Sie sind ein ausländisches Unternehmen, das in Deutschland investieren möchte?

Branchen | Indien | Bergbau

Länderbericht Bergbaumaschinen

Die Investitionen im indischen Bergbau sorgen für Nachfrage nach entsprechender Ausrüstung, insbesondere im Kohletagebau. Der Automatisierungsgrad ist noch vergleichsweise gering.

Von Boris Alex | New Delhi


  • Rohstoffsituation in Indien

    Indien verfügt über beträchtliche Vorkommen an Kohle, Erzen, mineralischen Rohstoffen, Steinen und Erden. Die Regierung will den Zugang zum Bergbau für den Privatsektor erleichtern.

    Entwicklung der Bergbauindustrie

    Die Bergbauindustrie trägt zwar nur 2,5 Prozent zum indischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, ist aber gerade in den rohstoffreichen Bundesstaaten wie Odisha, Rajasthan oder Karnataka ein wichtiger Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor. Der Sektor strahlt zudem auf angrenzende Industrien wie den Maschinen- und Anlagenbau, die Transport- und Logistikbranche sowie die Energieerzeugung aus und sorgt damit auch landesweit als Multiplikator für Wachstum und Arbeitsplätze. Neben den rund 2,3 Millionen direkt Beschäftigten hängen weitere 23 Millionen Arbeitsplätze indirekt vom Rohstoffsektor ab.

    Der Bergbau war im Finanzjahr 2019/20 (1. April bis 31. März) im indischen Index der Industrieproduktion (IIP) mit 14,4 Prozent gewichtet und verzeichnete seit 2015/16 Wachstumsraten von durchschnittlich 3,3 Prozent pro Jahr. Der Sektor ist für Indiens Ziel, bis 2030 das nominale BIP auf 5 Billionen US-Dollar (US$) zu verdoppeln und damit zur viertgrößten Volkswirtschaft der Welt aufzusteigen, von großer Bedeutung. Indien will mit dem Ausbau der Bergbauindustrie zudem die Importabhängigkeit bei einer Reihe von kritischen Rohstoffen verringern.

    Die Covid-19-Pandemie hatte die indische Wirtschaft 2020 auf Talfahrt geschickt, und auch der Bergbau blieb davon nicht verschont. Im 1. Quartal des Finanzjahres 2020/21 verhängte die Regierung einen zehnwöchigen landesweiten Lockdown. Obwohl der Bergbausektor als unverzichtbare Industrie von vielen Beschränkungen ausgenommen war, brach die Rohstoffproduktion gemessen am Industrieindex in den ersten drei Monaten des Finanzjahres um fast ein Viertel gegenüber dem 1. Quartal 2019/20 ein.

    Da nur noch Produkte zur Sicherstellung der Grundversorgung wie Lebensmittel oder Medikamente hergestellt wurden, ging die Rohstoffnachfrage in Abnehmerbranchen wie der Stahlindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau oder dem Bausektor zurück. Mit der niedrigeren Industrieproduktion sanken zudem der Energiebedarf und damit auch die Nachfrage nach Kohle. Für die Bergbauunternehmen kam erschwerend hinzu, dass der Transport von Rohstoffen über die Schiene während des Lockdowns über Wochen gestört war und viele Bergleute sich aus Angst vor einer Covid-19-Infektion auf den Weg in ihre Heimatdörfer machten.

    Rohstoffsektor hofft auf neuen Schwung durch Förderprogramme

    Die Lage im Bergbausektor hat sich im 2. Halbjahr 2020 wieder entspannt. Im März 2021 erreichte die Rohstoffförderung gemessen am Industrieindex erstmals wieder das Vorkrisenniveau. Im Mai 2020 hatte Indiens Regierung im Zuge der Coronakrise ein 265 Milliarden US$ schweres Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, mit dem auch eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik angeschoben werden soll. Unter anderem will sie Industriezweige, die für private indische und ausländische Investoren bislang schwer zugänglich sind - hierzu zählt der Bergbau - stärker öffnen. Im Fokus steht dabei unter anderem der Kohleabbau, der noch fest in öffentlicher Hand ist. Um Investoren aus dem Privatsektor ein Engagement schmackhaft zu machen, will die Regierung bis 2024 fast 7 Milliarden US$ in die Infrastruktur zur Kohleförderung investieren.

    Die indische Wirtschaft dürfte im Finanzjahr 2021/22 real zwischen 8 und 10 Prozent zulegen. Auch mittelfristig sind die Konjunkturaussichten positiv. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet von 2022 bis 2026 BIP-Zuwächse von durchschnittlich 7 Prozent pro Jahr. Die Regierung will den Anteil der verarbeitenden Industrie an der Bruttowertschöpfung von 17 Prozent im Jahr 2020 auf 25 Prozent im Jahr 2025 steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie ein milliardenschweres Förderprogramm aufgelegt. Im Rahmen von Production Linked Incentives (PLI) erhalten Unternehmen einen Bonus, wenn sie den Absatz von lokal gefertigten Produkten über ein Basisjahr hinaus steigern.

    Unter den förderfähigen Branchen befinden sich auch wichtige Rohstoffabnehmer wie der Kfz-Sektor, die Stahlindustrie und die Metallverarbeitung. Die Bergbaubranche würde also ebenfalls profitieren. Im Jahr 2019 startete ein Infrastrukturprogramm mit einem Investitionsvolumen von 2 Billionen US$ und 8.000 Einzelprojekten, darunter im Verkehrswegebau und in der Energieversorgung. Es dürfte die Nachfrage nach Rohstoffen beispielsweise aus der Zement- und Baustoff- oder der Stahlindustrie zusätzlich positiv beeinflussen.

    Rohstoffvorkommen

    Indien ist ein ressourcenreiches Land und verfügt über beträchtliche Vorkommen an Kohle, Erzen, mineralischen Rohstoffen sowie Steinen und Erden. Das Land hat bei der Prospektion potenzieller Lagerstätten noch Nachholbedarf. Die indische Denkfabrik NITI Aayog schätzt das geologische Potenzial auf 17 Prozent der indischen Landmasse, also rund 570.000 Quadratkilometer. Davon wurden bislang allerdings erst 10 Prozent untersucht und nur 1,5 Prozent für den Bergbau erschlossen.

    Die Prospektion neuer Lagerstätten erfolgt auf nationaler Ebene durch den Geological Survey of India (GSI) und durch vergleichbare Einrichtungen der Bundesstaaten und Unionsterritorien sowie durch private Bergbauunternehmen. Für die Exploration ist auf staatlicher Seite die Mineral Exploration Corporation (MECL) zuständig. Das Indian Bureau of Mines (IBM) sammelt und bereitet die Bergbaudaten auf und veröffentlicht Statistiken zu Rohstoffvorkommen und -förderung. Die letzten Daten zu den Reserven und Vorkommen liegen für das Jahr 2015 vor.

    Rohstoffvorkommen in Indien (Auswahl; Stand: 1. April 2015; in Millionen Tonnen)

    Reserven

    Vorkommen

    Kalkstein

    16.336

    203.225

    Eisenerz

      Hämatit

    5.422

    22.487

      Magnetit

    53

    10.789

    Dolomit

    678

    8.415

    Quarz/Quarzsand

    648

    3.908

    Bauxit

    656

    3.897

    Kaolonit

    229

    2.941

    Quarzit

    83

    1.659

    Kupfererz

    208

    1.511

    Gips

    37

    1.330

    Galenit und Sphalerit

    106

    749

    Laterit

    125

    707

    Feldspat

    329

    634

    Bentonit

    15

    583

    Silbererz

    150

    512

    Golderz

    17

    502

    Manganerz

    93

    496

    Titanminerale

    14

    414

    Magnesit

    82

    394

    Chromit

    102

    344

    Phosphorit

    46

    313

    Baryt

    51

    87

    Quelle: Indian Bureau of Mines, 2015

    Indien zählt bei einigen Rohstoffreserven weltweit zur Spitzengruppe

    Indien verfügt über 95 bekannte Rohstoffe, von denen 40 als Major Minerals und 55 als Minor Minerals klassifiziert werden. Die Hauptrohstoffe wiederum sind in Energie- (4), metallische (10), nichtmetallische (23) und atomare Rohstoffe (3) unterteilt. Diese fallen in den Verantwortungsbereich der indischen Zentralregierung, während bei den Minor Minerals die jeweiligen Bundesstaaten zuständig sind, in denen sich die Lagerstätten befinden. Indien zählt bei vielen Rohstoffen zu den Nationen mit den höchsten Reserven weltweit, so die Analyse der Federation of Indian Mineral Industries (FIMI) von Januar 2020. Demnach belegt der Subkontinent bei Baryt den zweiten und bei Chromit den dritten Platz. Daneben rangiert Indien unter anderem bei Eisenerz, Manganerz, Bauxit und Magnesit im globalen Vergleich unter den Top Ten. Detaillierte Informationen zu den Vorkommen und Reserven von rund 40 Rohstoffen bieten die „Statistical Profiles of Minerals“, die jährlich vom IBM veröffentlicht werden.

