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Branchen | Dänemark | Windenergie

Politische Ziele

Für Dänemark sind erneuerbare Energien nicht nur ein Mittel, um die Versorgung im Inland nachhaltig zu gestalten. Grüner Strom soll auch zum Exportschlager werden.

Dänemark setzt auf Wind- und Sonnenenergie

Dänemark will seinen Verbrauch fossiler Rohstoffe für Strom und Wärme von 2019 bis 2030 um etwa 90 Prozent reduzieren. Laut einem Bericht der dänischen Energieagentur soll die Stromerzeugung dann hauptsächlich auf Sonnen- sowie Windenergie beruhen und der verbleibende thermische Anteil der Stromerzeugung auf Biomasse. Kohle, Erdöl oder Erdgas sollen nur noch zu Spitzenlastzeiten und als Reserve dienen.

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Um dies zu erreichen, wurde Ende Juni 2022 ein neues Klimaabkommen durch eine breite Parlamentsmehrheit angenommen. "Mit dieser Vereinbarung wird Dänemark zu einem großen grünen Kraftwerk für ganz Europa. [Wir wollen] Voraussetzungen schaffen, um die dänische Offshore-Windenergie bis 2030 zu verfünffachen", erklärte Dan Jörgensen, Minister für Klima, Energie und Versorgung.

Die derzeit installierte Offshore-Leistung soll von etwa 2,5 Gigawatt (GW) bis 2030 auf knapp 13 Gigawatt steigen. So will das Land auch den Verpflichtungen aus dem im Mai unterzeichneten Esbjerg-Abkommen sowie dem drei Monate später gefolgten Marienborg-Abkommen nachkommen. Insgesamt wollen die zehn Unterzeichnerstaaten über Offshore-Wind-Kapazitäten von knapp 85 Gigawatt bis 2030 und bis zu 243 Gigawatt im Jahr 2050 in der Ost- und Nordsee verfügen.

Allerdings soll nicht der Eindruck entstehen, dass Dänemark nur noch Energie auf dem Meer generieren will. Bereits im Frühjahr kündigte Premierministerin Mette Frederiksen an, die Produktion erneuerbaren Stroms an Land bis 2030 vervierfachen zu wollen: Onshore-Wind und Solar sollen dann jährlich etwa 50 Terawattstunden (TWh) liefern.

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