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Wirtschaftsumfeld | Indonesien | FDI

Auslandsinvestitionen in Indonesien stiegen im 1. Halbjahr 2021

Der Zufluss ausländischer Mittel erreichte den höchsten Halbjahresstand seit dreieinhalb Jahren. Doch für das 3. Quartal 2021 wird ein Abschwung erwartet.

Von Frank Malerius | Jakarta

Indonesien hat in den ersten sechs Monaten 2021 knapp 15,7 Milliarden US-Dollar (US$) an ausländischen Direktinvestitionen (FDI) eingeworben. Das ist ein Anstieg von etwa 15 Prozent gegenüber demselben Vorjahreszeitraum und der höchste Halbjahreswert seit dem 3. und 4. Quartal 2017. Allerdings verursachen Umrechnungskurse Verzerrungen der Zahlen. Für das 3. Quartal 2021 wird nach dem Corona-Lockdown in weiten Landesteilen über fast den gesamten Juli und im August ein geringerer FDI-Zufluss erwartet.

Indonesien hat im Oktober 2020 eine umfassende Liberalisierung des Investitionsrechts beschlossen, deren Durchführungsbestimmungen Anfang 2021 festgelegt wurden. In wie weit sie bereits zum Anstieg der Mittel beigetragen hat, ist unklar. Denn viele Investitionen werden Beobachtern zufolge nur ungenau und mit teils großer zeitlicher Verzögerung erfasst.

Über die Hälfte des FDI entfiel laut Investitionsbehörde BKPM auf die Verarbeitende Industrie. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insbesondere hier will die Regierung vermehrt ausländische Mittel einwerben. Zweiter Sektor im Fokus ist die Landwirtschaft. Deren Zuflüsse sind aber nach wie vor gering.

Knapp 55 Prozent der FDI kamen aus Singapur, Hongkong und China. Die Niederlande sind der einzige größere Investor aus Europa. Deutschland rangiert mit 107,5 Millionen US$ auf Rang 13.

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