Podcast Weltmarkt
Folge 35: Kritische Rohstoffe: Wege aus der Abhängigkeit von China
- Juni 2026 -
Kritische Rohstoffe treiben die Zukunft und sind geopolitisch hart umkämpft. WELTMARKT zeigt, wie abhängig wir sind und welche Auswege es gibt.
Ohne kritische Rohstoffe geht zurzeit nichts mehr: Denn Zukunftstechnologien, Transformation und unsere komplette Wirtschaft hängen von ihnen ab. Seltene Erden & Co. stecken in E-Autos, Drohnen, Windrädern, Solarzellen und Handys. Gleichzeitig sind sie aber ein Spielball der Geopolitik.
WELTMARKT spricht über die aktuelle Lage mit Dr. Erik Eschen, dem CEO des deutschen Unternehmens Vacuumschmelze, das für die Produktion von Permanentmagneten zwingend Seltene Erden braucht. Vacuumschmelze setzt bereits jetzt stark auf Recycling, doch das reicht bei weitem noch nicht. Im Anschluss erörtern wir mit der GTAI-Expertin für kritische Rohstoffe, Edda Wolf, wie Seltene Erden & Co. sicherheitsrelevant werden konnten. Und wie Politik und Unternehmen versuchen, die Abhängigkeit von China zumindest zu verringern – mal mit weniger und mal mit mehr Erfolg.
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Gäste in dieser Folge
Erik Eschen
Seit mehreren Jahre führt Dr. Erik Eschen als CEO die VAC-Gruppe/VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG, ein führendes Unternehmen für magnetische Werkstoffe und Lösungen. Die VAC ist der einzige westliche Hersteller von Hochleistungs-Dauermagneten und beliefert Schlüsselbranchen wie Automobil, Energie und Elektronik. Erik Eschen arbeitete zuvor als Chief Financial Officer der Keller Holding GmbH und in leitenden Managementpositionen bei der Bilfinger Berger Group. Zudem war er als Senior Consultant im Bereich Financial Advisory Services bei BDO Deutsche Warentreuhand AG tätig. Er absolvierte sein Studium der Betriebswirtschaftslehre und promovierte im Bereich Strategie und Mergers & Acquisitions an der Freien Universität Berlin, an der er zudem umfangreich wissenschaftlich publizierte.
Edda Wolf
Edda Wolf ist Bereichsleiterin Rohstoffe bei Germany Trade & Invest. Die studierte Diplom-Volkswirtin und zertifizierte Rohstoff-Risikomanagerin unterstützt Unternehmen dabei, ihre Rohstoffstrategien angesichts geopolitischer Risiken resilient aufzustellen, vermittelt Kontakte zu Rohstoffanbietern aus EU-Partnerländern und betreut Investoren. Ihr Fokus liegt auf kritischen Mineralen und den Initiativen der deutschen Bundesregierung sowie der Europäischen Union zur Sicherung der Rohstoffversorgung. Dabei arbeitet sie eng mit der Deutschen Rohstoffagentur in Berlin und den Kompetenzzentren für Bergbau und Rohstoffe der deutschen Auslandshandelskammern zusammen.
Weiterführende Informationen
Infos zu Kritischen Rohstoffen bei GTAI
Deutsches Bergbau- und Rohstoffnetzwerk
IWKS, Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS
Transkript der Folge
| Das folgende Transkript wurde zum Zwecke der Barrierefreiheit mit einer Spracherkennungssoftware erstellt und danach auf offensichtliche Fehler hin korrigiert. Es entspricht nicht unseren Ansprüchen an ein vollständig redigiertes Interview. Vielen Dank für Ihr Verständnis. |
Dr. Erik Eschen Das ist für mich die perfekte Industriespionage. Und ich bin manchmal erstaunt, wirklich erstaunt, wie naiv der eine oder andere Kunde sagt, oh ja, das machen wir, weil wir sind hier in Not und brauchen dringend die Magneten aus China.
Edda Wolf Dieser Weg zur Resilienz, der hat ja praktisch fünf zentrale Hebel. Das ist die Diversifizierung, die Off-Take-Verträge, Transparenz und Traceability der Lieferketten, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Und Substitution, also Ersatzmaterialien durch technologische Innovation.
Was Dr. Erik Eschen von Vacuumschmelze und Edda Wolf von Germany Trade & Invest hier beschrieben haben ist ein Problem - nicht nur für Deutschland. Die Versorgung mit den sogenannten kritischen Rohstoffen ist teuer und wird zunehmend zum Politikum - und zu einem politischen Druckmittel. Wie Unternehmen und Politik darauf reagieren – das erfahren Sie in dieser Ausgabe von WELTMARKT.
Wir beginnen mit Herrn Eschen von Vacuumschmelze – kurz VAC.
