Förderkredite

Förderkredite

Unterschiedliche Anbieter

Sowohl auf nationaler als auch auf Bundesland-Ebene werden Förderdarlehen von den verschiedenen öffentlichen Förderbanken angeboten. Jede Förderbank verfügt über ein eigenes Programmangebot. Daneben bietet bundesweit auch die Europäische Investitionsbank (EIB) Darlehen für Investoren zu attraktiven Konditionen an.

Die Programme bieten in der Regel tilgungsfreie Anlaufjahre sowie Zinssätze unterhalb des Marktniveaus. Ausländische Investoren in Deutschland können die Angebote staatlicher Förderbanken nutzen.

Darüber hinaus machen lange Laufzeiten und Zinsbindungsfristen, Vorzugskonditionen für KMU sowie Haftungsfreistellungen für das durchleitende Kreditinstitut (Hausbank) öffentlich geförderte Darlehen für Investoren als alternative oder ergänzende Finanzierungsform besonders attraktiv.

KfW Bankengruppe

Die KfW Bankengruppe ist die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland, mit Bund und Ländern als Eigentümern. Die KfW bietet eine breite Palette an Finanzierungsinstrumenten wie zum Beispiel Darlehen, Mezzanine-Produkte oder Beteiligungskapital an - investorengerecht aufbereitet in Form verschiedener bundesweit erhältlicher Programme.

Eines der wichtigsten KfW-Produkte für die Finanzierung von Investitionsprojekten ist der KfW-Unternehmerkredit. Er ist vielseitig einsetzbar und in mehreren Gestaltungsvarianten verfügbar.

KfW-Programme werden noch vor dem Projektstart über die Hausbank des Investors beantragt. Als Hausbank kann eine in Deutschland geschäftsansässige Bank oder eine internationale Bank, die beim jeweiligen Förderinstitut akkreditiert ist, fungieren.

Förderbanken der Bundesländer

Neben der KfW verfügt nahezu jedes Bundesland über eine eigene Förderbank, durch die Projekte im jeweiligen Land finanziert werden können. Diese Förderbanken bieten eigene Programmkredite mit subventionierten Zinssätzen an, oftmals besonders auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten.

Der Maximalbetrag dieser Kredite variiert zwischen EUR 750.000 und EUR 10 Millionen. Meist dienen sie der Finanzierung von Gebäuden, Maschinen und Ausrüstungsgegenständen. Die Kredite werden mit Laufzeiten von bis zu 20 Jahren und Zinsbindungsfristen von ebenfalls bis zu 20 Jahren angeboten. Manche Kreditprogramme beinhalten auch eine Betriebsmittelvariante (zum Beispiel für Waren, Vorräte oder Rohstoffe).

Die Kredite werden über die Hausbank des Investors beantragt und müssen banküblich besichert werden. Einige Kreditprogramme bieten die Möglichkeit einer Haftungsfreistellung für die Hausbank.

Bitte beachten Sie: Zinsreduzierte Kredite können eine staatliche Beihilfe darstellen. Sie können in der Regel mit anderen Beihilfen wie zum Beispiel Zuschüssen aus der GRW-Förderung kombiniert werden. Bei der Berechnung der maximalen Zuschusshöhe für ein Investitionsprojekt muss ein möglicher Subventionswert eines Förderkredites mit herangezogen werden.

Die Europäische Investitionsbank (EIB)

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert europaweit Investitionsvorhaben, die der Förderung einer intelligenten, umweltfreundlichen und nachhaltigen Wirtschaft in Europa entsprechen. Die EIB fördert in der Regel Großprojekte mit einem Gesamtvolumen von über EUR 25 Millionen. Hierfür werden langfristige Einzeldarlehen mit Zinssätzen unter Marktniveau angeboten. Für kleinere Projekte stellt die EIB autorisierten Banken in Deutschland Globaldarlehen bereit, die diese an Investoren in Form von kleineren Projektdarlehen weiterreichen.

Kreditnehmer können sowohl kleine und mittelständische Unternehmen als auch Großunternehmen sein. In der Regel deckt der Darlehensbetrag bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten des jeweiligen Investitionsprojektes ab.

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