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Branchen | Kanada | Wasserstoff

Deutsch-Kanadischer Aufruf zur Wasserstoffkooperation

Die kanadische und deutsche Regierung bieten Förderung für Verbundprojekte zur Herstellung, Speicherung, Verteilung und Integration von grünem Wasserstoff in Energiesysteme an. 

Von Daniel Lenkeit | Toronto

Das Bundesforschungsministerium startet zusammen mit dem kanadischen National Research Council (NRC) einen Förderaufruf für gemeinsame Forschungsprojekte zwischen Deutschland und Kanada zum Thema grüner Wasserstoff. Marktreife und marktnahe Projekte, die den aktuellen Stand der Forschung abbilden, stehen im Fokus.

Die Laufzeit der Verbundprojekte kann 36 Monate betragen und sie können mit bis zu 750.000 Euro pro Projekt als nicht rückzahlbare Zuwendung unterstützt werden. 

Explizit angesprochen sind dabei neben deutschen Universitäten und Forschungsinstituten auch kleine und mittelständische Unternehmen, die Teil der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft werden sollen.

Gefördert werden Verbundprojekte mit mindestens fünf Teilnehmern, darunter mindestens drei kanadische und zwei deutsche Partner, die eines der folgenden Themen bearbeiten:

  1. Angewandte Forschung zur Förderung des grundlegenden Verständnisses der Wasserstoffproduktion, einschließlich Elektrochemie, Fotokatalyse und Speichertechnologien oder -medien.
  2. Entdeckung, Entwicklung und fortgeschrittene Charakterisierung neuer oder neuartiger Materialien und Komponenten, einschließlich Katalysatoren, Elektroden und Membranen zur Verbesserung von Geräten, Produktion und Transport von Wasserstoff.
  3. Fortgeschrittene Methoden für die Herstellung, Charakterisierung und Analyse oder Klassifizierung von Werkstoffen oder Bauteilen unter Verwendung von Hochdurchsatzmethoden wie fortgeschrittene Modellierung, durch künstliche Intelligenz unterstützte Methoden und Materialbeschleunigungsplattformen.
  4. Einsatz fortgeschrittener Modellierung auf Systemebene und Produktions- oder Prozessgestaltung, insbesondere zur Steigerung der Kosteneffizienz von Wasserstofftechnologien. Dies schließt die Verwendung von technisch-wirtschaftlichen und Lebenszyklus-Bewertungen von Wasserstoffproduktionspfaden im Kontext der kanadischen oder deutschen Energiesysteme ein.
  5. Geräteentwicklung, Prototyping und Systemvalidierung im Zusammenhang mit der Herstellung, Verwendung, Beförderung oder Speicherung von Wasserstoff, Wasserstofftransportinfrastruktur und -logistik, einschließlich der Architektur von Tankstellennetzen.
  6. Lösungen für die Integration von Wasserstoff-Wertschöpfungsketten in nationale Energiesysteme.

Die Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, die Kosten bei der Herstellung grünen Wasserstoffs zu senken, um diesen als wettbewerbsfähigen Energieträger zu etablieren. Weitere Ziele seien neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Transport- und Speicherinfrastruktur von Wasserstoff.

Über eine Registrierung auf dieser Plattform können Unternehmen vom 4. November bis zum 10. Dezember 2021 B2B-Meetings ansetzen und potenzielle kanadische Partner finden, um sich auf die Ausschreibung zu bewerben. 

Die Bewerbungsfrist ist der 21. März 2022 und deutsche Antragsteller senden ihre Projektskizze an:

Dr. Barbara Hellebrandt

Telefon: +49 228/38 21-1433

Telefax: +49 228/38 21-1444

E-Mail: Barbara.Hellebrandt@dlr.de

Kanada und Deutschland haben bereits im März 2021 eine Energiepartnerschaft unterzeichnet, welche die Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich grüne Energien fördern soll. Die kanadische Wasserstoffproduktion soll dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.

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