Hallo Herr Eschen, erzählen Sie doch mal, was die Vacuumschmelze herstellt.
Dr. Erik Eschen Wir haben zwei große Produktbereiche. Der eine sind sogenannte soft-magnetische Materialien. Das sind Werkstoffe bzw. Produkte aus Werkstoffen, die selbst nicht permanent magnetisch sind, aber sehr sensibel auf elektromagnetische Felder reagieren. Und der andere Bereich, deswegen sitzen wir wahrscheinlich hier, ist, wir sind der letzte Hersteller von Dauermagneten in der westlichen Welt. Und da fangen wir dann auch nicht bei der Mine direkt an, sondern mit sogenannten Flakes und die verarbeiten wir hier weiter.
So ein Dauermagnet sieht relativ einfach aus wie ein Stück Metall, aber um die Präzision hinzukriegen und die Performance unserer Magnete, steckt eine Menge Technologie drin und da sind wir die Einzigen, die das im Westen noch beherrschen. Wir haben unser altes traditionelles Werk hier in Deutschland. Wir haben weiteres Werk in Finnland und jetzt gerade ein sehr sehr großes Werk in den USA aufgebaut.
Ich wundere mich etwas über das C in Vacuumschmelze. Haben Sie den Firmennamen internationalisiert?
Dr. Erik Eschen Wir sind ein über 100 Jahre altes Unternehmen und das wird eben so, wie man Vakuum früher schon mal geschrieben hat, mit C geschrieben. Das ist die Vacuumschmelze aus Hanau. Wir sind auch noch in den Gebäuden aus der Gründungszeit von 1919. Der Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Heraeus, Dr. Rohn, der hatte die Idee, wertvolle Materialien, insbesondere Platin, einzusparen, indem weniger edle Metalle unter Vakuum geschmolzen werden und dann für elektronische oder für Messgeräte einzusetzen.
Und obwohl wir so alt sind, sind wir maßgeblich an vielen High-Tech-Produkten beteiligt. Von der Elektromobilität. Die Solarindustrie ist ein wichtiger Kunde von uns. Das größte Aggregat, was wir jemals gebaut haben bei Dauermagneten, ist auf der ISS. Wir sind in allen Luxusuhren. Wir spielen eine große Rolle oder mehr und mehr auch im Verteidigungsbereich. Es ist ein spannendes Unternehmen hier.
Und Sie schmelzen weiterhin unter Vakuum und in Hanau?
Dr. Erik Eschen Absolut. Heute schmelzen wir noch all unsere Legierungen für unseren größten Geschäftsbereich hier in Deutschland. Und von hier aus geht es dann in unsere Werke rund um die Welt. Also wir sind heute noch ein Schmelzbetrieb, deswegen auch ein Hochenergieverbraucher, was spannend ist, wenn dieser Produktionsprozess eben in Deutschland ist. Aber unsere Anlagen sind hier fest etabliert und wir sind auch stolz darauf, dass wir das in Deutschland machen. Wobei, das ist ganz klar zu sagen, wir sind hochvertikal integriert.
Wir verkaufen am Ende des Tages Sensoren, Schalter und viele andere Aggregate und wir schmelzen größtenteils für uns selbst. Wir verkauften auch teilweise dann Halbzeug an Kunden. Aber das ist nicht unser Kerngeschäft und da sind wir auch sehr selektiv, weil wir unsere Wettbewerbe nicht beliefern wollen, sondern die Endprodukte wirklich den Sensor mit Plastikcasing, mit Kupferwicklung. Und teilweise mit PCBAs drumherum, das stellen wir alles selbst her.
Wo überall haben Sie Standorte?
Dr. Erik Eschen Also unser Headquarter ist hier in Hanau, ist auch ein Riesenproduktionsstandort und R&D und die Verwaltung ist hier. Dann haben wir in Europa noch zwei weitere Standorte, nämlich einmal in Finnland, ein relativ kleiner Standort, der ausschließlich Dauermagnete produziert. Der Markennamen dort ist Neoram. Die sind auch unabhängig von uns, also gehören uns zu 100%, aber werden als Marke unabhängt geführt, weil auch viele Kunden wollen eine Dual Source haben und akzeptieren das, obwohl wir zur gleichen Gruppe dann gehören, außerhalb von Deutschland noch eine Produktion haben. Es geht ja manchmal um Risiken von Erdbeben, großen Flutkatastrophen. Wie kann ich meine Versorgung aufrechterhalten? Und Finnland ist dafür weit genug weg.