    Indien verfügt zudem über bedeutende Vorkommen der Energierohstoffe Kohle, Erdöl und Erdgas. Laut Ministry of Coal beliefen sich die Steinkohlereserven am 1. April 2020 auf insgesamt 344 Milliarden Tonnen. Der Anteil der nachgewiesenen Reserven lag am Stichtag bei 48 Prozent. Indien rangiert damit weltweit an fünfter Stelle nach den USA, Russland, Australien und China. Die Lagerstätten befinden sich vor allem in den östlichen Bundesstaaten Jharkhand, Odisha, Chhattisgarh und Westbengalen, drei Viertel davon in einer Tiefe von maximal 300 Metern. Von den 6,8 Milliarden Tonnen Braunkohle lagern knapp zwei Drittel im südindischen Tamil Nadu, der Rest in den beiden nordwestlichen Bundesstaaten Gujarat und Rajasthan. Die indische Kohle hat im Vergleich zu anderen international gehandelten Sorten einen geringeren Energie- und Schwefel- sowie einen höheren Aschegehalt.

    Indiens Reserven an Energierohstoffen *)

    2019

    2020

    Steinkohle (Milliarden Tonnen)

      Reserven insgesamt

    326,5

    344,0

      nachgewiesene Reserven

    155,6

    163,5

    Braunkohle (Milliarden Tonnen)

      Reserven insgesamt

    45,8

    46,0

      nachgewiesene Reserven

    6,8

    6,8

    Erdöl (Millionen Tonnen)

    619,0

    603,4

    Erdgas (Milliarden Kubikmeter)

    1.380,6

    1.371,9

    *) Stand zum 1. April des jeweiligen JahresQuelle: National Statistical Office, 2021

    Neben Kohle verfügt der Subkontinent auch über Erdöl- und Erdgasreserven. Knapp zwei Drittel der geschätzten 603 Millionen Tonnen Rohöl lagern vor der indischen Westküste (38 Prozent) sowie in Gujarat (19 Prozent) und Rajasthan (6 Prozent), ein weiteres Viertel im nordöstlichen Bundesstaat Assam. Von den fast 1,4 Billionen Kubikmetern Erdgas befinden sich 40 Prozent in Lagerstätten entlang der Ostküste, 24 Prozent an der nördlichen Westküste und weitere 12 Prozent in Assam.

    Rohstoffförderung

    Der indische Bergbausektor ist in den letzten Jahren langsamer gewachsen als die Wirtschaft insgesamt und auch als die verarbeitende Industrie. Vom Basisjahr 2011/12 ausgehend kletterte der Produktionsindex für den Bergbau (Mining and Mineral Extraction) bis zum Ende des Finanzjahres 2019/20 auf 110 Zähler und lag damit 20 Punkte unter dem Stand der verarbeitenden Industrie. Im Corona-Krisenjahr 2020/21 war der Output im Bergbau im Jahresdurchschnitt fast wieder auf das Niveau von vor zehn Jahren zurückgefallen. In der Monatsbetrachtung legte die Produktion seit Ende 2020 aber deutlich zu und der Index erreichte im März 2021 mit 139 Zählern sogar den höchsten Stand seit dem Basisjahr.

    Entwicklung des realen Produktionsindex *)

    Sektor

    2011/12

    2016/17

    2017/18

    2018/19

    2019/20

    2020/21

    Bergbau

    100

    102,5

    104,9

    107,9

    109,6

    101,0

    Verarbeitende Industrie

    100

    121,0

    126,6

    131,5

    129,6

    116,9

    *) Durchschnittswert des jeweiligen Finanzjahres vom 1. April bis 31. MärzQuelle: Ministry of Statistics and Programme Implementation, 2021

    Indien zählt zu den bedeutendsten Rohstoffförderern weltweit. Im Ranking der größten Produzenten belegte der Subkontinent 2019 mit einem Volumen von rund 1 Milliarde Tonnen den fünften Platz hinter China, USA, Russland und Australien. Indien hat einen Anteil von 6 Prozent an der globalen Rohstoffproduktion. Gegenüber 2014 konnte das Fördervolumen um ein Fünftel und der Anteil am Weltmarkt um 1 Prozent gesteigert werden. Fast 80 Prozent der Förderung entfallen auf Energierohstoffe, in erster Linie Kohle, 15 Prozent auf Eisenerz und -legierungen und weitere 5 Prozent auf Industriemineralien, so die Angaben der World Mining Data 2021.

    Indiens Rohstoffförderung (in Tausend Tonnen; Anteile in Prozent)

    Mineralien

    2014

    2019

    Anteil 2019 *)

    Position weltweit 2019

    Kesselkohle

    554.984

    677.936

    11,4

    2

    Eisenerz

    86.369

    152.600

    9,9

    4

    Kokskohle

    57.451

    52.937

    5,2

    5

    Braunkohle

    48.257

    42.103

    5,7

    7

    Erdöl

    37.464

    32.169

    0,7

    26

    Salz

    27.100

    27.300

    9,5

    3

    Bauxit

    22.226

    21.824

    6,0

    5

    Kaolin

    3.861

    4.400

    11,4

    4

    Feldspat

    1.343

    4.300

    14,4

    2

    Schwefel

    2.565

    3.900

    4,7

    7

    Aluminium

    2.027

    3.635

    5,8

    3

    Bentonit

    1.380

    3.600

    16,5

    3

    Baryt

    911

    2.000

    22,7

    2

    Gips

    2.478

    2.000

    1,3

    18

    Chromit

    995

    1.819

    11,4

    3

    Talkum

    922

    1.640

    20,6

    2

    Manganerz

    891

    970

    4,5

    7

    Zink

    796

    723

    5,5

    6

    Phosphat

    427

    322

    0,5

    18

    Blei

    120

    203

    4,1

    7

    Titan

    400

    160

    2,1

    13

    Magnesit

    276

    98

    0,4

    14

    Graphit

    117

    32

    2,8

    6

    Kupfer

    36

    30

    0,1

    36

    Sonstige

    26.105

    24.228

    0,1

    k. A.

    Insgesamt

    879.501

    1.060.929

    5,8

    5

    *) an der weltweiten FörderungQuelle: World Mining Data, 2021

    Im internationalen Vergleich schafft es der indische Bergbau bei vielen Rohstoffen in die Top Ten. Unter anderem bei Kohle, Eisenerz, Bauxit, Baryt, Aluminium und Chromit zählt der Subkontinent sogar zu den fünf größten Förderländern. Zwar liegt Indien auch bei Seltenen Erden auf dem fünften Platz, erzielt aber mit einem Abbauvolumen von 4.200 Tonnen (2019) einen Marktanteil von gerade einmal 2 Prozent. Gegenüber 2014 hat sich die Fördermenge allerdings mehr als vervierfacht. Bei der wertmäßigen Rohstoffproduktion belegte Indien 2019 mit rund 130 Milliarden US$ den siebten Platz. Auch hier entfällt mit 88 Milliarden US$ der Löwenanteil auf Energierohstoffe, gefolgt von Eisenerz und -legierungen mit 33 Milliarden US$.

    Indien muss einen großen Teil seines Rohstoffbedarfs importieren

    Indiens Rohstoffexporte sind in den letzten Jahren ebenfalls kontinuierlich gewachsen. Im Finanzjahr 2019/20 beliefen sich die Ausfuhren von Erzen und Mineralien (ohne Energierohstoffe) auf umgerechnet knapp 4 Milliarden US$, was auf Indische-Rupien-Basis einer Verdoppelung gegenüber 2009/10 entsprach. Insbesondere der Export von Eisenerz legte rasant auf 2,6 Milliarden US$ im Finanzjahr 2019/20 zu - fünf Mal so viel wie noch fünf Jahre zuvor. Im Gegenzug importierte Indien Erze und Mineralien im Wert von 5 Milliarden US$. Obgleich das Land zu den größten Kohleproduzenten weltweit zählt, führte es 2019/20 fast 250 Millionen Tonnen Kohle im Wert von 22 Milliarden US$ ein. Damit sind die Kohleimporte innerhalb von fünf Jahren um 22 Prozent gewachsen. Im Finanzjahr 2020/21 gingen sie wegen der Coronakrise aber wieder auf 215 Millionen Tonnen zurück, so die vorläufige Schätzung des Ministry of Coal.

