Branchenbericht Russland Tiefbau, Infrastrukturbau

Infrastruktur-Großprojekte werden trotz Pandemie umgesetzt

Die russische Regierung pumpt Gelder aus dem Aktionsplan zur Wiederherstellung der Wirtschaft in den Bau von Straßen, Schienenwegen, Häfen und Flughäfen, um die Konjunktur anzukurbeln.

Von Hans-Jürgen Wittmann | Moskau

Die Regierung will große Infrastrukturvorhaben in jedem Fall realisieren - trotz der einsetzenden zweiten Welle der Coronapandemie. Im „Nationalen Aktionsplan zur Wiederherstellung der Wirtschaft“ sind etwa 28,6 Milliarden Euro für die Realisierung von Infrastruktur-Großprojekten vorgesehen, darunter zum:

  • Bau der Mautautobahn von Moskau nach Kasan (Teil des Transportkorridors Europa – Westchina),
  • Bau von Straßen und Schienenwegen im Süden Russlands (Projekt "Juschni Cluster"),
  • Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale und der Transsibirischen Eisenbahn,
  • Bau moderner Hafenanlagen am Nordmeer, an der Ostsee, dem Schwarzen Meer und im Fernen Osten;
  • Modernisierung von Regionalflughäfen.

Mehr Informationen zu den Plänen und Projekten lesen Sie in den nachstehenden Abschnitten.

  • Russland investiert in den Ausbau des Fernstraßennetzes

    Die Regierung möchte das Autobahnnetz stark ausbauen. Staatliche und private Mittel fließen in den Transportkorridor Europa–Westchina und neue Straßen in der Schwarzmeerregion.

    Chinesen bauen Mautautobahn zwischen Moskau und Kasan

    Das chinesische Staatsunternehmen CRCCI hat im Oktober 2020 den Zuschlag zum Bau eines 107 Kilometer langen Abschnitts der Mautautobahn von Moskau nach Kasan für 640 Millionen Euro erhalten. Die Strecke wird Teil des mehr als 8.000 Kilometer langen Transportkorridors von Westchina nach Europa. Damit hat erstmals eine chinesische Firma einen Auftrag zur Realisierung eines Schlüsselprojekts im russischen Autobahnbau gewonnen. Dieser Abschluss zementiert die strategische Zusammenarbeit zwischen Russland und China und könnte den Weg für weitere Verträge mit chinesischen Firmen ebnen.

    Russische Baufirmen sollen von ihren chinesischen Kollegen in punkto Effizienz dazulernen, forderte der für Baufragen zuständige stellvertretende Ministerpräsident Marat Chusnullin. Denn bereits Ende Mai 2020 hatte er angekündigt, die Bauzeit der etwa 790 Kilometer langen und etwa 8,6 Milliarden Euro teuren Autobahn um drei Jahre auf 2024 verkürzen zu wollen.

    Die Bauarbeiten an der 1.982 Kilometer langen und etwa 6,6 Milliarden Euro teuren Mautautobahn „Meridian“, die als Transitkorridor zwischen Weißrussland und Kasachstan konzipiert ist, haben noch nicht begonnen. Derzeit laufen Verhandlungen mit Investoren. Bauherr wird die Russkaja Holdingowaja Kompania sein.

    Südrussland erhält bessere Verkehrsanbindung

    Präsident Putin hat Ende September 2020 angeordnet, im Rahmen des Föderalen Projekts „Juschni Cluster“ Pläne für den Bau und die Sanierung von Verkehrswegen im Schwarzmeerraum auszuarbeiten. Ziel ist es, die Anreisezeit aus den Föderationsbezirken Zentrum und Wolga nach Südrussland drastisch zu verringern. Nach Berechnungen des Verkehrsministeriums würde die Sanierung sämtlicher Verkehrswege ans Schwarze Meer bis 2030 etwa 26,3 Milliarden Euro verschlingen.

    Im Fokus steht der Bau einer neuen Autobahn von Dschubga nach Sotschi in der Region Krasnodar. Sie soll die notorisch verstopfte Straße entlang der Küste entlasten. Der Bau der 119 Kilometer langen Strecke wird etappenweise bis 2035 erfolgen, gab der frühere Verkehrsminister Jewgeni Ditrich Mitte Oktober 2020 bekannt. Bis 2030 sollen die Ortsumfahrungen von Tuapse und Lazarewskoje vollendet sein. Insgesamt müssen 43 Brücken, 27 Tunnel und mehrere Hochstraßen errichtet sowie an mehreren Stellen bestehende Schienenverkehrswege verlegt werden. Die Projektierung übernimmt die staatliche Autobahngesellschaft Awtodor. Als Generalauftragnehmer ist die Baufirma Mostotrest des Oligarchen Arkadi Rotenberg im Gespräch.

