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Branchen | Indonesien | E-Motorräder

Neue Fabrik in Indonesien für 60.000 E-Motorräder

Die Produktionsstätte von Volta im zentraljavanischen Semarang setzt auf Austauschbatterien.

Von Frank Malerius | Jakarta

Mitte November 2021 hat Volta Indonesia Semesta in Semarang eine Produktion für batteriebetriebene Motorräder aufgenommen. Die jährliche Kapazität liegt bei 60.000 Einheiten. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen dem Einzelhändler NFC Indonesia und dem Paketzusteller SiCepat Ekspres Indonesia. Die E-Motorräder sollen austauschbare Batterien haben. Zunächst könnten 100 Austauschstationen im Großraum Jakarta und 50 weitere in anderen Großstädten Javas entstehen. 

Auch das Großunternehmen Gojek, das Motorradtaxis und Lieferdienste unterhält, hat die Produktion von E-Motorrädern mit Austauschbatterien angekündigt - im Rahmen eines "Electrum" genannten Joint Ventures. 

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E-Motorräder fast nur kommerziell im Einsatz

Bisher sind in Indonesien nur wenige Tausend Zweiradstromer im Einsatz, bei einem Motorradgesamtbestand von 115 Millionen. Allerdings werden sie bislang nur von wenigen Mikrologistikern eingesetzt. Das erste heimisch produzierte Modell, Viar, fristet daher ein Nischendasein.

Die meisten Motorradtaxifahrer und -zusteller nutzen jedoch ihr privates Gefährt. Ihr Verdienst ist so gering, dass längere Ladezeiten oder ein größerer Umweg zu einer Austauschstation das Geschäftsmodell zunichte machen könnten. Außerdem haben ärmere Bevölkerungsschichten zu Hause oftmals eine so geringe installierte Stromspannung, dass sich dort ein E-Motorrad nicht problemlos laden lässt. Etwa zwei Drittel des Stroms im Land wird aus Kohle gewonnen.

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