Dann haben wir ein weiteres Werk in Europa in der Slowakei. Dort produzieren wir auch alle drei Produktgruppen, weil es auch so nahe ist haben wir viele weiterverarbeitende Produktionsschritte dort und bringen dann die Abfallstoffe, die dort entstehen, gleich wieder zurück. 99,7, 99,8 Prozent aller Produktionsanfälle, die bei uns anfallen, werden intern recycelt. Wir nennen es Schrott, hört sich aber negativ an. Das sind einfach wertvolle Materialien, die sammeln wir alle ein und die werden dann hier in der Vacuumschmelze in Hanau wieder eingeschmolzen. Dann haben wir in Asien die beiden Standorte in China. Einmal 100% in Shenyang, einmal das Joint Venture in Beijing für Dauermagnete, in Shenyang nur Softmagnete. Dann haben ein sehr großes Werk in Malaysia.
Ein absolut toller Standort, den wir jetzt auch weiter ausbauen. Wir platzen aus allen Nähten. Wir haben vor drei, vier Jahren selbst die Kantine ausgeräumt, um noch Produktionsanlagen aufzustellen. Und jetzt reicht uns da der Platz nicht mehr und dann eben das große Werk in den USA.
Sitzen Ihre Kunden heute mehr im In- oder im Ausland?
Dr. Erik Eschen Wir haben einen großen Footprint in Deutschland traditionell, weil da kommen wir her. Wir sind mit dem Who is Who der deutschen Wirtschaft groß geworden. Also unser größter Kunde sitzt im Stuttgarter Raum, hat aber auch nur 5% Anteil an unserem Umsatz, aber fast alle Produkte, die dort zum Thema Elektromobilität hergestellt werden, kommen von der VAC oder haben VAC-Komponenten drin. Wir sind aber natürlich in ganz Europa stark vertreten. Wir haben sehr großes Wachstum in Nordamerika. Was aber auch sehr geopolitisch getrieben ist in Nordamerika aktuell und sind auch mit einem Anteil von knapp 20 Prozent in Asien unterwegs, wobei hier natürlich die Industrienationen Japan und Korea unser Hauptabnehmer sind. Wir haben aber auch große Standorte oder große Vertriebsorganisationen in Indien und natürlich China, insbesondere mit der Solarindustrie, ist ein wichtiger Kunde von uns.
Sie sagten vorhin, Sie sind der letzte Anbieter von Dauermagneten der westlichen Welt. Warum ist das so?
Dr. Erik Eschen Genau. Gute Frage. Der Dauermagnet, über den geopolitisch gerade gesprochen wird, wird aus seltenen Erden produziert oder seltene Erden sind ein wichtiger Bestandteil in diesen Magneten. Und die Innovation fand 1983 statt von Masato Sagawa aus Japan. Er hat gesehen, wenn er bestimmte Seltenen Erden mit in die Rezeptur einbringt, die Magnetstärke deutlich stärker ist. Wir hatten dann sehr schnell nach der Veröffentlichung von ihm 1984, 1985, angefangen mit der Produktion von Dauermagneten hier in Hanau. Es gab dann weltweit mehrere Anbieter. Aber was dabei wichtig war, ist eben der Zugang zu den Seltenen Erden. Und Seltene Erden klingt zwar, dass sie selten sind, so heißen sie, aber sind sie eigentlich nicht.
Das Problem ist, es gibt keine großen Vorkommen, wo es sich lohnt, sie zu fördern. Also das Minengeschäft. Weil sie sind relativ gleichmäßig an der Erdoberfläche verteilt.Es gab dann aber schnell Funde in China, insbesondere in der inneren Mongolei und in Süd-China. Dann hat China angefangen mit der Förderung dieser Seltenen Erden, aber gleichzeitig auch eine Strategie aufgelegt. Sehr clever. Wir wollen nicht nur die Rohstoffe beliefern, sondern wir wollen Teil der kompletten Wertschöpfungskette sein und wir wollen China weiter industrialisieren. Und das hat China konsequent durchgezogen und die Kapazitäten aufgebaut und haben sehr schnell eine eigene Industrie aufgebaut, sehr effizient. Wirklich sehr, sehr hohe Standards, auch gerade in den letzten zehn Jahren, die in China aufgebaut wurden.
Die Kapazität in China reicht vollkommen aus, um die Welt zu versorgen. Das hat dazu geführt, dass alle anderen Wettbewerber aus dem Markt ausgeschieden sind. Und wir sind die Firma, die im Prinzip diesen brutalen Wettbewerb überlebt hat. Aufgrund unserer Innovation, die wir immer wieder eingeführt haben. Wir haben sehr viele Spezialitäten. Wir haben viele Magneten, die unsere chinesischen Wettbewerber nicht herstellen können. Und dann hatten wir natürlich auch eine Kundschaft, die gesagt hat, okay, wir wollen die Vacuumschmelze weiterhin aufrechterhalten als ein Plan B, falls mal was passiert oder es gab Kunden, nicht nur aus dem Militärbereich, auch aus dem Industriebereich, die gesagt haben, ja, wir wollen keine komplette Abhängigkeit von einem Lieferanten, wie in diesem Fall China haben, sondern wir wollen noch einen zweiten Lieferant haben.