    Straßenbau in den Regionen nimmt Fahrt auf

    Die Regierung hat Ende Mai 2020 eine Verordnung ausgearbeitet, die es erlaubt, den Bau föderaler Straßen im Rahmen des nationalen Projekts „Sichere und qualitativ hochwertige Straßen“ ohne Ausschreibung zu vergeben. Damit sollen die Bauarbeiten beschleunigt werden. Konkret profitieren könnte davon das erst im Januar 2020 gegründete Joint Venture von VEB.RF und Nazprojektstroi (Arkadi Rotenberg). Dieses könnte Projekte zum Bau zweier Umgehungsstraßen um Krasnodar und Aksaj im Gebiet Rostow im Wert von 140 Milliarden Rubel erhalten.

    Das Unternehmen Transstrojmechanisazija baut bis 2024 einen 1,3 Milliarden Euro teuren und 66 Kilometer langen Abschnitt der Autobahn M-12 in der Republik Tatarstan. Die Baschkirskaja Konzessionnaja Kompania (BKK) plant bis 2024 den Bau einer 127 Millionen Euro teuren mautpflichtigen Straße von Ufa zur Autobahn M5 „Ural“ (Projekt „Wostotschnyj Wyjezd“). In Togliatti im Gebiet Samara errichtet die Bundesstraßenverwaltung „Bolschaja Wolga“ einen Verkehrsknotenpunkt an der Autobahn M5 „Ural“. In der Republik Tschuwaschien entwickelt die Bundesstraßenverwaltung der Wolga-Wyatka-Region den Bau einer Brücke der Autobahn M7 „Wolga“ über den Fluss Sura.

    Umgehungsstraßen sollen Verkehrsknotenpunkte entlasten

    Russlands Städte sind auf Überlandreisen oftmals das Nadelöhr, durch das jeder Reisende hindurch muss. Abhilfe schaffen sollen weiträumige Umgehungstrassen, allen voran um die chronisch staugeplagte Metropole Moskau. Im September 2020 genehmigte die Regierung die erneute Aufstockung des Budgets für den Bau der Zentralen Ringautobahn (ZKAD) um Moskau um 220 Millionen Euro. Damit belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 3,7 Milliarden Euro. Die 345 Kilometer lange Strecke soll 2021 vollständig fertiggestellt werden.

    Bis 2024 entsteht eine Umgehungsstraße um Wolgograd, die Teil des Nord-Süd-Transportkorridors werden soll. Die Projektierung übernimmt die Firma Geo-Projekt. Das Unternehmen Sibagropromstroj errichtet bis 2024 für 21 Millionen Euro eine Ortsumfahrung um die Stadt Lobnja im Gebiet Moskau. Für eine schnellere Fertigstellung der Ringstraße um Jekaterinburg stellt die Regierung weitere 22 Millionen Euro bereit.

    Mit dem Bau einer etwa 1.500 Kilometer langen Straße entlang der Städte des „Goldenen Rings“ rund um Moskau möchte die Autobahnbetreibergesellschaft Awtodor Touristen die Anreise zu den Kulturzentren erleichtern.

    Infrastrukturanleihen sollen private Investoren anlocken

    Zur Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturprojekte sollen neben staatlichen Mitteln verstärkt private Investoren herangezogen werden. Mitte September 2020 hat die Regierung angekündigt, Infrastrukturanleihen in Höhe von etwa 11 Milliarden Euro zu emittieren, um in kommenden Jahren zusätzliche Gelder für den Straßenbau zu generieren. Diese sollen Budgetkürzungen und Steuerausfälle in Coronazeiten kompensieren. Allein für den Straßenbau sollen 5,5 Milliarden Euro eingenommen werden.

    Ausgewählte Großprojekte im russischen Straßenbau

    Projektbezeichnung

    Investitionssumme (Mrd. Euro)

    Projektstand

    Investor

    Mautautobahn Moskau-Kasan (etwa 8.000 km)

    10,4

    geplanter Baubeginn: 2021; geplante Fertigstellung: 2027

    GK Awtodor; Finanzierung: VTB Bank

    Russischer Teil der Mautstraße "Meridian" (Shanghai-Hamburg)


    8,5

    Verhandlungen mit potenziellen Investoren

    ZAO Russkaja holdingowaja kompania (RHK); potenzielle Finanzierung: Vneshekonombank; Baufirma Lider; GK Awtodor

    Nord-Ost-Ausfallstraße / Moskau

    3,5

    im Bau; verbindet Mautautobahn nach Sankt Petersburg und Ringautobahn MKAD; geplante Fertigstellung: 2022

