Körperschaftsteuer für Kapitalgesellschaften

Körperschaftsteuer für Kapitalgesellschaften

Der Körperschaftsteuer unterliegen alle Kapitalgesellschaften, wie zum Beispiel die Aktiengesellschaft (AG) oder die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Der Steuersatz beträgt einheitlich 15% auf den zu versteuernden Unternehmensgewinn.

Körperschaftsteuer ist sowohl für einbehaltene als auch für ausgeschüttete Gewinne zu zahlen.

Dividendenbesteuerung: Kapitalertragssteuer

Nimmt ein deutsches Tochterunternehmen Gewinnausschüttungen an seine ausländische Muttergesellschaft vor (Dividendenzahlung), ist grundsätzlich eine 25-prozentige Kapitalertragssteuer zu zahlen.

Im Falle eines bestehenden Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und einem ausländischen Staat kann die geleistete Kapitalertragssteuer entsprechend der im jeweiligen DBA getroffenen Vereinbarungen rückerstattet werden. In der Regel werden Dividendenzahlungen durch ein DBA mit einem reduzierten Steuersatz von lediglich 5%, 10% oder 15% besteuert. Zu Teilen besteht auch die Möglichkeit einer Befreiung von der Kapitalertragssteuer.

Die in Deutschland abgeführte Kapitalertragssteuer (sogenannte Quellensteuer) kann zudem auf die im Ausland bestehende Steuerschuld der Muttergesellschaft angerechnet werden. Effektiv besteht somit keine Doppelbesteuerung. Auch hier sind die jeweiligen Regelungen in den entsprechenden Doppelbesteuerungsabkommen aufgeführt.

Ist der Gläubiger der Kapitalgesellschaft eine ausländische Körperschaft, so können grundsätzlich immer 2/5 der gezahlten Kapitalertragssteuer zurückerstattet werden - unabhängig davon, ob ein DBA besteht oder nicht.

Innerhalb der EU sind Dividendenzahlungen zwischen einer inländischen Tochtergesellschaft und einer ausländischen Muttergesellschaft ab einer 10-prozentigen Beteiligung steuerfrei.

Dividendenbesteuerung: Abgeltungssteuer

Gewinne, die an private Anteilseigner ausgeschüttet werden, unterliegen einer Abgeltungssteuer in Höhe von 25%. Die Abgeltungsteuer wird direkt an der Quelle, d.h. durch den Schuldner der Dividende oder die depotverwaltende Stelle einbehalten und an das Finanzamt abgeführt.

Solidaritätszuschlag

Auf die Körperschaftsteuer wird dann der sogenannte Solidaritätszuschlag hinzugerechnet.

Der Solidaritätszuschlag ist eine Sonderabgabe, die 1995 in Zusammenhang mit der Finanzierung der deutschen Wiedervereinigung eingeführt wurde. Er muss sowohl von Kapital- als auch Personengesellschaften abgeführt werden.

Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5% des jeweiligen Körperschaftssteuer- bzw. Einkommensteuersatzes, für Kapitalgesellschaften also 5,5% der 15%tigen Körperschaftssteuer, mithin 0,825%. Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag addieren sich somit auf einen Betrag von 15,825%.

Christina Schön Christina Schön | © GTAI/ Illing & Vossbeck Fotografie

Kontakt

Christina Schön

Udo Sellhast Udo Sellhast | © GTAI

Kontakt

Udo Sellhast