Aber auch Sie kommen nicht um China rum?
Dr. Erik Eschen Genau. Wir kommen aktuell nicht aus China komplett rum. Aus meiner Sicht hoffe ich auch, dass wir das nie müssen. Wir haben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit seit vielen Jahrzehnten mit China. Wir haben auch selbst Werke in China. Wir haben einen Joint-Venture-Partner in China, aber was wir merken, ist ganz klar, für bestimmte Projekte bekommen wir keine Materialien mehr aus China. Also China fährt ganz klar die Strategie, keine Materialien für Militärprojekte zur Verfügung zu stellen.
Wir müssen jetzt Anträge stellen. Übrigens ein Konzept, was wir im Westen entwickelt haben. Das setzen jetzt die Chinesen auch ein bei sich, um den Markt zu kontrollieren. Also es ist unglaublich aufregend, was wir die letzten drei, vier Jahren eigentlich auch mitbekommen geopolitisch. Persönlich glaube ich nicht, dass China das Interesse hat, dass die westliche Welt vollkommen unabhängig wird, weil damit würden sie sich zum einen das Verhandlungsthema komplett aus der Hand nehmen lassen und zum anderen ist es eine wichtige Industrie.
Gleichzeitig zeigen sie die Zähne und die Reaktion insbesondere der amerikanischen Regierung ist, in Nordamerika will man komplett unabhängig werden von China. In Europa, wenn ich eine Strategie erkennen möchte, wo ich nicht weiß, ob es wirklich eine europäische Strategie gibt, Europa ist da ein bisschen komplizierter, dann ist es definitiv nicht die vollständige Unabhängigkeit von China, sondern ausreichend Kapazitäten und Know-how auf unserem Kontinent zu haben oder in unserer Region zu haben, um nicht mehr epressbar zu sein und da spielen wir eine wesentliche Rolle.
Sie haben Ende des vergangenen Jahres ihr erstes Werk in den USA eröffnet und 200 Millionen US-Dollar vom Verteidigungsministerium an Zuschüssen bekommen. Sicherlich auch deswegen, weil Vacuumschmelze für die Vereinigten Staaten immens wichtig ist. Warum ist das so?
Dr. Erik Eschen Weil die Vereinigten Staaten unabhängig werden wollen und weil natürlich das Thema Dauermagnete/Seltene Erden in diesem Tarifkonflikt so eine große Bedeutung für die USA haben, dass sie Tarifs überhaupt durchsetzen können, ist da ein großer Fokus drauf. Wir haben aus Hanau die letzten Jahrzehnte für das Department of War und für die entsprechende Industrie haben wir die Magnete geliefert und es war immer die Anfrage: Sagt mal, könnt ihr das nicht auf US soil machen, also in den USA für uns herstellen.
Da ist immer das Problem, die Mengen, die das Militär braucht, sind so gering, dass es kein Werk rechtfertigt. Und wir haben vor mittlerweile drei Jahren einen Vertrag mit General Motors abgeschlossen für die Elektromobilität ein Werk zu bauen in den USA und haben, nachdem wir das abgeschlossen haben, und das ist mir wichtig, wir haben das Werk angekündigt, wir haben die Verträge geschlossen, ohne jegliche Subvention, ohne Zuschüsse. Erst dann sind wir zum Verteidigungsministerium gegangen und haben gefragt: Sag mal, wir bauen jetzt sowieso ein Werk, ihr wolltet ja immer, dass wir in die USA gehen und dass ihr die Magnete aus den USA direkt bekommt, habt ihr Interesse hier mitzumachen und daraufhin haben wir sehr viel Zuschüsse bekommen und das Werk steht jetzt und läuft und wir sind extrem stolz drauf.
Im Vorgespräch haben sie gesagt, dass das Thema Recycling zwar bereits jetzt wichtig ist - in Zukunft aber an Bedeutung gewinnen wird. Wie wichtig ist für Sie Recycling?
Dr. Erik Eschen Also erstens, klares Statement, ganz klare Aussage: Wir können schon Stand heute beziehungsweise Stand vor vielen Jahren 100% recyceltes Material bei uns einsetzen. Also theoretisch brauchen wir keine Mine, sondern wir haben uns komplett eingestellt auf recycletes Material. Absolut möglich. Deswegen spielt das eine große Rolle. Die großen Mengen kommen halt aus zwei Quellen zukünftig, auf die wir hoffen, aber das wird noch dauern. Die erste große Welle wird kommen, wenn die kleineren Windmühlen, also stromerzeugende Windmühlen, abgebaut werden und durch größere ersetzt werden.
