Türkei - Regionen

Luftaufnahme von dem Gazi Osman-Meetingraum "izmit" | © iStock.com/gece33

Türkische Regionen

Absatzmärkte und Investitionsprojekte jenseits von Istanbul

Die Türkei ist mehr als nur der Großraum Istanbul. Auch andere Regionen bieten Absatzchancen und Investitionsmöglichkeiten. In dieser Reihe stellen wir Ihnen vier ausgewählte Regionen des Landes vor: Izmir, Bursa, Konya und Adana.

Die Provinz Izmir baut zurzeit ihre Transport- und Logistikbranche aus; in Bursa schlägt das Herz der türkischen Automobilindustrie. Konya will den ersten Solarpark des Landes bauen und Adana setzt auf Kohlekraftwerke und eine starke Petrochemie. Die Textil- und Bekleidungsbranche sowie der Nahrungsmittelsektor spielen in allen vier Provinzen eine wichtige Rolle. 

Izmir und Bursa liegen im Westen und Nordwesten, dem wirtschaftlich starken Teil der Türkei. Die beiden Provinzen bieten eine breite, exportstarke Industriebasis und eingespielte internationale Beziehungen. Mit einem jährlichen Außenhandelsvolumen von jeweils knapp 17 Mrd. US$ gehören die beiden Provinzen nach Istanbul zu den größten Handelszentren der Türkei. Wichtigster Wirtschaftspartner ist Deutschland. Bedeutendste Ausfuhrgüter der beiden Regionen sind Textilien und Bekleidung, in Bursa zusätzlich Fahrzeuge und Kfz-Teile. Bei ausländischen Investoren zählen die beiden Provinzen zu den beliebtesten Standorten der Türkei. Hier sind zahlreiche deutsche Firmen vertreten, beispielsweise der Automobilzulieferer Bosch oder der Hersteller von Windenergieanlagen Enercon.

Adana und Konya, zwei Provinzen im Süden Anatoliens, kommen auf ein jährliches Handelsvolumen von rund 3,7 Mrd. $. beziehungsweise 2,5 Mrd. $. Wichtigste Handelspartner in dieser Region sind China und Irak. Deutschland folgt auf Platz drei (Adana) und vier (Konya). Während in Konya hauptsächlich Maschinenbauer und Kfz Hersteller zu den Exporten beitragen, sind es in Adana Textilbetriebe und die chemische Industrie. Zu den größten ausländischen Investoren in Konya zählen der Einzelhandelsriese Metro Cash & Carry und der Verbrauchsgüterhersteller Unilever, der eine Speiseeisfabrik betreibt. Um weitere Unternehmen aus dem Ausland anzulocken, will die Provinzverwaltung eine Freihandelszone in der Region eröffnen. In Adana haben sich bislang erst wenige ausländische Firmen angesiedelt. Ein bekanntes Unternehmen ist der deutsche Energiekonzern E.ON, der zurzeit mit der Sabanci-Holding ein Kohlekraftwerk in Tufanbeyli errichtet. Der Energiesektor bietet in Adana zahlreiche Investitionsmöglichkeiten, da allein in dieser Provinz 34 Kohlekraftwerke geplant sind. In den Ausbau der Wasserinfrastruktur sollen in den kommenden Jahren im Rahmen des staatlichen Entwicklungsprojektes GEP mehrere Milliarden US-Dollar fließen.

Türkische Provinz Izmir: Tor zur Welt
Istanbul (GTAI) - Die westliche Provinz Izmir ist ein Zentrum der türkischen Nahrungsmittel- und Bekleidungsindustrie. Zahlreiche ausländische Firmen produzieren in dieser Region, die zu den wirtschaftlich stärksten des Landes gehört. In Izmir befindet sich der größte Exporthafen der Türkei. Mit dem Bau eines neuen Containerhafens durch APM Terminals dürfte die Bedeutung der Provinz als Güterumschlagplatz weiter wachsen. Investitionsmöglichkeiten bieten auch die erneuerbaren Energien. ...weiterlesen

Türkische Provinz Bursa ist Zentrum der Kfz-Branche
Istanbul (GTAI) - Die nordöstliche Provinz Bursa liegt im größten Industrieballungsraum des Landes und ist ein Zentrum der türkischen Automobilbranche. Weitere exportstarke Industriezweige sind die Textil- und die Lebensmittelindustrie. Wegen der starken Zuwanderung aus anderen Provinzen wächst die Bevölkerung in Bursa über dem Landesdurchschnitt und löst eine hohe Nachfrage nach Wohnraum aus. Das macht sich an den deutlich gestiegenen Wohnungsverkäufen bemerkbar. ...weiterlesen

Türkische Provinz Konya setzt auf Sonnenenergie
Istanbul (GTAI) - Die türkische Provinz Konya verfügt über die größte landwirtschaftlich nutzbare Fläche und ist landesweit führend bei der Produktion von Weizen, Zuckerrüben und Eiern. Auch zukünftig setzt die Region auf eine starke Landwirtschaft und plant in den kommenden Jahren, die Bewässerungssysteme deutlich auszubauen. Der Maschinen- und Anlagenbau hat in der Provinz eine starke Stellung. Um mehr ausländische Investoren anzulocken, will Konya eine Freihandelszone errichten. ...weiterlesen

Türkische Provinz Adana baut Wasserinfrastruktur
Istanbul (GTAI) - Die Provinz Adana will die Petrochemie und die Erdölraffination stärken und plant eine große Sonderzone für die Erdölverarbeitung. Bei der Energieversorgung setzt die Provinz auf Kohle und Wasser: Zahlreiche Kraftwerke werden zurzeit gebaut oder sind geplant. Zu den wichtigsten Branchen Adanas gehören die Textil- und die Nahrungsmittelindustrie. Einer der größten Polyesterhersteller der Türkei, Sasa Polyester, investiert Millionen in den Ausbau seiner Kapazitäten. ...weiterlesen

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Kontakt

Sofia Hempel

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