    Stadtregierung Moskau; Baufirma Lider

    Schirotnaja skorostnaja magistral (Schnellstraße) / Sankt Petersburg und Gebiet Leningrad

    2,6

    Bauzeit: 2020-2024

    Regierung von Sankt Petersburg; Finanzierung aus dem Staats- und Stadthaushalt

    3. Abschnitt der Autobahn Wladiwostok - Nachodka - Hafen Wostotschny / Region Primorje

    1,8

    Teil des internationalen Transportkorridors „Primorje-1“; Fertigstellung des 2. Abschnitts:2020; Bau des 3. Abschnitts: 2021-2024

    Rosawtodor

    Rostower Transportring / Gebiet Rostow

    1,7

    Projekt schließt 12 Autostraßen mit einer Gesamtlänge von 110 Kilometern ein; im Bau; Fertigstellung: 2024

    Transportministerium der RF, www.mintrans.ru; Finanzierung aus Staats- und Gebietsbudgets

    3. Abschnitt der Ringautobahn (ZKAD), 105 km langer mautpflichtiger Abschnitt soll die Strecke Moskau-Sankt-Petersburg mit der Autobahn M7 „Wolga“ verbinden / Gebiet Moskau

    1,3

    auf Konzessionsbasis; geplante Fertigstellung: 2021; geplante Fertigstellung des gesamten ZKAD: 2025

    GK Awtodor; Konsortium Awtodoroschnaja stroitelnaja korporazija (ASK)

    Umgehungsstraße / Togliatti (Teil des Transportkorridors Europa-Westchina)

    1,3

    Projektierung abgeschlossen;  Vorbereitungsarbeiten

    GK Awtodor

    Ausbau der Autobahnabschnitte R-22 „Kaspij“ und M-4 „Don“ / Gebiet Wolgograd

    1,3

    geplante Fertigstellung: 2024

    AO Donaerodonstroj

    Umgehungsstraße / Kemerowo

    0,9

    geplante Bauzeit: 2020-2024

    Regierung des Gebiets Kemerowo

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Moskau

  • Russische Regierung forciert Bau neuer Schienenwege

    Die Staatsbahn RZD investiert in die Hochgeschwindigkeitsstrecke Sankt Petersburg - Moskau sowie den Ausbau von Baikal-Amur-Magistrale und Transsibirischer Eisenbahn.

    Die Viruspandemie hat Russlands Bahnbetreiber hart getroffen. In den ersten drei Quartalen 2020 sank der Gütertransport um 3,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) auf 922 Millionen Tonnen. Es wurden vor allem weniger Erdöl und Erdölprodukte, Kohle und Metalle transportiert. Die Regierung gewährte Bahnbetreibern im Juli 2020 Finanzhilfen in Millionenhöhe, um ihre geplanten Entwicklungsprojekte zu realisieren:

    • 713,7 Millionen Euro fließen in den Bau von Schieneninfrastruktur-Großprojekten der Russischen Eisenbahn (RZD), darunter 660 Millionen Euro für den schnelleren Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale (BAM) und der Transsibirischen Eisenbahn (Projekt "Wostotschny Polygon");
    • Regierung und Zentralbank erwerben unbefristete Anleihen von RZD in Höhe von 4 Milliarden Euro zur Finanzierung des RZD-Investitionsprogramms zum Ausbau von Schieneninfrastruktur.

    Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Sankt Petersburg - Moskau

    Zwischen Sankt Petersburg und Moskau soll eine Hochgeschwindigkeitszugstrecke entstehen. Derzeit finden entlang der 680 Kilometer langen Trasse Erkundungsarbeiten statt. Die Bauarbeiten an der etwa 18,5 Milliarden Euro teuren Strecke sollen 2022 beginnen und 2027 abgeschlossen sein. Aus Kostengründen soll nur das 630 Kilometer lange Teilstück zwischen Obuchowo und Krjukowo aus Mitteln des „Plans zur Modernisierung der Infrastruktur“ finanziert werden. Die teuren Anschlussbereiche an die beiden Metropolen werden aus anderen Budgets finanziert. Als Technologiepartner ist die „Deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr“ (HGV) im Gespräch.

    Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale wird verschoben

    Die Transsibirische Eisenbahn (Transsib) und die Baikal-Amur-Magistrale (BAM) sind dem wachsenden Frachtaufkommen nicht mehr gewachsen. Deshalb müssen beide Bahnstrecken erweitert und modernisiert werden (Projekt "Wostotschny Polygon"). Doch Anfang November 2020 hat die Regierung die Entscheidung über die dritte Phase des Ausbaus der BAM (Projekt BAM-3) auf das Jahr 2022 verschoben. Zudem wird das Projekt nicht in den „Plan zur Modernisierung der Infrastruktur“ aufgenommen.