Weil in diesen Aggregaten stecken Tonnen an Seltenen Erden einfach rauszunehmen und insbesondere in den alten Anlagen hat man einfach noch diese schweren Seltene Erden in großen Mengen mit reingeschmissen, weil damals stand das Zeug zur Verfügung, keiner hat sich den Kopf gemacht. So, wenn die auf den Markt kommen, das wird ein Game-Changer sein, aber das dauert noch. Und die zweite große Quelle, die irgendwann hoffentlich kommen wird, ist, wenn Elektroautos am Ende ihres Lebenszyklus sind und der Elektromotor ausgebaut wird.
Nur dazu müssen wir ja erst mal die Elektromobilität aufbauen. Da müssen die Elektroautos auch irgendwann kaputtgehen und recycelt werden, also es dauert noch. In fünf bis zehn Jahren fängt wahrscheinlich an dieses System zu leben, solange müssen wir noch warten. Und alles andere sind so kleine Showcases, die extrem wichtig sind, an denen wir arbeiten müssen. Die werden aber uns aktuell nicht retten.
Die momentan ausgesetzten Exportkontrollen aus China würden auch Sie treffen?
Dr. Erik Eschen Absolut. Was passiert ist, China versorgt die westliche Welt mit Seltenen Erden und Dauermagneten, fast ausschließlich. Es gibt noch ein paar japanische Anbieter und uns. Ich beschreibe es manchmal, und das meine ich nicht bösartig, sondern nur um das Bild zu malen: Sie sind ein guter Drogenhändler. Was die jetzt machen ist, die Amerikaner wollten Zölle einführen und jetzt zeigt der Drogenhändler, Moment mal, ist von mir abhängig und hat diese Exportkontrollen eingeführt. Aber, und das ist jetzt meine Interpretation, wovon ich als Strategie davon ausgehe, der Drogenhändler will ja nicht, dass wir durch den Cold-Turkey komplett durchgehen und unabhängig von ihm werden, sondern der will ja weiter, dass wir weiter zukünftig bei ihm kaufen.
So und deswegen gibt es diese Lizenzen, die werden eben vergeben. Immer, wenn die USA versuchen, wieder eine Maßnahme gegen China umzusetzen, werden die Lizenzen reduziert und wir hängen wieder und Industrieketten brechen zusammen. Das Spiel wird sehr interessant gespielt und für uns ist das auch von großer Bedeutung, weil ein Großteil unserer Rohstoffe, für Standard-Dauermagnete kriegen wir eben auch aus China, haben die Lizenzen und wir merken aber auch seitdem wir das Werk in den USA angekündigt haben, bekommen wir weniger Rohstoffen aus China als zuvor. Früher hatten wir da nie Probleme. Wie gesagt, wir haben auch die Werke in China, haben wir eigentlich auch einen guten Standpunkt und wir verhalten uns da auch neutral. Aber wir merken natürlich schon, dass die chinesische Regierung kein Interesse hat, dass wir einen Erfolg haben mit unseren Werken in den USA.
Wir versuchen eben die Beziehungen zu China natürlich aufrechtzuerhalten, weil aus einer europäischen Perspektive geht es nicht darum, komplett unabhängig zu werden, sondern nur nicht mehr komplett in der Abhängigkeit zu sein. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Unterschied. Und das versuchen wir eben mit unseren Partnern zu regeln. Wobei zwei Themen: Ein Teil der Lizenzpolitik, der glaube ich komplett unterschätzt wird von der europäischen Industrie, ist: Sie müssen ja nicht nur an die Lizenz beantragen, sondern auch genau angeben wofür es benutzt wird und teilweise auch das Endprodukt genau beschreiben, inklusive Bilder vom Produktionsprozess des Endprodukts und Bilder vom Endproduz selbst teilweise mit technischen Zeichnungen. Das heißt, wir geben, und ich rede jetzt nicht wir als Vacuumschmelze, sondern wir als europäische Industrie, jede Menge Know-How und Intellectual Property direkt nach China. Das ist für mich die perfekte Industriespionage.
Und ich bin manchmal erstaunt, wirklich erstaunnt, wie naiv der eine oder andere Kunde sagt, oh ja, das machen wir, weil wir sind hier in Not und brauchen dringend die Magneten aus China. Wo wir dann sagen, seid ihr euch wirklich sicher, wollt ihr das rübergeben? Also das wird, glaube ich, sehr unterschätzt, weil ich würde mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Kunden mehr Wettbewerb aus China in den nächsten Jahren erfahren wird mit Produkten, die sehr, sehr ähnlich oder im Zweifelsfall besser sind.
Vielen Dank nach Hanau nicht nur für ein Jahrhundert am Schmelzofen, das auf der ISS und in der Formel 1 gipfelt, sondern auch für den Einblick in globale Lieferketten und Chinas Erfolgsgeheimnis sowie ganz konkrete Ratschläge für deutsche Unternehmen.
