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Antidumping - Regaleinheiten aus Stahl mit Ursprung in China

Die Europäische Kommission korrigiert die Warendefinition. Die betroffenen Einfuhren werden zollamtlich erfasst. 

Stefanie Eich

Von Stefanie Eich | Bonn

Im Juni 2026 leitete die EU-Kommission ein Antidumpingverfahren ein, das Schraub- und Steckregale mit Ursprung in China betrifft. Nun gibt sie die Berichtigung der Warendefinition bekannt. 

Diese Waren sind betroffen 

Die Untersuchung betrifft verschraubte und schraubenlose Regaleinheiten aus Stahl und deren Bauteile, nämlich Stahlständer mit zwei flachen Verbindungsflächen und Stahlträger ohne angeschweißte vertikale Verbindungselemente, sofern die Regaleinheit eines dieser Bauteile enthält, auch mit Regalböden (unabhängig von deren Material). 

Diese Warendefinition ersetzt die Bisherige, die folgendermaßen lautete: "Schraub- und Steckregale aus Stahl und deren Bauteile, nämlich Wandschienen mit zwei flachen Verbindungsflächen und Stahltraversen ohne angeschweißte Stützenverbinder, wenn das Regal solche Bauteile enthält, auch mit Fachböden (unabhängig von ihrem Material)."

Die Ware wird derzeit unter den folgenden KN-Codes eingereiht: ex 9403 20 80 (TARIC-Code 9403 20 80 20) ("andere Metallmöbel“) und ex 9403 99 10 (TARIC-Code 9403 99 10 20) ("Möbelteile aus Metall“).

Zollamtliche Erfassung der Einfuhren

Die EU erfasst alle Einfuhren von Waren, die Gegenstand einer Antidumping- oder Antisubventionsuntersuchung sind. Mit einer zollamtlichen Erfassung ist es möglich, Antidumping- bzw. Ausgleichszölle unter bestimmten Bedingungen auch rückwirkend zu erheben. Die EU-Kommission ordnete die zollamtliche Erfassung aller Einfuhren, die Gegenstand der Antidumpinguntersuchung, ab 12. September 2026 an.

So sieht der Zeitplan aus

Die Kommission hat insgesamt 14 Monate Zeit, um die Untersuchung abzuschließen. Es besteht die Möglichkeit, vor Abschluss des Verfahrens vorläufige Maßnahmen einzuführen. Dies geschieht in der Regel sieben bis acht Monate nach Veröffentlichung der Einleitungsbekanntmachung, sofern die Kommission davon Gebrauch macht.

Das Verfahren wurde auf Antrag des European Metal Shelving Manufacturers’ Defence Committee im Namen des Wirtschaftszweigs der EU eingeleitet. 

Quellen: 

  • Durchführungsverordnung (EU) 2026/2023 der Kommission vom 10. September 2026 zur zollamtlichen Erfassung der Einfuhren von Schraub- und Steckregalen aus Stahl mit Ursprung in der Volksrepublik China, um die Erhebung von Antidumpingzöllen auf die zollamtlich erfassten Einfuhren zu ermöglichen; ABl. L vom 11. September 2026; 
  • Bekanntmachung der Einleitung eines Antidumpingverfahrens betreffend die Einfuhren von Schraub- und Steckregalen aus Stahl mit Ursprung in der Volksrepublik China; ABl. C vom 10. Juni 2026.