    Indiens Produktion und Import von Kohle (in Millionen Tonnen) *)

    2014/15

    2015/16

    2016/17

    2017/18

    2018/19

    2019/20

    Produktion

    566

    609

    639

    657

    729

    731

    Importe

    218

    204

    191

    208

    235

    249

    *) ohne Braunkohle; Finanzjahr vom 1. April bis 31. MärzQuelle: Ministry of Coal

    Während Kohle vor allem im Nordosten des Landes gefördert wird, ist der Abbau von metallischen und nichtmetallischen Rohstoffen regional breiter gestreut. Nach Angaben des Ministry of Mines wurden diese in 32 der 36 Bundesstaaten und Unionsterritorien gefördert. Allerdings konzentriert sich der Abbau auf zehn Bundesstaaten, auf die im Finanzjahr 2019/20 rund 85 Prozent des Fördervolumens entfielen. Die fünf größten Abbauregionen waren Rajasthan mit 17 Prozent, Odisha (14), Andhra Pradesh (13) sowie Chhatisgarh und Telangana mit einem Anteil von jeweils 8 Prozent.

    Profil der wichtigsten Bundesstaaten für die Rohstoffförderung 1)

    Bundesstaat

    Förderwert 2019/20 (in Millionen US$) 2)

    Anzahl Minen

    Hauptrohstoffe

    Odisha

    4.659

    129

    Bauxit, Chromit, Manganerz, Eisenerz, Kalkstein

    Rajasthan

    3.231

    84

    Blei, Zinkerz, Kupfererz, Kalkstein, Manganerz, Eisenerz

    Andhra Pradesh

    2.540

    123

    Manganerz, Eisenerz, Kalkstein

    Chattisgarh

    1.707

    92

    Bauxit, Kalkstein, Eisenerz, Magnesit

    Telangana

    1.602

    92

    Kalkstein, Manganerz

    Karnataka

    1.283

    140

    Golderz, Manganerz, Kalkstein, Eisenerz, Magnesit

    Madhya Pradesh

    1.156

    220

    Kupfererz, Manganerz, Bauxit, Kalkstein, Eisenerz

    Gujarat

    1.050

    167

    Bauxit, Kalkstein, Mergel

    Maharashtra

    811

    67

    Manganerz, Bauxit, Kalkstein

    Uttar Pradesh

    807

    2

    Kalkstein

    1) ohne Energierohstoffe und Minor Minerals; 2) Finanzjahr vom 1. April bis 31. März; Durchschnittswechselkurs 2019/20: 1 US$ = 70,49 indische Rupien (iR)Quelle: IBM

    Die Zahl der operativen Minen, in denen die 40 Hauptrohstoffe (Major Minerals) gefördert werden, ist in Indien seit Jahren rückläufig. Am Ende des Finanzjahres 2020/21 waren noch 1.229 Minen in Betrieb, 74 weniger als in der Vorperiode. In 684 davon wurden metallische und in 545 nichtmetallische Rohstoffe abgebaut. Daneben gab es am 1. April 2020 landesweit rund 400 Stein- und Braunkohlebergwerke, von denen knapp 60 Prozent im Tagebau und der Rest im Untertagebau oder als gemischte Minen betrieben wurden.

    Von Boris Alex | New Delhi

  • Akteure in der nationalen Rohstoffförderung / -produktion

    Der Privatsektor wird in der indischen Rohstoffförderung immer wichtiger. Die Regierung treibt die Privatisierung von Staatsbetrieben voran.

    Der indische Bergbau ist nach wie vor stark durch die öffentliche Hand geprägt. Mit der Öffnung des Sektors für private Investoren zu Beginn der 1990er Jahre ist der Anteil der Staatsbetriebe - Public Sector Undertakings (PSU) - an der Rohstoffförderung langsam zurückgegangen und von rund 80 Prozent im Jahr 2000 auf inzwischen knapp unter 60 Prozent gesunken. Rechnet man die Energieträger heraus, erreicht der Privatsektor sogar einen Anteil von 70 Prozent an der Förderung.

    Dieser Trend dürfte sich weiter fortsetzen, denn Indiens Regierung will in den nächsten Jahren eine Reihe von defizitären PSU privatisieren. Im Fokus stehen auch Bergbaufirmen wie Neelachal Ispat Nigam (NINL), die unter anderem im Eisenerzabbau aktiv ist. Die geplante Privatisierung des Stahlkonzerns Rashtriya Ispat Nigam (Vizag Steel) hätte auch Auswirkungen auf dessen Tochterfirma Orissa Minerals Development Company, einen wichtigen Produzenten von Eisen- und Manganerz.

    Im öffentlichen Sektor sind neben reinen Rohstoffkonzernen wie dem Kohleförderer Coal India zudem viele PSU über vertikale Diversifizierung im Bergbau aktiv. So betreiben Energieversorger oft Kohle- und Stahlkonzerne eigene Eisenerzminen. Im Privatsektor dominieren Industriekonglomerate wie Tata, Reliance Industries oder Aditya Birla. Diese sind zum Teil schon seit Jahrzehnten in der Rohstoffförderung aktiv, um den Kohlebedarf für ihre Kraftwerke oder den Eisenerzbedarf für die Stahlherstellung zu decken, oder haben Bergbauunternehmen in den Konzern eingegliedert.

    Private Minenbetreibermodelle gewinnen an Bedeutung

    Darüber hinaus sind private Minenbetreiber (Mine Operator; MO) sowie Minenentwickler und -betreiber (Mine Developer and Operator; MDO) wichtige Akteure im Bergbau. Bei diesem Modell beauftragen meist staatliche Rohstoffkonzerne, Stahlproduzenten oder Energieerzeuger Privatunternehmen mit der Entwicklung neuer Lagerstätten und dem Abbau von Kohle, Eisenerz oder anderen Rohstoffen. Das MDO-Betreibermodell hat in den letzten zehn Jahren an Bedeutung gewonnen und neue Unternehmen, die bislang nicht im Bergbau aktiv waren, angelockt. Im Jahr 2019 wurden 150 Millionen Tonnen Rohstoffe im Rahmen von MDO-Verträgen abgebaut. Bis 2026 soll das Volumen auf 250 Millionen Tonnen zulegen, prognostiziert die Unternehmensberatung KPMG. Im Juni 2020 hatte Coal India angekündigt, 15 Kohleblöcke mit einer Jahresproduktion von 168 Millionen Tonnen an MDO vergeben zu wollen.

    Zu den größten MDO zählt der Mischkonzern Adani Group, der inzwischen zwölf Kohle- und Eisenerzminen im Auftrag von staatlichen Rohstoff- und Energiekonzernen entwickelt und betreibt. Das Unternehmen will sein Engagement in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Weitere wichtige Player im Kohle- und Eisenerzabbau sind Essel Mining (gehört zur Aditya Birla Group), Sainik Mining, BGR Mining, Thriveni Earthmovers und Mahalaxmi Mining. Daneben ist eine Reihe von Baufirmen wie NCC oder Dilip Buildcon in das MDO-Geschäft eingestiegen. Im internationalen Vergleich schaffen es gemessen an der Marktkapitalisierung lediglich Coal India und Vedanta in die Top 50 der größten Bergbaufirmen, so eine Analyse von Mining[DOT]Com.

    Von Boris Alex | New Delhi

  • Investitionen im Rohstoffsektor

    Rund 300 Schlüsselprojekte sind im indischen Bergbausektor geplant, vor allem in den Bereichen Kohle, Einsenerz, Kupfer, Zink und Kalkstein. 

    Die Investitionsaktivitäten im indischen Bergbausektor sind 2020 wegen der Covid-19-Pandemie abgeflaut, aber nicht eingebrochen, so die Analyse von Accenture. Die Investitionsausgaben gingen gegenüber 2019 um 3 Prozent zurück und damit weniger stark als in anderen Industriezweigen. Für 2021 erwartet das Beratungsunternehmen eine Erholung bei den Investitionen und mittel- bis langfristig einen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Vor allem die Öffnung des Kohlebergbaus für private Investoren und die Abschaffung der Beteiligungsgrenzen für ausländische Direktinvestitionen bei der Förderung von metallischen und nichtmetallischen Rohstoffen dürften sich positiv auf das Investitionsgeschehen entlang der Wertschöpfungskette im Bergbau auswirken.