Wir kommen jetzt zu Edda Wolf, Expertin für Kritische Rohstoffe bei Germany Trade & Invest. Eine grundsätzliche Frage vorweg - was sind das eigentlich, kritische Rohstoffe?
Edda Wolf Jedes Land hat seine eigene Liste der kritischen Rohstoffe und die Europäische Union spricht von kritischen Rohstoffen, wenn ein Material sehr wirtschaftlich sehr wichtig ist und gleichzeitig ein hohes Risiko für eine Versorgungsunterbrechung aufweist, weil es beispielsweise fast nur aus einem Land kommt. Insgesamt hat die Europäische Union im Critical Raw Materials Act 34 Materialien auf der Liste der kritischen Rohstoffe stehen. Dabei unterscheidet sie noch von den kritischen die strategischen Rohstoffe. Das ist eine Untergruppe von 17 Materialien und die sind nochmal ganz besonders zentral für Schlüsseltechnologien wie Verteidigungsindustrie, Raumfahrttechnik, Halbleiter, Batterien und erneuerbare Energien.
Wie dramatisch ist denn aktuell die Lage?
Edda Wolf Also die Versorgungslage ist sehr ernst, aber nicht hoffnungslos. Das Problem ist, dass Deutschland bei vielen kritischen Rohstoffen nahezu vollständig auf Importe angewiesen ist. Und das betrifft halt genau die Technologiemetalle und die Seltenen Erden, die wir für Zukunftstechnologien brauchen, wie für die Elektromobilität, die erneuerbaren Energien, also Solar-, Wind- und Energiespeicher, die Digitalisierung, die Quantentechnologien, humanoide Roboter und die Verteidigungsindustrie.
Gleichzeitig sind halt die Bezugsquellen oft stark konzentriert, oft wenige Länder wie China oder bei Cobalt die Demokratische Republik Kongo. Und das macht die Lieferketten sehr anfällig für geopolitische Spannungen, staatliche Eingriffe wie Exportbeschränkungen oder Störungen entlang der Transportrouten. Also die deutsche Automobilindustrie und die Industrieautomatisierung hängen sehr stark von Permanentmagneten aus Seltenen Erden ab. Die braucht man für die Elektromotoren und diese Seltenen Erden, die halt Neodym-Eisenbohrmagnete in Elektromotoren ermöglichen, die werden global zu 80 Prozent in China verarbeitet, bei schweren Seltenen Erden sogar zu 90 Prozent und wenn es diese Magnete nicht gibt, dann stehen beim E-Antrieb die einfach die Bänder still.
Ohne Lieferungen aus China geht bei bestimmten kritischen Rohstoffen nichts – stimmt das so?
Edda Wolf Ganz so absolut wäre das zu pessimistisch, aber für einige Schlüsselrohstoffen kommt das der Realität doch sehr nahe. China ist eben bei vielen kritischen Rohstoffen zwar als Abbauort geologisch nicht alternativlos, aber bei der Verarbeitung, Raffination, vor allen Dingen bei der Weiterveredelung zu den High-Tech-Materialien, die dann tatsächlich in den Batterien oder Magneten eingesetzt werden, ist es oft der zentrale Flaschenhals.
Beispielsweise liegt der Anteil chinesischer Unternehmen bei der Verarbeitung von schweren, seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium bei über 90 Prozent, von Wolfram bei 83 Prozent und bei Cobalt und Silizium jeweils bei 76 Prozent. Und diese Abhängigkeiten in der Verarbeitung und Veredelung sind das Druckmittel, das China gegen westliche Länder wie die Europäische Union, die USA, Japan und Südkorea in der Hand hält.
Was droht ab Mitte November?
Edda Wolf Die chinesischen Exportkontrollen waren ja am 9. Oktober 2025, also vergangenes Jahr, verschärft worden. Daraufhin drohten eben Produktionsstillstände in westlichen Industrieländern, woraufhin dann die Präsidenten Trump und Xi sich in Busan getroffen haben und eine Aussetzung bis zum 9. November 2026, also dieses Jahr, verhandelt haben. Das war das Ergebnis dieses Handelsarrangements. Ab 10. November diesen Jahres können sie jederzeit wieder scharf gestellt werden. Bis dann sind es nur noch 180 Tage. Aber das ist noch gar nicht alles, ja.