    Anfang Oktober 2020 hatte die Russische Eisenbahn RZD Pläne zum Ausbau der BAM vorgelegt. Die Kohlekonzerne, die die Strecke hauptsächlich nutzen, hatten um die baldige Umsetzung der dritten Ausbaustufe BAM-3 bis 2030 für ein Frachtaufkommen von 260 Millionen bis 280 Millionen Tonnen pro Jahr gebeten. Dafür sollten etwa 1.800 neue Gleiskilometer verlegt, Brücken über den Amur und Jenissej gebaut. ein zweiter Tunnel bei Kusnezowski gegraben und eine Gleisumgehung um Chabarowsk gebaut werden.

    Für die Realisierung der ersten beiden bereits laufenden Ausbauphasen BAM-1 und BAM-2 fließen bis 2024 etwa 5,5 Milliarden Euro.

    Sibirski Meridian soll Arktis mit Asien verbinden

    Mit dem Megaprojekt „Internationaler Transportkorridor Arktis – Sibirien – Asien“ (Sibirski Meridian) sollen die Häfen des Nördlichen Seewegs via Schiene mit den Seehäfen am Ostchinesischen Meer verbunden werden. Bis 2035 sind dazu Investitionen von etwa 54 Milliarden Euro in zweigleisige elektrifizierte Schienenwege geplant. Sie sollen die überlasteten Strecken der Transsib und BAM entlasten. Teil der neuen Strecke sollen die Polarkreisbahn zwischen Obskaja und Chorej sowie die Polarkreisbahn-2 zwischen Bowanenkowo und Sabetta werden. Die Schienenstrecke zwischen Kuragino und Kyzyl in der Republik Tywa soll ebenfalls Teil des Transportkorridors und an die Grenze zur Mongolei verlängert werden.

    Neue Gleise für die Schwarzmeerregion

    Im Rahmen des föderalen Projekts „Juschni Cluster“ sollen in der Region Krasnodar bis 2030 bestehende Schienenwege, die bis dato an der Schwarzmeerküste entlang laufen, weiter ins Inland verlagert werden. Damit soll die Transportkapazität an beliebte Urlaubsziele wie Sotschi erhöht und die Reisezeit verkürzt werden. Doch derzeit ist die Finanzierung des Großprojekts noch unklar. Das Verkehrsministerium veranschlagte Mitte Oktober 2020 die Kosten für dieses Vorhaben auf etwa 7,7 Milliarden Euro.

    Investitionsprogramm teils auf Pump finanziert

    RZD hat Anfang Oktober 2020 einen Entwurf für das Investitionsprogramm für die Jahre 2021 bis 2023 mit einem Gesamtvolumen von etwa 23,5 Milliarden Euro vorgestellt. Passagierprojekte haben Priorität, vor allem der Bau des „Zentralen Transportknotens“, in dessen Umsetzung etwa 5,2 Milliarden Euro fließen sollen. Der Bau der Polarkreisbahn wurde hingegen aufgrund der zu erwartenden geringen Auslastung der Strecke verschoben.

    Zwischen 2025 und 2030 plant RZD im Rahmen des Plans zur Modernisierung der Infrastruktur Investitionen in die Schieneninfrastruktur von etwa 68 Milliarden Euro. Um die Finanzierung der geplanten Projekte stemmen zu können, muss RZD bis 2023 zusätzliche 9,9 Milliarden Euro an Krediten aufnehmen. Zudem will die Staatsbahn bis 2025 etwa 3,2 Milliarden Euro mehr von ihren Kunden einnehmen.

    Ausgewählte Großprojekte im russischen Schieneninfrastrukturbau

    Projektbezeichnung

    Investitionssumme (Mrd. Euro)

    Projektstand

    Investor

    Eisenbahntrasse Arktis-Sibirien-Asien (Sibirski Meridian)

    54,4

    Absichtserklärung unterzeichnet; Vorplanungen laufen: umfasst mehrere Eisenbahn-Großprojekte; voraussichtliche Fertigstellung: 2035

    Verkehrsministerium, RZD

    Hochgeschwindigkeitszugstrecke Moskau-Sankt-Petersburg (660 Kilometer Länge)

    18,9

    Baubeginn: 2021; Fertigstellung der 1.Etappe (Ausgang aus Moskau): 2024, gesamte Fertigstellung: 2027

