Investitionsprojekt | Baustoffe und Bauelemente
Investitionen in neues Fensterwerk
26.08.2026
monatliche Produktionskapazität soll die neue Anlage zunächst umfassen.
Der ukrainische Fenster- und Türenhersteller Ekipazh plant den Bau seines vierten Werks in der Oblast Odessa. Dafür will das Unternehmen rund 12 Millionen bis 14 Millionen Euro aufwenden. Die Anlage soll zunächst eine Kapazität von etwa 25.000 Fenstern pro Monat erreichen und später erweitert werden.
Ekipazh zählt zu den drei größten Herstellern von Kunststoff- und Aluminiumfenstern sowie -türen in der Ukraine. Die bestehenden Werke verfügen über 21 Fertigungslinien und können täglich bis zu 4.000 Konstruktionen herstellen.
Mit dem Vorhaben will der Fensterhersteller seinen Anteil am ukrainischen Markt von derzeit 9 bis 10 Prozent auf 16 Prozent erhöhen und zugleich das Geschäft in der EU ausbauen. Das Unternehmen liefert bereits in zahlreiche EU-Länder, darunter Deutschland. Trotz der seit Kriegsbeginn gesunkenen Nachfrage schafft Ekipazh damit Kapazitäten für den erwarteten Bedarf im Zuge des Wiederaufbaus und der energetischen Gebäudesanierung.
Vorgesehen sind außerdem eine eigene Glashärtungsanlage, die Fertigung von Isolierglas aus gehärtetem Glas und Verbundsicherheitsglas (Triplex), das nahtlose Schweißen laminierter Profile sowie neue Schiebe- und Aluminiumprofilsysteme. Hinzu kommen Maßnahmen für eine energieeffizientere Fertigung. Daraus können sich Lieferchancen für deutsche Anbieter von Maschinen zur Glas- und Profilbearbeitung, Automatisierungstechnik und entsprechender Anlagentechnik ergeben. Die angestrebte Expansion in der EU dürfte zugleich den Wettbewerb auf dem europäischen Fenstermarkt verstärken.
Finanziert werden soll das Projekt aus Eigenmitteln und Krediten, unter anderem über das ukrainische Förderprogramm "5-7-9“. Der für dessen Umsetzung zuständige Business Development Fund wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Auftrag der Bundesregierung unterstützt.