Brücke in Deutschland | Bridge in Germany Brücke in Deutschland | Bridge in Germany | © GettyImages/Klaus Voigt / EyeEm

Regionen im Strukturwandel

Mit Beginn des neuen Jahres 2020 hat Germany Trade & Invest (GTAI) als Außenwirtschaftsagentur des Bundes ihr Aufgabengebiet in der Wirtschaftsförderung erweitert. Neben den Geschäftsfeldern Exportförderung, Investorenanwerbung und Standortmarketing legte die GTAI ihren vierten Schwerpunkt bisher auf die Förderung der neuen Bundesländer einschließlich Berlins. Dieser regionale Fokus wurde auf Regionen im Strukturwandel sowie vom Kohleausstieg betroffene Gebiete in der gesamten Bundesrepublik ausgeweitet.

Strukturwandel in Deutschland

Die Förderung erfolgt unter anderem mithilfe von Investorenveranstaltungen zu ausgewählten Industrien, Delegationsreisen für die Anbahnung von Geschäftskontakten im In- und Ausland oder Marketingmaßnahmen für ausgewählte Cluster und Netzwerke.

Strukturwandel zeigt sich in ganz unterschiedlichen Facetten. In Deutschland liegen die Ursachen insbesondere in den Umbrüchen der deutschen Wiedervereinigung vor 30 Jahren, dem Wegbrechen „alter“ Industrien wie Kohle und Stahl, der Digitalisierung, der Energiewende und des Klimawandels. Das stellt die betroffenen Regionen vor Herausforderung, bietet gleichzeitig aber auch Chancen auch für Unternehmen aus dem In- und Ausland den Wandel mit innovativen Lösungen mitzugestalten und die Potenziale vor Ort zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise eine vergleichsweise gute Verfügbarkeit von großen Industrieflächen und Arbeitsplätze, Kooperationsmöglichkeiten mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie Fördermittel.

Die Gebiete, die von GTAI besonders bei ihrer Internationalisierung unterstützt werden, entsprechen der GRW-Karte und sind in der nachfolgenden Karte blau hervorgehoben. GTAI berät Sie gern zu den Perspektiven in den Strukturwandelregionen und möglichen Fördermitteln.




Auslandsmärkte erschließen

Um langfristig eine Angleichung der ostdeutschen an die westdeutsche Wirtschaft zu erreichen, muss die Internationalisierung der ostdeutschen Wirtschaft erheblich verbessert werden. Aktuell sind Unternehmen in den neuen Bundesländern weniger exportorientiert, ostdeutsche Unternehmen haben weniger Kunden oder Partnerunternehmen im Ausland. Zwar stieg die Exportquote des verarbeitenden Gewerbes in den neuen Bundesländern 2017 auf über 36 Prozent, lag damit aber immer noch deutlich unter der Exportquote westdeutscher Unternehmen (knapp 50 Prozent). Hier müssen Strukturen aufgebaut werden, um Unternehmen gezielt auf Auslandsmärkte vorzubereiten.



Unsere Maßnahmen 2019


Direktinvestitionen erhöhen:

GTAI wird 2019 weiter die Internationalisierung ostdeutscher Unternehmen fördern. Wir setzen dabei auf den direkten Kontakt ausländischer Unternehmen zu Unternehmen in Ostdeutschland. Wir planen verschiedene Delegationsreisen mit Unternehmens- und Branchenvertretern aus dem Ausland zu verschiedenen Standorten in den neuen Bundesländern - jeweils mit Fokus auf eine bestimmte Branche.

Wir setzen dabei auf eine Vernetzung lokaler Mittelständler mit internationalen Unternehmen, sei es um neue Kunden zu akquiriren, Investitionspartner zu finden oder Partner für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufzutun. Der Branchenfokus wird 2019 auf der Medizintechnik, Mobilität der Zukunft (zum Beispiel Batterietechnik, Elektromobilität) sowie den erneuerbaren Energien liegen.


Stärken des Standortes:

Gleichzeitig wollen wir die internationale Vermarktung des Standortes weiter vorantreiben. Anhand von Leuchtturmprojekten präsentieren wir die Stärken der neuen Bundesländer: Innovationskraft, hochqualifizierte Arbeitskräfte sowie eine moderne Infrastruktur, die innerhalb Europas ihresgleichen sucht. In diesem Zusammenhang werden wir auch die Internationalisierung der ostdeutschen Spitzencluster weiterentwicklen.

Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten werden die Themen Energie und Umwelt stehen, vor allem im Kontext der gesamtdeutschen Herausforderung der Energiewende. Welche - internationale - Vorreiterrolle kann der Standort Ostdeutschland hier bei der Entwicklung von Lösungsansätzen übernehmen?


Förderangebot ausbauen:

Unsere Maßnahmen zur Förderung der neuen Bundesländer sind nicht singulär auf eine Region zugschnitten. Vielmehr sehen wir darin Möglichkeiten, strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zu unterstützen. Dabei identifizieren wir die Stärken und Entwicklungspotenziale einzelner Regionen. Womit kann die lokale Wirtschaft gestärkt werden? Fehlen Investitionen oder bedarf es einer stärkeren Internationalisierung der ansässigen Unternehmen?

Unsere Maßnahmen haben sich bewährt und bilden eine Grundlage, sie perspektivisch auch an anderen Standorten Deutschlands einzusetzen. Wir werden 2019 unseren Maßnahmenkatalog gezielt ausbauen, um zukünftig strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zu fördern.


www.powerhouse-eastern-germany.de

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