    RZD

    Ausbau der Baikal-Amur-Magistrale und der Transsibirischen Eisenbahn

    8,1

    Geplante Fertigstellung: 2025

    RZD

    Eisenbahnlinie und Brücke vom russischen Festland auf die Insel Sachalin

    6,7

    Absichtserklärung;   Machbarkeitsstudie; Realisierung: 2021-2027

    RZD

    Hochgeschwindigkeitszugstrecke Jekaterinburg-Tscheljabinsk

    4,2

    Realisierung des Projekts eingefroren (ursprünglich  geplante Fertigstellung: 2025)

    Uralskaja skorostnaja magistral, RFPI, Siemens Mobility, Realisierung auf Konzessionsbasis

    Polarkreisbahn Sewerny Schirotny Chod / Autonomer Bezirk der Jamal-Nenzen

    2,8

    Projektierung. Realisierung des Projekts eingefroren

    Teil des Großprojekts „Sibirski meridian“; Konzession zwischen der Föderalen Agentur für Eisenbahntransport und OOO Sewerny Schirotny Chod; Investoren: Staat, RZD, Gazprom; Finanzierung: GazprombankSberbankVTB BankEurasische Entwicklungsbank (EABR), VEB.RF

    Schienenstrecke Elegest-Kysyl-Kuragino (410 km lange eingleisige Spur zum Abtransport von Kohle aus der Lagerstätte Elegest) / Republik Tywa, Region Krasnojarsk

    1,8

    Projektierungsphase: bis August 2021; geplante Fertigstellung: 2025

    RZDAO TEPK Kysyl-KuraginoBaufirma Lider; im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft

    Nord-Ost-Umgehungsstrecke; 85 Kilometer langer Schienenweg und eine Brücke über die Newa / Sankt-Petersburg

    1,2

    Vorprojektierung abgeschlossen

    Regierung von Sankt-PetersburgRegierung des Gebiets Leningrad

    Schienenstrecken und Wolga-Brücke / Gebiet Saratow

    0,4 und 0,3

    Projektierung abgeschlossen; geplante Fertigstellung: bis 2025

    RZD (Priwolschskaja schelesnaja doroga)

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Einen Überblick über aktuelle Investitionsprojekte der RZD finden Sie hier: https://company.rzd.ru/ru/9382

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Moskau

  • Modernisierung soll Konkurrenzfähigkeit russischer Häfen erhöhen

    Die russische Regierung will die Häfen am Nordmeer, der Ostsee, dem Schwarzen Meer und im Fernen Osten auf Vordermann bringen, um mehr vom globalen Frachtstrom nach Russland zu leiten.

    Der Güterumschlag in russischen Seehäfen sank in den ersten neun Monaten 2020 um 2,7 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) auf 611,5 Millionen Tonnen. Es war der erste Rückgang seit 24 Jahren. Ursache ist der rückläufige Welthandel infolge der Coronapandemie. Weniger Fracht wurde an den Häfen der Arktis, der Ostsee und des Schwarzen Meeres verladen. Die Häfen des Kaspischen Meeres und im Fernen Osten konnten ihren Umsatz hingegen steigern.

    Die größten Verluste verzeichnete der Umschlag von Flüssigfracht wie Rohöl (-12,9 Prozent auf 181 Millionen Tonnen) und Ölprodukte (-4,0 Prozent auf 106,3 Millionen Tonnen). Die größten Zuwächse erzielte der Umschlag von Trockenladungen wie Getreide (+22,2 Prozent auf 34,4 Millionen Tonnen), Erzen (+47,8 Prozent auf 9,9 Millionen Tonnen) und Kohle (+4,0 Prozent auf 138,1 Millionen Tonnen).

    Regierung will Russlands Häfen bis 2030 modernisieren

    Das Verkehrsministerium hat Mitte September 2020 eine überarbeitete Projektliste zur Modernisierung der Häfen bis 2030 vorgestellt, die in den „Plan zur Modernisierung der Infrastruktur“ aufgenommen werden soll. Bis 2030 soll die Umschlagkapazität um 353,3 Millionen Tonnen steigen. Zur Realisierung der Pläne sind Investitionen von etwa 9,1 Milliarden Euro notwendig. Davon fließen etwa 2,1 Milliarden Euro aus dem föderalen Budget.

    Zu den Vorhaben gehören der universelle Umschlagskomplex Primorsk im Gebiet Leningrad und der Hafen Korsakow auf der Insel Sachalin. Daneben sollen die Häfen in Temrjuk, Anadyr und Narjan-Mar modernisiert, sowie die Häfen Noworossijsk und Wanino ausgebaut werden. Auch Projekte zur Errichtung von LNG-Umschlagterminals des Gaskonzerns Novatek in Murmansk und vor der Halbinsel Kamtschatka werden berücksichtigt.