    Laut India Infrastructure Research waren Anfang 2021 fast 300 Schlüsselvorhaben im Bergbausektor - vor allem Kohle, Eisenerz, Kupfer, Zink und Kalkstein - mit einem Investitionsvolumen von umgerechnet 27 Milliarden US-Dollar (US$) in der Projektpipeline. Knapp zwei Drittel davon sind Greenfield-, der Rest Erweiterungsinvestitionen. Unter den 15 größten Einzelvorhaben mit Kapazitäten von mehr als 15 Millionen Tonnen befinden sich ausschließlich Kohle- und Eisenerzprojekte, so die Analyse des Marktforschers.

    Kohleförderung soll bis 2024 auf 1 Milliarde Tonnen gesteigert werden

    Um Investoren ein Engagement im indischen Bergbausektor schmackhaft zu machen, hatte die indische Regierung im Rahmen ihres Corona-Konjunkturpakets angekündigt, bis zum Ende des Finanzjahres 2023/24 rund 7 Milliarden US$ in die Entwicklung der Kohleförderung investieren zu wollen. Insgesamt 500 Einzelvorhaben befinden sich in der Planung. Beispielsweise sollen die Abräumgebiete über Förderbänder besser an das Schienennetz angebunden werden, um den Abtransport der Kohle zu beschleunigen. Allein hierfür stehen in den nächsten drei Jahren 2,5 Milliarden US$ zur Verfügung. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Fördermenge von Coal India bis dahin um ein Drittel auf 1 Milliarde Tonnen zu steigern.

    Indiens größter Kohleförderer hatte zum Ende des Finanzjahres 2020/21 insgesamt 63 Projekte im Portfolio, die bis spätestens 2031 realisiert werden sollen. Dabei handelt es sich um Vorhaben mit Fördervolumina zwischen 1 Million und 70 Millionen Tonnen pro Jahr, 95 Prozent der Projekte sind im Tagebau. Das Investitionsvolumen beläuft sich laut Ministry of Coal auf 15 Milliarden US$. Indiens zweitgrößter Kohleproduzent, Singareni Collieries Company (SCCL), hatte zum Stichtag 14 Großprojekte mit einem Fördervolumen von 47 Millionen Tonnen jährlich und einem Investitionsbedarf von 675 Millionen US$ in der Pipeline. Der staatliche Braunkohleproduzent Neyveli Lignite Corporation (NLC) hat aktuell eine Förderkapazität von rund 30 Millionen Tonnen pro Jahr. Das Unternehmen will künftig auch Steinkohle abbauen und strebt hier bis 2025 eine jährliche Produktion von 30 Millionen Tonnen an.

    Indiens größter Eisenerzproduzent National Mineral Development Corp. (NMDC) hat im Frühjahr 2021 ambitionierte Expansionspläne vorgelegt. Der Staatsbetrieb will seine Förderung im Finanzjahr 2021/22 gegenüber der Vorperiode um fast 20 Prozent auf 42 Millionen Tonnen steigern und hat Investitionen von 400 Millionen US$ angekündigt. Bis Ende 2030 soll die Jahresproduktion sogar auf 100 Millionen Tonnen weiter ausgebaut werden, so die Pressemeldung von NMDC. Eine Reihe von indischen Stahlherstellern will den Abbau in bestehenden Eisenerzminen erhöhen und neue Minen entwickeln, um ihren Eisenerzbedarf aus eigener Förderung zu decken. JSW Steel plant, hierzu drei weitere Minen im Bundesstaat Karnataka zu erwerben, um die Produktion von 4 Millionen Tonnen im Finanzjahr 2019/20 auf bis zu 7 Millionen Tonnen zu erhöhen.

    Geplante Versteigerung von 500 Blöcken soll private Investoren anlocken

    Indien will mit den 2020 beschlossenen weiteren Öffnungsschritten im Bergbau für private Unternehmen und ausländische Investoren neue Investitionen anlocken. Im Juni 2020 hatte die Zentralregierung erstmals 38 Blöcke zur kommerziellen Kohleförderung unter Beteiligung des Privatsektors versteigert. Die Auktion stieß auf breites Interesse und 19 Blöcke mit einer Jahresproduktion von insgesamt 50 Millionen Tonnen konnten so vergeben werden. Die Regierung beziffert den Investitionsbedarf für Entwicklung und Betrieb der Minen auf rund 1 Milliarde US$.

    Die geplante Versteigerung von 500 vor allem mineralischen Rohstoffblöcken stößt zwar ebenfalls auf das Interesse der Privatwirtschaft. Es bleibt aber abzuwarten, ob der Vergabeprozess tatsächlich so „offen und transparent“ ablaufen wird, wie von der Regierung angekündigt. Davon dürfte auch abhängen, ob der Sektor für ausländische Direktinvestitionen (FDI) attraktiver wird. In den letzten 20 Jahren beliefen sich diese auf insgesamt 2,7 Milliarden US$ und kommen damit auf einen Anteil von gerade einmal 0,6 Prozent an den gesamten FDI.

    Der Großteil der Investitionen in den kommenden Jahren dürfte auf den Kohlebergbau entfallen. Auch bei Eisenerz und Bauxit erwartet der Industrieverband FIMI Potenzial, da die Stahl- und Aluminiumhersteller zahlreiche Expansionsvorhaben angekündigt haben und ihre Abhängigkeit von importierten Rohstoffen verringern wollen. So soll sich die Produktion von Stahl bis zum Finanzjahr 2030/31 auf 255 Tonnen und von Aluminium bis 2025/26 auf 7,2 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln. Anfang 2021 hat die National Aluminium Company (NALCO) ein Investitionsprogramm über 4 Milliarden US$ angekündigt. Unter anderem will Indiens größter Aluminiumproduzent bis 2027/28 die Bauxitförderung von 7,3 Millionen Tonnen im Finanzjahr 2019/20 auf 10,5 Millionen Tonnen steigern.

    Großprojekte im indischen Bergbau (Auswahl)

    Projekt/Bundesstaat

    Kapazität (Mio. t/Jahr)

    Investition (Mio. US$)

    Status

    Investor

    Gevra Kohletagebau / Chhattisgarh

    29,0

    1.613

    Ausbau der bestehenden Mine begonnen

    Coal India

    Gare Pelma Sector II Kohletagebau / Chhattisgarh

    23,6

    1.043

    in Planung, Abnahmevertrag mit Versorger geschlossen

    Adani Enterprises

    Baitarni West Kohletagebau / Odisha

    15,0

    526

    Planungsstadium

    Odisha Mining Corp.

    Siarmal Kohletagebau / Odisha

    40,0

    513

    Vergabe beendet, Abnahmevertrag mit Versorger geschlossen

    Dilip Buildcon

    Talaipalli Kohletagebau / Chhattisgarh

    18,7

    410

    Vergabe beendet, Projektbeginn Mitte 2021

    Thriveni Earthmovers

    Lakhanpur-Belpahar-Lilari Kohletagebau / Odisha

    30,0

    332

    Planungsstadium

    Mahanadi Coalfields

    Talabira II u. III Kohletagebau / Odisha

    20,0

    328

    Ausbau der bestehenden Mine angekündigt

    Neyveli Lignite Corp.

    Bhubaneshwari Kohletagebau / Odisha

    20,0

    67

    Ausbau der bestehenden Mine begonnen

    Coal India

    Ananta Phase III Kohletagebau / Odisha

    15,0

    28

    Ausbau der bestehenden Mine begonnen

    Mahanadi Coalfields

    Jajang Eisenerzmine / Odisha

    16,5

    k. A.

    Planungsstadium

    JSW Steel

    Balda Block Eisenerzmine / Odisha

    15,2

    k. A.

    Planungsstadium

    Thriveni Earthmovers

    Quelle: India Infrastructure Research; Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Boris Alex | New Delhi

  • Lokale Hersteller von Bergbauausrüstung / Vertretungen ausländischer Hersteller vor Ort

    Indien produzierte 2018/19 Erdbewegungs- und Bergbaumaschinen im Wert von 14 Milliarden US-Dollar. Das Importvolumen bewegte sich zuletzt zwischen 300 Millionen und 500 Millionen US-Dollar.

    Die geplanten Investitionen im indischen Rohstoffsektor dürften sich auch positiv auf die Nachfrage nach Bergbautechnik auswirken. Da 80 Prozent der Rohstoffproduktion auf Kohle entfallen und davon wiederum 90 Prozent im Tagebau erfolgen, ist vor allem Ausrüstung für dieses Anwendungsgebiet gefragt. Maschinen für den Untertagebau machen nur etwa 5 bis 7 Prozent des Absatzvolumens aus, schätzt die Ratingagentur ICRA. Da sich nur wenige Untertagevorhaben in der Projektpipeline befinden, ist in dem Segment auch nicht mit einer signifikanten Nachfragesteigerung zu rechnen.

