Arbeiter analysieren Maschinen in der Industrie Arbeiter analysieren Maschinen in der Industrie | © istock/Portra

Förderung der neuen Bundesländer

Unter dem Titel "Powerhouse Eastern Germany" richten wir den Fokus auf die Internationalisierung der ostdeutschen Wirtschaft: bei Investorenanwerbung, Standortmarketing und Exportförderung. Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall unterstützen wir auch weiterhin das Zusammenwachsen von West und Ost.


Vor 30 Jahren fiel die Mauer, die 28 Jahre die deutsche Teilung symbolisierte

Ein Jahr danach fand die Wiedervereinigung statt. Doch die anfängliche Euphorie musste einer harten Realität weichen: Die Wirtschaft der ehemaligen DDR sollte von Grund auf neu aufgebaut werden - ein Prozess, der nicht einfach war und ist. Wie hat sich Wirtschaftsstandort neue Bundesländer seitdem entwicklet? Welche Erfolge wurden erzielt und welche Defizit bestehen noch?

Bis heute ist Ostdeutschland - in einem beispiellosen Entwicklungsprozess - zu einem international wettbewerbsfähigen, hochmodernen Standort hreangewachsen. Modernste Fertigungsanlagen und Spitzenforschungscluster haben sich etabliert, komplett neue Industriezweige wurden aufgebaut und machen den Standort attraktiv für Großinvestitionen international operierender Konzerne. Erst im vergangenen Herbst gab CATL, Chinas größter Hersteller von Lithium-Ionen Akkumulatoren, den Bau einer neuen Fabrik in Thüringen bekannt.

Ost und West sind noch nicht gleich auf

Die Grundlage für diesen Aufholprozess ist ein starker Mittelstand - Basis einer dynamischen ostdeutschen Wirtschaft, der in den vergangenen Jahren viele neue Arbeitsplätze geschaffen hat. 2017 betrug die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland 7,6 Prozent, 2007 lag sie bei 15 Prozent.


Trotzdem klafft noch immer eine Lücke zwischen Ost und West, zwischen strukturschwächeren und strukturstärkeren Regionen - auch innerhalb Ostdeutschlands. Die Wirtschaftskraft Ostdeutschlads hat zwar den Durchschnitt der Europäischen Union so gut wie errreicht, lag 2017 aber lediglich bei rund 73 Prozent des westdeutschen Vergleichswertes. Auch beim verfügbaren Einkommen bestehen weiterhin große Unterschiede: 2016 betrug dieses nur 84 Prozent des westdetuschen Niveaus.

Auslandsmärkte erschließen

Um langfristig eine Angleichung der ostdeutschen an die westdeutsche Wirtschaft zu erreichen, muss die Internationalisierung der ostdeutschen Wirtschaft erheblich verbessert werden. Aktuell sind Unternehmen in den neuen Bundesländern weniger exportorientiert, ostdeutsche Unternehmen haben weniger Kunden oder Partnerunternehmen im Ausland. Zwar stieg die Exportquote des verarbeitenden Gewerbes in den neuen Bundesländern 2017 auf über 36 Prozent, lag damit aber immer noch deutlich unter der Exportquote westdeutscher Unternehmen (knapp 50 Prozent). Hier müssen Strukturen aufgebaut werden, um Unternehmen gezielt auf Auslandsmärkte vorzubereiten.


Unsere Maßnahmen 2019


Direktinvestitionen erhöhen:

GTAI wird 2019 weiter die Internationalisierung ostdeutscher Unternehmen fördern. Wir setzen dabei auf den direkten Kontakt ausländischer Unternehmen zu Unternehmen in Ostdeutschland. Wir planen verschiedene Delegationsreisen mit Unternehmens- und Branchenvertretern aus dem Ausland zu verschiedenen Standorten in den neuen Bundesländern - jeweils mit Fokus auf eine bestimmte Branche.

Wir setzen dabei auf eine Vernetzung lokaler Mittelständler mit internationalen Unternehmen, sei es um neue Kunden zu akquiriren, Investitionspartner zu finden oder Partner für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufzutun. Der Branchenfokus wird 2019 auf der Medizintechnik, Mobilität der Zukunft (zum Beispiel Batterietechnik, Elektromobilität) sowie den erneuerbaren Energien liegen.


Stärken des Standortes:

Gleichzeitig wollen wir die internationale Vermarktung des Standortes weiter vorantreiben. Anhand von Leuchtturmprojekten präsentieren wir die Stärken der neuen Bundesländer: Innovationskraft, hochqualifizierte Arbeitskräfte sowie eine moderne Infrastruktur, die innerhalb Europas ihresgleichen sucht. In diesem Zusammenhang werden wir auch die Internationalisierung der ostdeutschen Spitzencluster weiterentwicklen.

Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten werden die Themen Energie und Umwelt stehen, vor allem im Kontext der gesamtdeutschen Herausforderung der Energiewende. Welche - internationale - Vorreiterrolle kann der Standort Ostdeutschland hier bei der Entwicklung von Lösungsansätzen übernehmen?


Förderangebot ausbauen:

Unsere Maßnahmen zur Förderung der neuen Bundesländer sind nicht singulär auf eine Region zugschnitten. Vielmehr sehen wir darin Möglichkeiten, strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zu unterstützen. Dabei identifizieren wir die Stärken und Entwicklungspotenziale einzelner Regionen. Womit kann die lokale Wirtschaft gestärkt werden? Fehlen Investitionen oder bedarf es einer stärkeren Internationalisierung der ansässigen Unternehmen?

Unsere Maßnahmen haben sich bewährt und bilden eine Grundlage, sie perspektivisch auch an anderen Standorten Deutschlands einzusetzen. Wir werden 2019 unseren Maßnahmenkatalog gezielt ausbauen, um zukünftig strukturschwache Regionen in ganz Deutschland zu fördern.


www.powerhouse-eastern-germany.de

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