    Um den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur zu finanzieren, plant das Verkehrsministerium ab Januar 2021 an 13 Häfen eine Investitionssteuer von ausländischen Frachtschiffen bei der Einfahrt in einen russischen Hafen zu erheben. Pro Jahr sollen etwa 55 Millionen Euro zusätzlich eingenommen werden.

    Nördlicher Seeweg benötigt moderne Hafenanlagen

    Präsident Wladimir Putin hat Ende Oktober 2020 die Strategie zur Entwicklung der Arktis gebilligt. Bis 2035 möchte die Regierung die Schifffahrt entlang des Nördlichen Seewegs (Nordostpassage) entwickeln, um mehr globale Handelsströme nach Russland umzuleiten. Zum wichtigsten Drehkreuz der Arktis soll der ganzjährig eisfreie Hafen in Murmansk werden. Dort sollen neue Terminals und Umschlagkapazitäten sowie ein Transportknotenpunkt entstehen.

    Derzeit gibt es entlang des Nördlichen Seewegs zu wenige Häfen, die den Anforderungen für große Handelsschiffe gerecht werden. Das Unternehmen Nord Star investiert bis 2022 etwa 32 Millionen Euro in die Modernisierung des Hafens Witino bei Kandalakscha im Gebiet Murmansk. Die Holding AEON baut für 800 Millionen Euro einen ganzjährig eisfreien Hafen an der Barentssee bei Indiga im Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen.

    Neue Terminals für Russlands Ostseehäfen

    Russische Reedereien laufen statt der Häfen in den baltischen Staaten verstärkt Terminals an der russischen Ostseeküste an. Entsprechend steigt der Bedarf an modernen Umschlagkapazitäten für Flüssigfracht und Trockenladungen. Das Unternehmen Baltijski Sernowoj Terminal (gehört zur Holding Sodruschestwo) investiert etwa 384 Millionen Euro in den Bau eines Logistikterminals mit Meerzugang im Gebiet Leningrad. Novatek modernisiert und erweitert das Umschlagterminal für Gaskondensat im Hafen Ust-Luga. Die Projektierung übernimmt Salawatgasoneftechimprojekt. Ewrochim errichtet in Ust-Luga ein neues Terminal für den Umschlag von Düngemitteln.

    Häfen am Kaspischen Meer sollen Frachtumsatz steigern

    Der Hafen Olja soll das Zentrum der geplanten Hafen-Sonderwirtschaftszone (SWZ) im Gebiet Astrachan werden. Die deutsche LUNO-Gruppe aus Hamburg übernimmt die Projektberatung und erstellt eine Machbarkeitsstudie. Die Hafen-SWZ soll dazu beitragen, das Frachtaufkommen auf dem Nord-Süd-Transitkorridor auf dem Kaspischen Meer zu erhöhen. Die Portowo-Logistitscheskaja Kompania „Kaspii“ investiert etwa 822 Millionen Euro in den Bau eines Containerterminals in der Hafen-SWZ.

    Im ganzjährig eisfreien Hafen von Machatschkala in der Republik Dagestan soll die Fahrrinne vertieft werden, damit Tankschiffe mit einer Tragfähigkeit von 13.000 Tonnen einlaufen können. Bei der Stadt Lagan in der Republik Kalmykien ist der Bau eines neuen Seehafens mit 32 Verladeterminals mit einer Kapazität von 12,5 Millionen Tonnen pro Jahr geplant.

    Häfen in Fernost müssen Feinstaubbelastung verringern

    Die Regierung plant, den Umschlag von Kohle in Häfen, die mit modernen Anlagen zur Staubunterdrückung ausgestattet sind, durch Anreize zu fördern. Eine entsprechende Anordnung hat Vize-Premierministerin Viktoria Abramtschenko Anfang Oktober 2020 erlassen.

    Die Kohleumschlaghäfen in der Region Primorje investieren bereits etwa 26 Millionen Euro in die Beschaffung von Staubunterdrückungssystemen. Der Bergbaukonzern Mechel wird 2021 den Kohlehafen Posyat mit solchen Systemen ausstatten. Der Kohlekonzern SDS-Ugol erweitert die Umschlagkapazität des Hafens Suchodol in der Region Primorje bis 2022 auf 12 Millionen Tonnen. Eine dritte Ausbaustufe sieht eine Kapazitätserhöhung um weitere 8 Millionen Tonnen vor. Die Staatsbanken VTB und VEB finanzieren das 388 Millionen Euro teure Projekt. Das Unternehmen FGUP Rosmorport investiert etwa 22 Millionen Euro in den Bau eines neuen Kohlehafens in der Region Primorje.