    Erdbewegungsmaschinen und Brecher sind besonders gefragt

    Der jährliche Absatz von Bau- und Bergbaumaschinen in Indien legte zwischen 2016 und 2019 kontinuierlich auf 92.000 Einheiten zu. Im Jahr 2020 ging er coronabedingt um 16 Prozent zurück. Für 2021 erwartet ICRA allerdings wieder ein Absatzplus von 15 bis 20 Prozent. Drei Viertel der Ausrüstung in dem Segment sind Erdbewegungsmaschinen. Der Absatz soll hier 2021 und 2022 um jeweils 10 bis 12 Prozent zulegen, so die Einschätzung eines Vertreters von Indiens führendem Bergbaumaschinenhersteller BEML. Bei Brechern wird im Finanzjahr 2021/22 ein Plus von 15 Prozent erwartet. In einer Studie aus dem Jahr 2019 bezifferte der Marktforscher 6wResearch das Umsatzwachstum im Segment Bergbauausrüstung bis 2024 auf durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr.

    Der Trend geht bei staatlichen Bergbaukonzernen wie Coal India hin zu Muldenkippern, Baggern, Radladern und Brechern mit größeren Kapazitäten. Zum Beispiel werden bei Brechern Maschinen mit mehr als 1.000 Tonnen pro Stunde stärker nachgefragt, so die Aussage des indischen Herstellers Puzzolana. Private Minenbetreiber bevorzugen demzufolge dagegen kleinere und mobile Maschinen, um flexibel zu bleiben. Hier sei auch die Nachfrage nach technisch anspruchsvollerer Bergbautechnik größer. Ein Vertreter des Ausrüsters Terex erwartet für 2021 und 2022 Umsatzzuwächse bei Sieb-, Sortier- und Förderanlagen sowie Brechern zwischen 15 und 20 Prozent.

    Der Automatisierungsgrad im indischen Rohstoffsektor ist im Vergleich zu anderen Bergbaunationen wie China, Australien, Kanada und den USA gering. Oft sind die Minen bedeutende oder sogar die einzigen Arbeitgeber in einer Region. Deshalb kann die Anschaffung von moderner Ausrüstung - beispielsweise von Continuous Minern - auch auf Widerstand stoßen, wenn dadurch Arbeitsplätze gefährdet sind. Gerade bei älteren Minen mit sinkenden Erträgen könnte aber durch einen höheren Mechanisierungsgrad die Effizienz gesteigert werden, so der Fachverband FIMI.

    Bergbau hat Nachholbedarf bei Automatisierung und Digitalisierung

    Im Privatsektor ist die Bereitschaft zur Automatisierung höher. Auch Themen wie Smart Mining, Big Data, Internet of Things, Telematik, autonome Fahrzeuge oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Aufsuchung von Lagerstätten sind dort bereits angekommen. Die großen indischen IT-Dienstleister wie Infosys, Wipro, TCS oder HCL bieten schon seit längerem digitale Lösungen für den Rohstoffsektor an. Siemens ist mit seiner Sparte Automatisierungstechnik für den Bergbau ebenfalls auf dem Subkontinent aktiv.

    Indien produzierte im Finanzjahr 2018/19 Erdbewegungs- und Bergbaumaschinen im Wert von 14 Milliarden US$ und damit doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor, so die Zahlen des Ministry of Heavy Industries and Public Enterprises. Etwa ein Viertel davon entfalle auf das Segment der Bergbautechnik, schätzen Branchenvertreter. Neben lokal produzierter Ausrüstung kommen im indischen Bergbau auch ausländische Maschinen zum Einsatz. Das Importvolumen schwankt zwar stark, bewegte sich aber in den letzten fünf Jahren in einem Korridor von 300 Millionen bis 500 Millionen US$.

    Deutsche Hersteller unter den wichtigsten Lieferanten von Bergbaumaschinen

    Trotz Coronakrise legten die Einfuhren von Bergbaumaschinen der Zolltarifposition 8430 im Jahr 2020 um knapp 7 Prozent auf 378 Millionen US$ zu. Die Importe aus Deutschland verdoppelten sich gegenüber dem schwachen Jahr 2019 auf 35 Millionen US$ und belegten damit hinter China und Malaysia den dritten Platz. China ist mit einem Importanteil von konstant um 30 Prozent das mit Abstand wichtigste Lieferland. Daneben bezieht Indien Bergbaumaschinen unter anderem aus den USA, Finnland, Italien und dem Vereinigten Königreich.

    Indiens Außenhandel mit Bergbauausrüstung (in Millionen US$) *)

    2016

    2017

    2018

    2019

    2020

    Importe

    320,5

    457,3

    487,9

    353,8

    377,6

      aus Deutschland

    19,4

    39,0

    38,7

    18,4

    34,7

    Exporte

    108,6

    174,2

    196,4

    150,5

    127,7

    *) ZT-Position 8430Quelle: UN Comtrade, 2021

    Der indische Markt für Bergbaumaschinen ist hart umkämpft. Die meisten großen internationalen Ausrüster sind auf dem Subkontinent vertreten. Die Geschäftsmodelle sind dabei ganz unterschiedlich. Caterpillar ist mit eigener Produktion sowie Design- und Forschungs- und Entwicklungszentrum in Indien aktiv und hat daneben große lokale Vertriebspartner. Auch Hyundai, JCB und Volvo montieren Geräte in eigenen Werken. Hitachi und Komatsu haben technische Kooperationen mit den indischen Konzernen TATA und Larsen & Toubro. Hersteller wie LiuGong aus China und Kobelco aus Japan importieren ihre Maschinen und bieten Service und Wartungsdienste an.

    Aus Deutschland sind unter anderem die Wirtgen Group, Thyssenkrupp und die FAM Group in Indien mit Niederlassungen und Vertriebsbüros vertreten. Auf indischer Seite gibt es einige große und mittelständische Hersteller, allen voran der halbstaatliche Industriekonzern BEML, Eimco Elecon oder Puzzolana. Die einheimischen Hersteller sind vor allem in den Segmenten Erdbewegungsmaschinen, Brecheranlagen und Fördertechnik aktiv. Darüber hinaus gibt es viele kleinere Betriebe, die Ersatzteile, Wartungsdienste und Systemlösungen im Bereich Bergbaumaschinen anbieten. 

    Anbieter von Bau- und Bergbaumaschinen in Indien (Auswahl)

    Unternehmen

    Produkte

    Anmerkung

    Action Construction Equipment (ACE)

    Baggerlader, Kräne, Planierraupen

    Produktion in Faridabad (Haryana)

    BEML Ltd.

    Bagger, Vorderkipper, Muldenkipper, Radlader, Seitenkipplader, Planierraupen, Planierer

    Produktion in Bengaluru

    Case Construction

    Raupenbagger, Planierer, Planierraupen

    Vertrieb von Case Maschinen

    Caterpillar India

    Bagger, Untertagelader, Muldenkipper, Radlader, Grader, Untertagelader

    Produktion von Baggern, Radladern, Baggerladern an zwei Standorten, Designzentrum

    Eimco Elecon

    Fahrlader, Continuous Miner, Kohletransporter,

    Produktion im Bundesstaat Gujarat

    Epiroc India

    Bagger, Fahrlader, Muldenkipper, Bohranlagen

    Vertrieb, Service

    FAM India

    Schaufelrad-, Eimerkettenbagger, Absetzer, Brecher

    Vertrieb, Service

    Fenner Conveyor Belting

    Fördertechnik

    Vertrieb, Service

    Gainwell CAT

    Bagger, Untertagelader, Muldenkipper, Radlader, Grader, Untertagelader

    Vertrieb, Service von Caterpillar

    Gmmco CAT

    Bagger, Untertagelader, Muldenkipper, Radlader

    Vertrieb, Service von Caterpillar

    Hyundai Construction Equipment

    Bagger

    Produktion von Baggern in Pune

    JCB India Ltd.

