Sie sind ein ausländisches Unternehmen, das in Deutschland investieren möchte?
China baut seine Präsenz auf Auslandsmärkten seit Jahren systematisch aus. Für deutsche Unternehmen entsteht daraus ein immer spürbarer Wettbewerb, nicht nur in China, sondern auch auf Drittmärkten. Die Sonderseite soll deutsche Unternehmen dabei unterstützen, diese Entwicklungen einzuordnen und strategisch darauf zu reagieren oder auch Chancen zu nutzen. Sie bietet kompakte Analysen zu Chinas globaler Strategie, aktuelle Marktbeobachtungen aus unseren Auslandsbüros sowie konkrete Praxisbeispiele zum Umgang mit dem steigenden Wettbewerb.
Das Reich der Mitte verfolgt eine langfristige Modernisierungsstrategie bis zum 100-jährigen Staatsjubiläum 2049. Zahlreiche politische Pläne zahlen auf das übergeordnete Ziel ein, das Land technologisch und wirtschaftlich an die Weltspitze zu führen und unabhängiger vom Ausland zu machen. Dafür setzt China auf den Aufbau vollständiger Wertschöpfungsketten, die strategische Sicherung kritischer Rohstoffe und die Kontrolle von Transportwegen sowie Logistikinfrastruktur.
Programme wie Made in China 2025, die neue Seidenstraße und die Fünfjahrespläne greifen dafür ineinander, bündeln staatliche Ressourcen und fördern gezielt Schlüsseltechnologien. So engagieren sich chinesische Unternehmen zunehmend auch in Hochtechnologiefeldern wie erneuerbare Energien, Elektromobilität, digitale Infrastruktur, Maschinenbau, Robotik oder industrielle Dienstleistungen. Damit treten sie immer häufiger in direkten technologischen Wettbewerb zu deutschen Firmen auf wichtigen Drittmärkten in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa.
Die wachsende Präsenz chinesischer Unternehmen auf globalen Märkten fordert Europa und Deutschland strategisch heraus. Die EU stärkt mit Global Gateway ihre internationale Präsenz und nutzt handelspolitische Instrumente, um faire Wettbewerbsbedingungen zu sichern. Die Bundesregierung setzt mit ihrer China-Strategie auf Risikoreduzierung, Diversifizierung und Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz. Auch andere Länder verfolgen De-Risking-Konzepte, um China-Abhängigkeiten beispielsweise bei der Rohstoffsicherung zu reduzieren.