Das ist nur der Stand sozusagen vom Oktober letzten Jahres. Inzwischen droht den Unternehmen ja noch mehr Ungemach, weil China seine Lieferketten und Rohstoffpolitik inzwischen oft von einer Art, wie soll ich sagen, Verwaltungsinstrumenten, wie Exportkontrollen und Quoten auf die Ebene der nationalen Sicherheit gehoben hat und die erlauben Peking Lieferketten zu überwachen, einzugreifen und im Krisenfall Produktion, Transport und Versorgung zentral zu steuern. Und gleichzeitig institutionalisiert ein neues geplantes Gesetz zur Sicherheit der nationalen Reserven, der Entwurf ist vom 17. Januar und inzwischen schon sehr weit fortgeschritten im öffentlichen Konsultationsverfahren, dieser Gesetzentwurf bietet eine gesetzlich abgesicherte Möglichkeit zur Rohstoffkontrolle inklusive Pflichtlagerhaltung und der Eingriffsmöglichkeit bestehende Exportverträge auszusetzen. Und das Ganze, beide Vorschriften, haben so eine Art Anti-Sanktionslogik, die also das Risiko noch verstärkt.
Weil wenn jetzt deutsche Unternehmen zum Beispiel wegen Exportkontrollen der EU oder wegen Sanktionen der EU, oder ESG-Vorgaben ihre Geschäft oder ihre Verträge mit den chinesischen Unternehmen anpassen. Dann kann das, wenn das von China als Verstoß gegen die nationalen Interessen oder als Verstoss gegen die Sicherheit der chinesischen Industrie und Lieferketten gewertet wird zu einem Compliance-Dilemma führen. Wenn das von China als diskriminierendes Verhalten gewerted wird, dann behält sich China vor, mit Gegenmaßnahmen zu antworten, die reichen von Import-, Exportverboten, Investitionsbeschränkungen bis hin zu Blacklist auf einer Malicious Entity List. Und das würde natürlich die Geschäftsmöglichkeiten der deutschen Unternehmen in China stark einschränken.
Aber diese Bestimmungen sehen zum Beispiel auch vor, dass jederzeit neue Materialien zur Pflichtlagerhaltung dazugefügt werden können oder die Pflichtlagerbestände erhöht werden können von der Regierung. Und dann ist ja klar, was passiert. Dann werden diese Lagerbestände aufgestockt. Das heißt, diese Mengen werden vom Markt abgezogen, auch vom Weltmarkt. Das führt zu schlagartig steigenden Preisen und Lieferbeschränkungen bis hin zu Lieferstops. Bis dann sozusagen das Pflichtlagerhaltungsniveau erreicht ist und dann hoffentlich sich der Markt wieder normalisiert. Das klingt wie so eine Technikalität, diese neuen Bestimmungen und dieses neue Gesetz, aber das hat es ganz schön in sich.
Die EU versucht mit den sogenannten Rohstoffpartnerschaften mit einzelnen Ländern die Abhängigkeit von China zu verkleinern. Welche sind das und wie erfolgreich ist dieser Ansatz?
Edda Wolf Das beginnt bei A wie Australien, über K wie Kanada, bis hin zu S wie Südafrika, Südafrika war 2025 der jüngste Neuzugang, aktuell laufen Gespräche mit Brasilien. Das sieht erstmal sehr gut aus und die Aktivitäten in diesem Rahmen, eröffnen deutschen Unternehmen auch Möglichkeiten an Rohstoffe aus diesen Ländern einfacher zu gelangen. Die Tatsache ist jedoch, dass ein Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofes zu dem Fazit gelangt, dass die europäische Rohstoffpolitik leider not a rock-solid policy ist. Das Kernfazit der Prüfer war, dass die strategischen Partnerschaften zwar die Zusammenarbeit im Rohstoffbereich verbessern, aber bislang nur wenig zu einer tatsächlich sicheren Rohstoffversorgung beigetragen haben.
Gibt es auch positive Ansätze?
Edda Wolf Ein Ansatz, der unmittelbar relevant ist für deutsche Unternehmen und ihnen auch wirklich was bringt, sowohl angefangen vom Großunternehmen bis zum kleinen Mittelständler, ist die Energie- und Rohstoffplattform der EU. Die EU Energy and Raw Materials platform. Das ist eine elektronische Plattform für Anbieter und Nachfrager von Rohstoffen, sowie für Anbieter von Lagerhaltungsdienstleistungen und Finanzdienstleistungen. Im Zusammenhang mit Rohstoffen. Und der Zweck dieser Plattform ist, die Nachfrage für strategische Rohstoffe, also die 17 strategischen Rohstoff auf der EU-Liste zu bündeln und hier zu einem Matchmaking von Angebot und Nachfrage zu kommen.