    Bagger, Baggerlader, Radlader, Teleskoplader

    Fertigung von JCB-Produkten an fünf Standorten

    Kobelco

    Bagger

    Vertrieb, Service

    LiuGong India

    Bagger, Radlader, Planierraupen

    Vertrieb, Service

    L&T Construction & Mining Machinery

    Bagger, Muldenkipper, Radlader

    eigene Maschinen und Vertrieb von Komatsu, Scania

    Mahindra Construction Equipment

    Baggerlader, Grader

    Produktion in Pune

    Nesans Mining and Automation

    Fördertechnik, Brecher

    Produktion in Coimbatore

    Propel Industries

    Brecheranlagen, mobile Brecher

    Produktion in Coimbatore

    Puzzolana Machinery

    Surface Miner, Brecher, Absetzer, Rückladegeräte

    Produktion in Hyderabad

    Sandvik

    Bohrgeräte, Muldenkipper, Schneidemaschinen, Brecher 

    Vertriebsbüros, Designcenter in Bengaluru, Produktion von Bohrgeräten in Patencheru

    Sany India

    Teilschnittmaschinen, Muldenkipper

    Produktion in Pune

    Schwingstetter India

    Bagger, Radlader, Grader, Raupenkräne

    Vertrieb von Baumaschinen, Produktion von Betonpumpen

    TATA-Hitachi Construction Machinery (THCM)

    Bagger, Muldenkipper, Radlader

    Kooperation zwischen TATA und Hitachi, Produktion an zwei Standorten

    Terex

    Brecher, Förderbänder, Sieb- und Waschanlagen

    Vertrieb von Terex-Ausrüstung

    TH Company India

    Brecher-, Wasch- und Filteranlagen

    Projektmanagement, Vertrieb, Service, Produktion geplant

    Thyssen Krupp Industries India

    Schaufelradbagger, mobile Förderbänder, Brechanlagen

    Vertrieb, Service

    Volvo Construction Equipment

    Bagger, Radlader, Sattelkipper, Muldenkipper

    Produktion von Raupenbaggern in Bengaluru

    Wirtgen Group

    Surface Miner, Brecher, Siebanlagen, Haldenbänder

    Montagewerk, Produktion von Walzenzügen in Pune

    Zoomlion India

    Bagger, Planierraupen

    Vertrieb, Service

    Quelle: Recherchen von Germany Trade & Invest

    Von Boris Alex | New Delhi

  • Gesetzliche und praktische Rahmenbedingungen

    Die indische Regierung passt den rechtlichen Rahmen an, um den Bergbausektor für private Unternehmen attraktiver zu machen.

    Gesetzliche Rahmenbedingungen

    Die rechtliche Grundlage für den indischen Bergbausektor bildet der Mines and Minerals (Development and Regulation) Act (MMDR) aus dem Jahr 1957. Darin sind unter anderem die Vergabe von Schürflizenzen (prospecting licence) und von Minenpachtverträgen (mining lease) sowie die Bedingungen für die Abbaugebühren (mining royalties) geregelt. Der MMDR wurde seit Inkrafttreten mehrfach im Rahmen von Änderungsgesetzen (Amendment Acts) modifiziert. Die amtierende Koalition unter der Führung der wirtschaftsliberalen Partei Bharatiya Janata Party (BJP) hat seit ihrer Übernahme der Regierungsgeschäfte im Jahr 2014 fast 20 Gesetzesänderungen und neue Gesetze für den Bergbau verabschiedet. Diese haben unter anderem zum Ziel, bürokratische Hürden abzubauen sowie die Vergabeverfahren von Lizenzen zu vereinfachen und zu beschleunigen, um den Sektor attraktiver für private Unternehmen zu machen.

    Mit einem Änderungsgesetz zum MMDR und den Mineral Auction Rules wurde zum Beispiel 2015 eine neue Ära bei der Vergabe von Schürflizenzen und Pachtverträgen eingeläutet. Seitdem dürfen diese nur noch im Rahmen eines transparenten Auktionsverfahrens vergeben werden. Zudem wurde die Laufzeit von neuen und die Verlängerung von auslaufenden Konzessionen von 30 auf 50 Jahre erhöht. Damit haben die Investoren einen längeren Planungshorizont und können eine höhere Kapitalrendite erzielen. Auch sieht das Gesetz höhere Strafen für den in Indien weit verbreiteten illegalen Abbau von Rohstoffen vor.

    Weitere Öffnung des Kohlebergbaus für den Privatsektor beschlossen

    Die indische Regierung hat 2020 weitere Reformen im Rohstoffsektor angeschoben, auch vor dem Hintergrund der Konjunkturkrise im Zuge der Covid-19-Pandemie. Mit dem im März verabschiedeten Mineral Laws (Amendment) Act, einem Änderungsgesetz zum MMDR und zum Coal Mines (Special Provisions) Act von 2015, wurden weitere Beschränkungen für den Privatsektor im Kohlebergbau aufgehoben. Beispielsweise dürfen sich jetzt auch indische Unternehmen ohne Erfahrung in diesem Segment und ausländische Bergbaufirmen an Versteigerungen von Kohleblöcken beteiligen.

    Im Juni 2020 wurde ein weiteres Änderungsgesetz zum MMDR auf den Weg gebracht, das Ende März 2021 vom Parlament verabschiedet wurde. Die Reform ist vor allem für Betreiber von Eigenbedarfsminen (captive mines) eine gute Nachricht, denn sie dürfen nun bei bestehenden Minen - unter bestimmten Voraussetzungen und Zahlung höherer Abbaugebühren an die Zentralregierung - bis zu 50 Prozent ihrer jährlichen Erträge auf dem freien Markt verkaufen. Bei der künftigen Versteigerung von Schürfrechten fällt die Unterscheidung zwischen Eigenbedarfsminen und kommerziellen Minen (merchant mines) weg. Das heißt, es gibt für den Gewinner der Auktion keine Beschränkungen mehr hinsichtlich der Verwendung der Rohstoffe.

    Auch der Auktionsprozess sowie die Übertragung von Schürflizenzen wurde mit dem Änderungsgesetz modifiziert. Beispielsweise kann künftig die Zentralregierung die Versteigerung von Konzessionen übernehmen, wenn die Bundesstaaten diese nicht innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens abschließen. Bei der Übertragung einer Mine behalten frühere Umweltgutachten und Genehmigungen unbefristet ihre Gültigkeit, um einen kontinuierlichen Abbau auch beim Wechsel des Besitzers sicherzustellen. Bislang waren diese nur für zwei Jahre gültig und mussten in diesem Zeitraum vom neuen Betreiber erneut beantragt werden.

    Im Rahmen der Gesetzgebung formuliert die indische Regierung in ihrer National Mineral Policy alle paar Jahre die politischen Vorgaben und Zielsetzungen für den Rohstoffsektor. In der aktuellen Version aus dem Jahr 2019 werden unter anderem die Öffnung für den Privatsektor und ausländische Investitionen, die Steigerung der Produktivität durch moderne Technik, die Qualifizierung von Arbeitskräften, die Verbesserung der Rohstofftransportinfrastruktur sowie die soziale und ökologische Nachhaltigkeit des Bergbausektors als Ziele genannt.

    Praktische Rahmenbedingungen

    Mit der Lockerung des regulatorischen Rahmens seit 2015 will Indiens Regierung die Rohstoffförderung für private Unternehmen und ausländische Investoren attraktiver machen. Im zweiten Schritt müssten aber auch die praktischen Rahmenbedingungen für die Firmen verbessert werden, so die Aussage des indischen Bergbauverbandes FIMI. Denn trotz der Gesetzesänderungen sehen die Unternehmen hier nach wie vor Verbesserungsbedarf. Im Mittelpunkt der Kritik stehen die langwierigen Genehmigungsverfahren, Defizite bei der Infrastruktur, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie Probleme bei der Projektfinanzierung.

    Damit steht der Bergbausektor nicht alleine da, sondern spiegelt die seit Jahren bekannten Probleme in der indischen Industrie wider. Zwar konnte sich das Land im Doing Business Report der Weltbank innerhalb von fünf Jahren um fast 80 Plätze auf Rang 63 im Jahr 2020 verbessern. Doch in für den Bergbau wichtigen Kategorien wie der Registrierung von Land und der Durchsetzung von Verträgen liegt der Subkontinent abgeschlagen auf Platz 154 und 163 von 190 Ländern, so das Ergebnis der Studie. In einer Befragung unter Bergbaufirmen durch das Fraser Institute zur rechtlichen und wirtschaftlichen Attraktivität belegte Indien 2016 nur Platz 73 von 109 Bergbauregionen.