    Das Unternehmen Remstal und die Entwicklungsgesellschaft des Fernen Ostens haben Mitte August 2020 eine Vereinbarung zum Bau eines Umschlagterminals für Flüssiggas im Hafen Sowjetskaja Gawan in der Region Chabarowsk geschlossen. Die Projektierung übernimmt die Firma Prompribor. Im Hafen Korsakow auf der Insel Sachalin soll bis 2025 für mehr als eine Milliarde Euro ein multifunktionaler Hafen mit einem Logistik-Technopark entstehen.

    Ausgewählte Großprojekte im russischen Hafeninfrastrukturbau

    Projektbezeichnung

    Investitionssumme (Mrd. Euro)

    Projektstand

    Investor

    Universeller Umschlagkomplex / Hafen Primorsk, Gebiet Leningrad; u.a. Kohle-, Mineraldünger-, Getreide-, Container- und Stückgutterminals, Lagerlogistikzentrum

    2,4

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2022

    OOO Primorski UPK, https://upkprimorsk.com

    Tiefseehafen Archangelsk / Gebiet Archangelsk

    2,1

    geplante Fertigstellung: 2023

    Arktis-Transportknoten (ATPU) Archangelsk, www.atpu.ru

    Murmansker Transportknotenpunkt (Kohleterminals und Eisenbahninfrastruktur) mit ganzjährig eisfreiem Hafen / Gebiet Murmansk

    2,0

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2021

    Stroygazconsulting, www.sgc.ru; im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft

    Ausbau des Hafens Noworossijsk / Region Krasnodar; geplant u.a. neue Umschlagterminals für Container, Düngemittel und Pflanzenöl

    1,5

    Absichtserklärung von Tatneft; geplante Projektdauer: 2020-2029

    Tatneft, www.tatneft.ru

    Tiefwasserhafen Indiga / Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen

    0,8

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2025

    AEON Holding, www.aeoncorp.ru

    Projekt „Lugaport“, Hafenausbau und Bau von Terminals zum Umschlag von Getreide und Nahrungsmitteln im Hafen Ust-Luga / Gebiet Leningrad

    0,7

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2024

    GK Novotrans, www.novotrans.com; GT Morstroy, www.gtmorstroy.com; www.lugaport.com

    Kohleterminal, Hafen Wanino / Region Chabarowsk

    0,4

    im Bau; geplante Inbetriebnahme der 2. und 3. Ausbaustufe: 2023-2030

    Rosmorport, www.rosmorport.ru; Sachatrans, www.sahatrans.ru; Kolmar, www.kolmar.ru; im Rahmen einer PPP

    Ausbau der Hafen-SWZ /Astrachan

    0,2

    Fertigstellung: 2024

    PLK Kaspij; Regierung des Gebiets Astrachan, www.astrobl.ru; Staatliche und private Investitionen

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Moskau

  • Russland investiert in regionale Flughäfen

    Trotz rückläufiger Passagierzahlen infolge der Coronapandemie werden Flughäfen und Startbahnen erneuert und erweitert. Im Fokus steht die Entwicklung von Flughäfen in den Regionen.

    Auf Russlands Flughäfen sind die Passagierzahlen infolge der Coronapandemie in den ersten drei Quartalen 2020 um 46,9 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) auf 52,7 Millionen eingebrochen, meldet die Luftverkehrsbehörde Rosaviazija. Seit 1. August 2020 findet zwar wieder ein regelmäßiger Flugverkehr von Russland zu ausgewählten Auslandsdestinationen statt, darunter in die Schweiz, nach Tschechien und Polen. Doch die meisten Länder haben ihre Grenzen für Russen nach wie vor geschlossen.

    Die Regierung hat die Luftfahrt als von der Pandemie besonders schwer betroffene Branche eingestuft. Flughafenbetreiber erhalten Steuerstundungen und zinsvergünstigte Darlehen zur Aufrechterhaltung ihres Geschäftsbetriebs. Im Nationalen Aktionsplan zum Wiederaufbau der Wirtschaft stehen Fluggesellschaften etwa 300 Millionen Euro zur Deckung angefallener Kosten zur Verfügung.

    Modernisierungsvorhaben laufen trotz Coronapandemie weiter

    Um die Bedeutung der Hauptstadt Moskau mit seinen vier Flughäfen als zentralen Umsteigehub zu verringern, legt die Regierung das Hauptaugenmerk auf die Entwicklung und Modernisierung regionaler Flughäfen. Ende September 2020 hat Ministerpräsident Michail Mischustin ein Programm zur wirtschaftlichen Entwicklung des Fernen Ostens bis 2035 unterzeichnet. Um entlegene Regionen besser untereinander und mit der Hauptstadt Moskau zu vernetzen, sollen 40 Flughäfen rundum erneuert werden.

