Zollbericht Kanada Coronavirus

Kanada: Warenverkehr und Corona

Ausfuhrverbote für Medizinprodukte und Lebensmittel, Zollbefreiungen für persönliche Schutzausrüstung, Anpassung der Steuersätze oder Beschränkungen im Warenverkehr.

Von Susanne Scholl

Angesichts der Corona-Pandemie erlassen Staaten weltweit Maßnahmen, die den Warenverkehr beeinflussen und Unternehmen vor Herausforderungen stellen.

In dieser Textsammlung können Sie Corona-spezifische Regelungen nachlesen, die Sie bei Warenimporten und Exporten in / aus Kanada unbedingt beachten sollten.

Sie interessieren sich noch für andere Länder? Weitere Meldungen und umfangreiche Berichte zu zahlreichen Ländern können Sie in unserem Corona-Themenspecial sowie bei unseren Zollexperten abrufen. 

  • Kanada: Zollbehörde gewährt Zahlungsaufschub wegen Covid-19

    Kanada: Zollbehörde gewährt Zahlungsaufschub wegen Covid-19

    Stand: 11. Mai 2020

    Wegen der besonderen Situation während der Corona-Pandemie erhalten Importeure großzügigere Zahlungsbedingungen.

    Die kanadische Zollbehörde Canada Border Services Agency hat am 27. März 2020 mitgeteilt, dass sie seit Ende März 2020 einen Zahlungsaufschub für zum Zeitpunkt der Mitteilung fällige Einfuhrzölle, die Verkaufsteuer Goods and Services Tax (GST) und noch nicht gezahlte Strafgebühren gewährt. Die Maßnahme beruht auf einer Entscheidung der kanadischen Regierung, Unternehmen angesichts der Corona-Pandemie Unterstützung zu gewähren. Der Aufschub umfasst den Zeitrahmen bis 30. Juni 2020.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

    Von Susanne Scholl

  • Kanada erleichtert Marktzugang für Desinfektionsmittel

    Kanada erleichtert Marktzugang für Desinfektionsmittel

    Stand: 20.04.2020

    Die kanadische Regierung erleichtert seit dem 18. März 2020 die Versorgung mit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie notwendigen Desinfektionsmitteln.

    Desinfektionsmittel für Reinigungszwecke und einige Händedesinfektionsmittel fallen in Kanada unter die Kategorie der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel (non-prescription drugs) oder der "natural health products". Diese Produkte unterliegen zweisprachigen Kennzeichnungs- und Lizenzierungsanforderungen. Kanadische Importeure benötigen für den Marktzugang ihrer Produkte in Kanada eine Lizenz (Drug Establishment Licence / Site Licence) und müssen derzeit die kanadische Gesundheitsbehörde Health Canada vorab informieren, wenn sie Desinfektionsmittel importieren wollen. Außerdem sind sie derzeit verpflichtet, über Einfuhren dieser Produkte Buch zu führen, um im Notfall Rückrufe zu erleichtern. Für Produkte, die von Health Canada für den Verkauf zugelassen werden sollen, müssen kanadische Unternehmen darüber hinaus eine Produktlizenz beantragen und erhalten dann eine Drug Identification Number (DIN) oder Natural Product Number (NPN).

    Beschleunigter Marktzugang vorübergehend möglich

    Um den Zugang zu diesen Produkten zu beschleunigen, akzeptiert die kanadische Gesundheitsbehörde Health Canada vorübergehend auch den Verkauf in Kanada von Produkten, die schon für den kanadischen Markt genehmigt wurden, obwohl sie nicht in allen Punkten den Anforderungen der Behörde entsprechen. Dazu zählen zum Beispiel Produkte, die nur englischsprachig gekennzeichnet sind oder deren Verpackung nicht ursprünglich genehmigten Vorgaben entspricht. Auch Produkte, deren Verkauf noch nicht genehmigt wurde, die aber in einem anderen Land mit ähnlichen Qualitätsvorgaben bereits zugelassen wurden, können vorübergehend in Kanada verkauft werden. Das beschleunigte Verfahren kann nur für Produkte in Anspruch genommen werden, die kein Sicherheitsrisiko darstellen und bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Informationen dazu finden Sie hier.

    Die Liste aller von der Maßnahme betroffenen Produkte und weitere Informationen der kanadischen Regierung finden Sie hier.

    Health Canada erleichtert Ausgabe von Lizenzen

    Kanadische Unternehmen, die noch keine Lizenz zum Vertrieb von Desinfektionsmitteln oder Händedesinfektionsmittel bzw. keine DIN oder NPN haben, können diese in einem beschleunigten Verfahren beantragen.

    Erleichterungen gelten auch für den Import und Verkauf von Schutzmasken, die in Kanada als medizinische Produkte (medical devices) der Klasse I klassifiziert sind. Informationen dazu finden sie hier.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.


    Von Susanne Scholl

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