    Die strukturellen Probleme, insbesondere die langwierigen Genehmigungsverfahren und Schwierigkeiten beim Landerwerb, führen regelmäßig zu Verzögerungen bei Bergbauprojekten. Einer Erhebung vom September 2020 zufolge hinkten allein von den insgesamt 123 laufenden Vorhaben des staatlichen Kohlekonzerns Coal India 54 ihrem Zeitplan hinterher, zum Teil um mehrere Jahre. Zwar hat die Coronakrise noch einmal zusätzlich auf die Bremse getreten, aber der Großteil der verzögerten Projekte lief bereits vor dem Ausbruch der Pandemie ihrem Zeitplan hinterher, so die Analyse von India Infrastructure Research.

    Umweltgenehmigungsverfahren soll verkürzt werden

    Die indische Regierung hat angekündigt, die Vergabe von Schürfrechten und das Umweltgenehmigungsverfahren (Environment Impact Assessment) transparenter zu gestalten und weiter zu verkürzen. Dazu sollen die Prozesse entbürokratisiert und die Zahl der eingebundenen staatlichen Stellen verringert werden. Die Freigabe durch die Umweltbehörden umfasst eine Environment Clearance, und, falls für das Projekt auch Wälder gerodet werden, auch noch eine Forest Clearance. Diese Genehmigungen werden nach einem mehrstufigen Verfahren, an dessen Ende eine Empfehlung durch das Environmental Appraisel Committee im Umweltministerium (Ministry of Environment, Forest and Climate Change) steht, erteilt.

    Im Frühjahr 2021 hatte die indische Regierung unter anderem beschlossen, dass unter bestimmten Voraussetzungen die Umweltgenehmigungen 50 Jahre statt wie bislang 30 Jahre gültig sind. Auch wurde die Möglichkeit der Einbindung von Stakeholdern im Rahmen von öffentlichen Anhörungen eingeschränkt, zum Beispiel bei der Expansion von bestehenden Minen, die bereits eine Genehmigung durch die Umweltbehörde erhalten haben. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Umweltverbände haben diese Regelungen als zu unternehmerfreundlich kritisiert und ihren Widerstand angekündigt.

    Der Landerwerb ist im dicht besiedelten Indien immer mit Konflikten verbunden, vor allem, wenn für ein Bergbauprojekt Wälder gerodet, Grundbesitzer enteignet oder ganze Dörfer umgesiedelt werden müssen. Die Verhandlungen hierzu ziehen sich oft über Jahre hin. In einigen Fällen können die Konflikte bis zum bewaffnetem Widerstand gegen die Minenbetreiber eskalieren, beispielsweise durch die maoistische Naxaliten-Bewegung im Nordosten Indiens. Illegale Bergbauaktivitäten sind in Indien verbreitet, vor allem beim Kohle- und Sandabbau, aber auch in der Eisenerz- und Bauxitförderung. Der Raubbau geht dabei nicht nur auf Kosten der Natur durch illegale Rodungen und verschmutzte Gewässer, sondern fordert jedes Jahr Hunderte von Menschenleben.

    Niedrige Hürden für den Import von Bergbaumaschinen

    Für deutsche Anbieter von Bau- und Bergbaumaschinen sind die Markteintrittsbarrieren in Indien verhältnismäßig niedrig. Das Einfuhrverfahren erfolgt auf elektronischem Weg. Zur Zollanmeldung muss der indische Importeur beim Directorate General of Foreign Trade (DGFT) mit einer Importer-Exporter-Codenummer (IEC) registriert sein. Die Waren werden mit der Zollanmeldung (Bill of Entry) und den Warenbegleitpapieren zum zollrechtlich freien Verkehr oder für ein Zolllagerverfahren angemeldet. Die Anmeldung erfolgt elektronisch über das Indian Customs EDI System (ICES).

    Der Einfuhrregelzollsatz für Bau- und Bergbaumaschinen liegt zumeist bei 7,5 Prozent. Im Rahmen der Importe für von der indischen Regierung benannte Großvorhaben zum Ausbau der Infrastruktur oder im Kraftwerksbau können bestimmte Maschinen zoll- und abgabenbegünstigt eingeführt werden. In Anlage 3 der indischen Einfuhrliste werden Waren aufgeführt, für deren Inverkehrbringen und Inbetriebnahme die Einhaltung der vom Bureau of Indian Standards (BIS) festgesetzten Normen vorgeschrieben ist. Dafür muss der indische Hersteller oder Importeur eine Konformitätsbewertung und Registrierung beim BIS beantragen.

    Von Boris Alex | New Delhi

  • Kontaktanschriften

    Kontaktanschriften Bergbaufirmen


    Barmer Lignite Mining Company Limited

    Office No. 2 & 3, 7th Floor, Man Upasana Plaza, C-44, Sardar Patel Marg, C-Scheme,

    Jaipur 302 001, Rajasthan

    T +91 141 2369 772, Fax: -2369 774

    https://blmcl.in


    Bharat Aluminium Company Limited

    C-103, Atul Projects-Corporate Avenue, New Link Road, Chakala, Andheri (E),

    Mumbai 400 099, Maharashtra

    T +91 22 6643 4500, Fax: -6643 4530

    www.balcoindia.com


    Coal India Limited (CIL)

    Coal Bhawan, Premise No. 04 MAR, Plot No. AF-III

    Action Area 1A, New Town, Rajarhat

    Kolkata 700 156, West Bengal

    T +91 33 2324 5555

    www.coalindia.in


    Gujarat Industries Power Company Limited

    Ranoli 391 350, Gujarat

    T +91 265 2232 768, Fax: -2230029

    genbaroda@gipcl.com, www.gipcl.com


    Gujarat Mineral Development Corporation Limited

    Khanij Bhavan, 132 - Ring Road

    Gujarat University Ground, Vastrapur

    Ahmedabad 380 052, Gujarat

    T +91 79 2791 3501, Fax: -2791 3038

    contact@gmdcltd.com, www.gmdcltd.com/en


    Hindalco Industries Limited

    Birla Centurion, 7th floor, Pandurang Budhkar Road, Worli

    Mumbai 400 030, Maharashtra

    T +91 22 6662 6666

    www.hindalco.com


    Hindustan Copper Limited

    1, Ashutosh Chowdhury Avenue

    Kolkata 700 019, West Bengal

    T +91 33 2283 2226, Fax: -2283 2478

    hcl_ho@hindustancopper.com, www.hindustancopper.com


    Hindustan Zinc Limited

    Yashad Bhawan

    Udaipur 313 004, Rajasthan

    T +91 294 660 4000

    hcl.ir@vedanta.co.in, www.hzlindia.com


    KIOCL Limited

    Block II, Koramangala, Sarjapura Road

    Bengaluru 560 034, Karnataka

    T +91 80 2553 1461

    www.kioclltd.in


    Manganese Ore India Limited (MOIL)

    MOIL Bhawan, 1A, Katol Road

    Nagpur 440 013, Maharashtra

    T +91 712 2590 050

    www.moil.nic.in


    National Aluminium Company Limited (NALCO)

    Nalco Bhavan, P1 Nayapalli

    Bhubaneswar 751 013, Odisha

    T +91 674 230 1988, Fax: -230 0550

    nalcoindia.com


    National Mineral Development Corporation Limited

    Khanij Bhavan, Masab Tank

    Hyderabad 500 028, Telangana

    T +91 040 2353 8713, Fax: -2353 8711

    www.nmdc.co.in


    Neyveli Lignite Corporation Limited (NLC)

    No. 135, EVR Periyar High Road, Kilpauk

    Chennai 600 010, Tamil Nadu

    T +91 44 2836 0027, Fax: -2836 0057

    www.nlcindia.in


    Odisha Mining Corporation Limited

    Post Box No.34

    Bhubaneswar 751 001

    T +91 0674 2377 400, Fax: -2396 889

    md@odishamining.in, https://omcltd.in


    Orissa Minerals Development Company

    Plot No. 428/3855 at Mouza, Goutam Nagar, Jayadev Nagar, Lewis Road, Nageswar Tangi

    Bhubaneswar 751 002, Odisha

    T +91 674 2430 237, Fax: -243 0237

    info.birdgroup@birdgroup.co.in, www.birdgroup.co.in


    Reliance Power Limited

    Reliance Centre, Ground Floor, 19, Walchand Hirachand Marg, Ballard Estate

    Mumbai 400 001

    T +91 22 3303 1000, Fax: -3303 7662

    reliancepower.investors@relianceada.com, www.reliancepower.co.in


    Singareni Collieries Company Limited (SCCL)

    Kothagudem Collieries

    Khammam 507 101, Telangana

    T +91 8744 24 23-01, -04, Fax: -24 23 05

    https://scclmines.com


    Steel Authority of India Limited (SAIL)