Daneben unterstützt die Europäische Kommission auch Projekte für strategische Rohstoffe, die sogenannten strategischen Projekten. Da wird gefördert der Abbau, die Verarbeitung und das Recycling, sowie die Entwicklung von Ersatzmaterialien. Die Lösungen brauchen einfach Zeit. Die Lage bleibt halt kurz- und mittelfristig angespannt. Die meisten Projekte wären erst so im Zeitraum 28 bis 2030 in Produktion gehen. Und das Ganze ist halt ein Marathon, das ist kein Sprint. Das heißt, kurz- bis mittelfristig bleiben wir trotz Investitionen in Technologien und Verarbeitungswerke, wovon es auch im Übrigen noch sehr viel mehr geben müsste, erst mal von China abhängig.
Und wie reagieren die Unternehmen?
Edda Wolf In einer Umfrage unter Unternehmen der Elektro- und Digitalindustrie haben halt schon über 80 Prozent der Unternehmen angegeben, aktiv neue Lieferanten außerhalb Chinas insbesondere zu suchen. Zweitens haben viele Unternehmen schon ihre Lagerbestände erhöht. Das sichert sie gegen kurzfristige Lieferausfälle und Preisschocks ab und hilft, dass man dann eben nicht gleich in Panik ausbrechen muss, wenn zum Beispiel so eine Exportbeschränkung kommt. Das ist ja nicht nur China, es sind auch zunehmend afrikanische Länder, die also den Export von unverarbeiteten Rohstoffen oder wie Simbabwe auch von Lithiumkonzentraten zum Beispiel verbieten. Und drittens kümmern sich viele Firmen um langfristige Lieferverträge oder Rahmenabkommen mit Minengesellschaften oder mit Großhändlern.
Wobei man hier sagen muss, dass das natürlich den größeren Unternehmen leichter fällt als jetzt einem kleinen mittelständischen Unternehmen. Aber diese langfristigen Lieferverträge, die können halt auch dazu beitragen, Preisvolatilität zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Also entweder setzen sie die Rohstoffe sparsamer ein oder sie wechseln auf alternative Materialien, wo das technologisch möglich ist. Hier können auch die Fraunhofer-Institute, zum Beispiel das IWKS, deutsche mittelständische Unternehmen, sehr gut unterstützen. Oder das Netzwerk Materialtechnologien, Material Valley rund um Hanau, wo sehr viele materialwissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen sind.
Last but not least gibt es sogar die ersten, die verstärkt auf Recycling- und Kreislaufwirtschaft schon selber setzen, ja, bevor die EU ihre geplante neue Verordnung zur Kreislaufwirtschaft überhaupt beschlossen hat. Rohstoffe, die schon sozusagen da sind, ja in der Europäischen Union, wieder in den Kreislauf zu bringen, das macht uns natürlich auch unabhängiger von Primärimporten.
Ihr Fazit zur Gesamtlage. Und was würden Sie deutschen Unternehmen mitgeben?
Edda Wolf Was ich noch mal herausstellen möchte, ist, dass eben jetzt die Industrierohstoffe die sind nicht einfach nur mehr Betriebsmittel, wie es bisher die Unternehmen gewöhnt waren, sondern die sind jetzt strategische Güter, die also solchen nationalen Sicherheitsgesetzgebungen unterliegen. Und das bedeutet, egal ob kleines mittelständisches Unternehmen oder Konzern, dass Rohstoffe nicht einfach mehr ein reines Beschaffungsthema sind, sondern ein strategisches Risiko- und Wettbewerbsthema, das auf Geschäftsführung und Vorstandsebene gehört.
Sofern noch nicht verursacht durch das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz geschehen, sollten Unternehmen dringend ihre Lieferketten mapen, auch für die wichtigsten Zulieferer und gucken, wo könnte dann am ehesten ein Engpass drohen. Auf den sollten sie sich konzentrieren. Dann müssen sie sich leider auf mehr Exportkontrollen und Zölle vorbereiten. So ein Merksatz wäre im Prinzip: Alle Rohstoffpolitik ist Geopolitik. Dieser Weg zur Resilienz, der hat ja praktisch fünf zentrale Hebel. Das ist die Diversifizierung, die Off-Take-Verträge, Transparenz und Traceability der Lieferketten, Recycling und Kreislaufwirtschaft. Und Substitution, also Ersatzmaterialien durch technologische Innovation.
Danke an Edda Wolf, für die vielen Einordnungen, die mahnenden Worte und zum Mitnehmen für alle Unternehmerinnen und Unternehmer die fünf Hebel zur Resilienz. Gern wiederhole ich ihren Mut machenden Satz gleich zu Beginn unseres Gesprächs: Die Lage ist ernst, aber nicht hoffungslos.
In diesem Sinne: Alle, die uns interessiert zugehört haben, finden weitere Infos in den Shownotes. Freuen Sie sich auf die nächste WELTMARKT-Folge in zwei Monaten, die sich dann mit dem südamerikanischen Mercosur und generell mit Freihandelsabkommen beschäftigt. Ihnen eine entspannte Zeit und bis dahin!