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Update: Brasilien senkt Einfuhrzölle wegen Covid-19

    Update: Brasilien senkt Einfuhrzölle wegen Covid-19

    Stand: 22.04.2020

    Das Wirtschaftsministerium senkt derzeit die Einfuhrzölle für im Kampf gegen die Corona-Pandemie besonders notwendige medizinische Produkte und Arzneistoffe auf 0 Prozent.

    Das Ministerium nimmt die Zollsenkungen in mehreren Schritten vor. Darüber berichteten wir bereits hier. Der Kreis der betroffenen Produkte ist mit Resolution 32 vom 16. April 2020 nun nochmals erweitert worden. Seit dem 17. April 2020 ist die zollfreie Einfuhr auch möglich für zahlreiche Arzneistoffe, medizinische Seifen, Schutzmasken aus Papier und medizinische Geräte wie zum Beispiel Elektrokardiographen und diagnostische Apparate. Die Zollsenkungen sollen bis zum 30. September 2020 gelten.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Brasilien senkt Einfuhrsteuer auf Produkte wegen Covid-19

    Brasilien senkt Einfuhrsteuer auf Produkte wegen Covid-19

    Stand: 17.04.2020

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat per Dekret die einfuhrrelevante Steuer auf Gewerbeerzeugnisse IPI im Kampf gegen Covid-19 auf 0 Prozent gesenkt. 

    Das Dekret 10.285 gilt bereits seit dem 20. März 2020 bis zum 30. September 2020 unter anderem für Desinfektionsmittel und Schutzbrillen, Teile von Mundschutzmasken, Katheter, Beatmungsgeräte und weitere im Anhang zu dem Dekret aufgeführten Produkte. Ab dem 1. Oktober 2020 werden wieder die Regelsteuersätze der IPI von 5, 8 und 15 Prozent gelten.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Brasilien ändert Ausfuhrbeschränkungen für medizinische Produkte

    Brasilien ändert Ausfuhrbeschränkungen für medizinische Produkte

    Stand: 15.04.2020

    Die Ausfuhr bestimmter für die Bekämpfung von Covid-19 notwendiger medizinischer Produkte ist nur noch mit einer Genehmigung der Gesundheitsbehörde ANVISA möglich.

    Seit dem 20. März 2020 mussten Exporteure von medizinischen Ausrüstungsgegenständen, Geräten und weiteren zur Bekämpfung der Corona-Pandemie benötigten Produkten gemäß Resolution 352 vor der Ausfuhr bei der brasilianischen Gesundheitsbehörde Agência Nacional de Vigilância Sanitária (ANVISA) eine Genehmigung beantragen. Nun hat die ANVISA den Kreis der betroffenen Produkte geändert. Eine Genehmigung benötigen nun Exporteure von Arzneistoffen und Schmerzmitteln wie Chloroquin, Fentanyl, Propofol und Acetromizin in Rohform, als Halbfertigprodukt und als Fertigprodukt. Die Resolution 370 vom 13. April 2020 mit einer Liste aller betroffenen Produkte finden Sie hier.

    Die Maßnahme gilt vorübergehend seit dem 13. April 2020.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Brasilien erschwert die Ausfuhr von medizinischer Ausrüstung

    Brasilien erschwert die Ausfuhr von medizinischer Ausrüstung

    Stand: 06.04.2020

    Die Ausfuhr von für die Bekämpfung von Covid-19 notwendigen medizinischen Ausrüstungen und Geräten ist nur noch mit einer Genehmigung der Gesundheitsbehörde möglich.

    Seit dem 20. März 2020 müssen Exporteure von medizinischen Ausrüstungsgegenständen, Geräten und weiteren zur Bekämpfung der Corona-Pandemie benötigten Produkten vor der Ausfuhr bei der brasilianischen Gesundheitsbehörde Agência Nacional de Vigilância Sanitária eine Genehmigung beantragen.

    Zu den betroffenen Produkten zählen Schutzhandschuhe und Schutzmasken aus Kunststoff, Sicherheitsmasken, Gasmasken, Fieberthermometer, Katheter aus Polyethylen, Sauerstoffgeräte, automatische Beatmungsgeräte, Schutzkleidung sowie die Chemikalie Chloroquin.

    Die Maßnahme gilt vorübergehend seit dem 20. März 2020. Das Dekret der Gesundheitsbehörde und eine Liste der betroffenen Produkte finden Sie hier.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Brasilien setzt Zertifizierung von medizinischer Ausrüstung aus

    Brasilien setzt Zertifizierung von medizinischer Ausrüstung aus

    Stand 26.03.2020

    Brasilien will die Versorgung von Krankenhäusern mit zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie notwendigen medizinischen Ausrüstungen unbedingt aufrechthalten.

    Das Ministerium für Wirtschaft hat das Nationale Institut für Metrologie, Qualitätssicherung und Technologie (INMETRO) angewiesen, Maßnahmen zur Beschleunigung inländischer Herstellungsprozesse und des Einfuhrverfahrens für unbedingt notwendige medizinische Ausrüstungen zu erlassen.

    Seit dem 23. März 2020 hat das Institut mit Verordnung Nr. 102 vom 20. März 2020 daher die Zertifizierungspflicht für chirurgische Handschuhe und Schutzhandschuhe gegen Viren und Bakterien aus verschiedenen Materialien wie Kautschuk, synthetischem Kautschuk und Mischungen daraus sowie PVC ausgesetzt. Ebenso ist die Zertifizierungspflicht für Schutzmasken zum Filtern von Schadstoffpartikeln ausgesetzt.

    Die Aussetzung gilt für ein Jahr seit dem 23. März 2020 sowohl für in Brasilien hergestellte Produkte als auch für Importprodukte.

    Unabhängig davon müssen inländische und ausländische Lieferanten aber weiterhin durch Tests von in Brasilien akkreditierten Prüflaboren nachweisen, dass ihre Produkte die von dem Institut INMETRO vorgeschriebenen technischen Voraussetzungen erfüllen.

    Wir halten Sie auch über Brasiliens Wirtschaftsumfeld hinsichtlich der Corona-Pandemie auf dem Laufenden.

    Von Susanne Scholl

  • Brasilien verhängt Einreisebeschränkungen wegen Corona-Pandemie

    Brasilien verhängt Einreisebeschränkungen wegen Corona-Pandemie

    Stand: 23.03.2020

    Warenverkehr bleibt ausgenommen

    Staatsbürger Chinas, der Europäischen Union, Islands, Norwegens, der Schweiz, Großbritanniens, Irlands, Australiens, Japans, Malaysias und Südkoreas dürfen seit dem 23. März 2020 wegen der Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus nicht mehr mit dem Flugzeug in Brasilien einreisen. Die Einreisebeschränkung wird auf Empfehlung der brasilianischen Gesundheitsbehörde Agência Nacional de Vigilância Sanitaria verhängt und gilt für 30 Tage ab dem 23. März 2020. Dies geht aus der Präsidentenverfügung Nr. 126 vom 19. März 2020 hervor.

    Ausgenommen von der Beschränkung sind unter anderem brasilianische Staatsangehörige, ausländische Staatsangehörige, die aus beruflichen Gründen im Auftrag einer internationalen Organisation oder mit besonderer Genehmigung der brasilianischen Regierung im öffentlichen Interesse einreisen und ausländische Funktionäre oder Beamte, die bei der brasilianischen Regierung akkreditiert sind.

    Der Warenverkehr nach Brasilien bleibt ebenfalls von der Beschränkung unberührt.

    Wir halten Sie auch über aktuelle Länderinformationen auf dem Laufenden.

    Von Susanne Scholl

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