    Raw Materials Division

    Industry House, 10 Camac Street

    Kolkata 700 017, West Bengal

    T +91 33 2282 2316, Fax: -2282 3990

    rmdsail@gmail.com, www.sail.co.in


    Tata Steel Limited

    Bombay House, 24, Homi Mody Street

    Mumbai 400 001, Maharashtra

    T +91 22 6665 8282

    www.tatasteel.com


    Vedanta Limited

    1st Floor, ‘C’ wing, Unit 103, Corporate Avenue, Atul Projects, Chakala, Andheri (East)

    Mumbai 400 093, Maharashtra

    T +91 22 6643 4500

    gc@vedanta.co.in, www.vedantalimited.com


    Kontaktanschriften Anbieter von Bergbauausrüstungen


    Action Construction Equipment Limited (Ace)

    Dudhola Link Road, Vill. Dudhola

    Distt. Palwal 121 102, Haryana

    T +91 1275 280 111

    helpdesk@ace-cranes.com, http://ace-cranes.com


    BEML Limited

    BEML SOUDHA, 23/1, 4th Main, SR Nagar

    Bengaluru 560 027, Karnataka

    T +91 80 2296 3216, Fax: -2296 3282

    dmhq@beml.co.in, www.bemlindia.in


    Case Construction Equipment

    B1-207, BOOMERANG, Chandivali Farm Road, Andheri (East)

    Mumbai 400 072, Maharashtra

    www.casece.com


    Caterpillar India

    Mathagondapalli, Poonapalli Village

    Hosur 635 114, Tamil Nadu

    T +91 4344 393 200

    www.caterpillar.com/en/company/global-footprint/apd/india.html


    Elecon Engineering Company Ltd.

    Anand Sojitra Road

    Vallabh Vidyanagar 388 120, Gujarat

    T +91 2692 238 702, Fax: -227 484

    infoepc@elecon.com, www.elecon.com

     Epiroc Mining India Limited

    14th Floor, Tower 1, Fountainhead, Phoenix Market City, Nagar Road, Viman Nagar

    Pune 411 014, Maharashtra

    T +91 20 72197 22200

    miningtechnique.india@epiroc.com, www.epiroc.com/en-in


    FAM Materials Handling Systems India Pvt. Ltd.

    129, Infinity Business Centre, 18th Floor, Infinity Benchmark, Plot-G1, Block-GP

    Sector V, Salt Lake City

    Kolkata 700091, West Bengal

    T +91 33 4603 6446

    www.fam.de


    Fenner Conveyor Belting Pvt Ltd

    Madurai - Dindigul Road, Nagari

    Madurai 625 221, Tamil Nadu

    T +91 452 2464 201, Fax: -2464 204

    n.sridhar@fennerdunlop.com, www.fennerdunlopindia.com


    Gainwell Commosales Private Limited

    705, Godrej Waterside, 7th Floor, Tower II, Block DP, Sector V, Salt Lake City

    Kolkata 700 091, West Bengal

    T +91 33 6644 2000, Fax: -6644 2009

    www.gainwellindia.com


    GMMCO Limited

    No.6, G.S.T Road, ST Thomas Mount

    Chennai 600 016, Tamil Nadu

    sales@gmmcoindia.com, www.gmmco.in


    Hyundai Construction Equipment India Private Limited

    Plot No. A-2, MIDC Chakan, Phase II, Village Khalumbre

    Pune 410 501, Maharashtra

    T +91 2135 301 700

    hyundai.care@theconnectionsindia.com, https://hyundaiindia.net


    JCB India Limited

    23/7 Mathura Road

    Ballabgarh 121 004, Haryana

    T +91 129 4299 000

    www.jcb.com/en-in/mining


    Kobelco Construction Equipment India Pvt. Ltd.

    H 200, Sector 63

    Noida, 201 307 Uttar Pradesh

    T +91 120 4079 930, Fax: -4079 999

    kcei.info@kobelco.com, www.kobelco-in.com


    Komatsu India Private Limited

    Plot No. A-1, Sipcot Industrial Park & Growth Centre

    Kancheepuram 631 604, Tamil Nadu

    T +91 44 2715 5000

    www.komatsuindia.in


     Liugong India Pvt. Ltd.

    82, Okhla Industrial Estates

    New Delhi 110 020

    T +91 11 4727 2200, Fax: -4727 2220

    india@liugong.com, http://web.liugong.com/en_in/index.htm


    Liebherr India Private Limited

    Kesar Solitaire, 25th & 26th floor, Plot no. 5, Sector 19, Sanpada

    Navi Mumbai 400 705, Maharashtra

    T +91 22 6176 7500, Fax: -6176 7599

    info.lid@liebherr.com, www.liebherr.com


    L&T Construction & Mining Machinery

    Lakshminarayan Complex, First Floor, 10/1, Palace Road

    Bengaluru 560 052, Karnataka

    T +91 80 2225 6982

    www.larsentoubro.com/construction-mining-machinery


    Mahindra & Mahindra Construction Equipment

    Shewale Centre, Pimpri

    Pune 411 018, Maharashtra

    www.mahindraconstructionequipment.com


    Nesans Mining and Automation Private Limited

    SF No. 20/1, Eachanari Madukkarai Road, Madukkarai Market

    Coimbatore 641 105, Tamil Nadu

    www.nesans.in


    Propel Industries Pvt. Ltd.,

    SF.No: 38/1-B, Kangayampalayam, Trichy Road, Sulur

    Coimbatore 641 401, Tamil Nadu

    T +91 99 940 60001

    marketing@propelind.com, www.propelind.com


    Puzzolana

    Puzzolana Towers

    Sumedha Estates, Avenue-4, Street No. 1, Road No. 10, Banjara Hills

    Hyderabad 500 034, Telangana

    T +91 40 2335 0409

    enquiry@puzzolana.net, www.puzzolana.net


    Sandvik Mining and Rock Technology

    C/o Sandvik Asia Pvt. Ltd.

    Mumbai-Pune Road, Dapodi

    Pune 411 012, Maharashtra

    T +91 20 6310 2200

    www.rocktechnology.sandvik/en/sales-offices/world/asia/india


    Sany Heavy Industry India Private Limited

    Plot no E-4, Chakan Industrial Area, Phase III, Taluka: Khed

    Pune 410 501, Maharashtra

    T +91 2135 670 288, Fax: -670 300

    corporate@sany.in, https://sany.in


    Schwing Stetter India Pvt. Ltd.

    F71, F72 SIPCOT Industrial Estate, Irungattukottai Sriperumpudur

    Kanchipuram District 602 117, Tamil Nadu

    T +91 44 7137 8100

    chennai@schwingstetterindia.com, www.schwingstetterindia.com


    Tata Hitachi Construction Machinery Company Private Limited

    Jubilee Building, 45 Museum Road

    Bengalur 560 025, Karnataka

    T +91 80 6695 3301, Fax: -6695 3309

    info@tatahitachi.co.in, www.tatahitachi.co.in


    Terex Equipment Private Limited

    5th Floor, West Wing, ECity Tower 2, 94/2 and 95/2, Electronic City Phase 1

    Bengaluru 560 100, Karnataka

    T +91 80 3315 1000, Fax: -3315 1001

    www.terex.com/en-in


    Thyssen Krupp Industries India Pvt. Ltd.

    154 C, Mittal Tower, 15th Floor, 210, Nariman Point

    Mumbai 400 021, Maharashtra

    T +91 22 2202 0064, Fax: -2204 4025

    tkii.mumbai@thyssenkrupp.com, https://thyssenkrupp-industries-india.com


    Volvo ConCE India Pvt. Ltd.

    7&8, Phase 1, Peenya Industrial Area, Peenya

    Bengaluru 560 058, Karnataka

    function.volvoce.india@conneqtcorp.com, www.volvoce.com/india/en-in


    Wirtgen India Pvt. Ltd.

    Gat No. 301 & 302, Bhandgaon Khor Road, Village Bhandgaon, Taluka - Daund

    Dist Pune 412 214, Maharashtra

    T +91 20 6768 2600

    sales.india@wirtgen-group.com, www.wirtgen-group.com/en-in


    Zoomlion India Pvt. Ltd.

    Plot No 49, Panvel Industrial Estate, Panvel

    Navi Mumbai 410 206, Maharashtra

    info@zoomlionindia.org, www.zoomlionindia.org

nach oben
Feedback

Anmeldung

Bitte melden Sie sich auf dieser Seite mit Ihren Zugangsdaten an. Sollten Sie noch kein Benutzerkonto haben, so gelangen Sie über den Button "Neuen Account erstellen" zur kostenlosen Registrierung.