Ausgabe Nr. 5 vom 17.3.2026 / Schwerpunkt: Krieg im Nahen Osten

Unsichere Lage im Nahen Osten: Was jetzt für deutsche Unternehmen wichtig ist

3D render of earth focusing on middle east | © Getty Images / Constantine Johnny

 

Liebe Leserin, lieber Leser!

Am 28. Februar griffen Israel und die USA den Iran an. Inzwischen hat sich die militärische Eskalation auf mehrere Länder im Nahen Osten ausgeweitet, mit verheerenden Auswirkungen auf die Menschen und die Wirtschaft. Mit Blick auf die Wirtschaft hat Germany Trade & Invest eine Sonderseite zum Krieg im Nahen Osten erstellt, die wir fortlaufend aktualisieren. Sie soll Fakten liefern und helfen, die wirtschaftlichen Folgen einzuordnen.

In den Ländern am Persischen Golf sind etwa 1.800 deutsche Unternehmen tätig. Großprojekte wie die Expo 2020 in Dubai, die Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar oder die Vision 2030 in Saudi-Arabien haben die Nachfrage aus Deutschland, insbesondere nach Maschinen und Ausrüstungen, erhöht. Nun bleibt abzuwarten, wie sich das Geschäft mit der Region weiterentwickelt. Einige Länder haben bereits Sondermaßnahmen ergriffen, um die Zollabfertigung und den Warenverkehr aufrechtzuerhalten.

Von besonderer Bedeutung ist die Straße von Hormus: Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean und gilt als eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Ölhandel. Für die Passage gilt nun ein erhöhtes Bedrohungsniveau. Der Transit ist eingeschränkt, etwa wenn Reedereien Fahrten aussetzen oder wenn Kriegsrisikodeckungen nur noch zu deutlich höheren Prämien verfügbar sind. Unternehmensvertreter bestätigen dies: "Für Unternehmen ist deshalb weniger die nautische Passage selbst entscheidend als die Frage, ob Transporte kurzfristig versicherbar bleiben und ob sich Kosten und Laufzeiten noch verlässlich kalkulieren lassen."

Wir wünschen Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!

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