    Auch im europäischen Landesteil werden Sanierungsvorhaben in Angriff genommen. Das Unternehmen Aviaservice (gehört zur Holding Aeon) will etwa 29,6 Millionen Euro in den Bau eines neuen Passagierterminals am Flughafen Woronesch investieren. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2021 starten und Ende 2022 beendet sein. Bis zum Jahr 2026 soll das Terminal nochmals erweitert und der Flughafen zu einem regionalen Hub entwickelt werden. Die Bauarbeiten übernimmt die Firma Aksiom. Das deutsche Architekturunternehmen Assmann Beraten+Planen hat den Zuschlag für die Projektierung erhalten.

    Die Regierung des Gebiets Tambow investiert etwa 49,4 Millionen Euro in die Modernisierung der Flughafeninfrastruktur der Gebietshauptstadt. Bis 2024 sollen eine neue Start- und Landebahn sowie ein Nahverkehrsknotenpunkt entstehen. In die Erneuerung des Flughafens in Magnitogorsk im Gebiet Tscheljabinsk fließen etwa 58 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen 2021 beginnen und 2023 abgeschlossen sein. Die Regierung des Gebiets Jaroslawl investiert 38,4 Millionen Euro in die Sanierung des Flughafens der Stadt Tunoschna. Bis 2024 werden die Start- und Landebahn sowie die Flughafeninfrastruktur modernisiert.

    Die Regierung der Republik Udmurtien steckt etwa 36,2 Millionen Euro in die Modernisierung des Flughafens der Hauptstadt Ischewsk. Dabei werden die Start- und Landebahn sowie die Flugsteige erneuert. Das Projekt, das im Plan zur Entwicklung der Infrastruktur enthalten ist, wird im Jahr 2022 starten. Bis zum Jahr 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Am Flughafen Grosny in der Republik Tschetschenien ist der Bau eines neuen Terminals für etwa 172 Millionen Euro geplant. Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2022 beginnen und im Jahr 2024 abgeschlossen sein. Aus dem föderalen Budget fließen 51,5 Millionen Euro.

    Die Weltraumagentur Roskosmos baut bis 2023 am Weltraumbahnhof Wostotschny im Gebiet Amur einen neuen Passagierflughafen. Zudem wird Roskosmos ein modernes Abfertigungs- und Logistikzentrum am VIP-Terminal Vnukowo-Kosmos in Moskau errichten. Gazprom Invest will den Militärflughafen nahe der Ortschaft Lewaschowo zu einem zweiten Passagierflughafen für Sankt Petersburg entwickeln. Dazu sollen die Start- und Landebahn modernisiert und ein neues Passagierterminal für Gazprom Avia errichtet werden.

    Ausgewählte Großprojekte im russischen Flughafenbau

    Projektbezeichnung

    Investitionssumme (Mio. Euro)

    Projektstand

    Investor

    Internationaler Cargo-Hub am Flughafen Jemeljanowo / Region Krasnojarsk

    929

    im Bau;: geplante Fertigstellung: 2023

    Flughafenbetreibergesellschaft Jemeljanowo

    Modernisierung des Terminals F und Bau des Terminals C2 im, Flughafen Scheremetjewo / Moskau

    445,4

    geplante Fertigstellung des Terminals F: 2031, des Terminals C2: 2030

    Flughafenbetreibergesellschaft Scheremetjewo

    Neues Passagierterminal / Region Krasnodar

    357

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2023

    Flughafenbetreibergesellschaft Krasnodar, Aeroporty Regionow

    Dritte Startbahn des Flughafens Domodedowo / Moskau

    147,8

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2024

    Flughafenbetreibergesellschaft Domodedowo

    Modernisierung der sibirischen Flughäfen Tolmatschjowo, (Gebiet Nowosibirsk) und Bogaschowo (Gebiet Tomsk)

    72,0

    geplante Fertigstellung: 2024

    Regierung des Gebiets Nowosibirsk, Regierung des Gebiets Tomsk; Regionale und föderale Investitionen

    Sanierung der Startbahnen und Bau eines Passagierterminals / Gebiet Kemerowo

    61

    im Bau; geplante Fertigstellung: 2024

    Flughafenbetreibergesellschaft Kemerowo

    Modernisierung des Flughafens Lipezk / Lipezk

    33,3

    geplante Bauzeit: 2021-2023

    Regierung des Gebiets Lipezk

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Hans-Jürgen Wittmann | Moskau

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