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Kammern und Verbände in Norwegen

Handelskammern in Norwegen

Die norwegischen Handelskammern folgen dem skandinavischen Konzept. Dieses ist anders aufgebaut als das aus einigen mittel- und westeuropäischen Ländern bekannte Modell von (halb-) staatlichen Organisationsformen mit einer gegebenenfalls sogar gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtmitgliedschaft.

Es gibt viele verschiedene lokale Unternehmensverbände. Sie sind privatrechtlich organisiert und ihre Mitgliedschaft ist freiwillig. Jedoch haben nur einige von ihnen den Status einer Handelskammer. Diesen erhalten sie nur, wenn ihre Satzung den Standards der Dachorganisation der Handelskammern in Norwegen (Det Norske Handelskammerforbund, kurz: DNH) entspricht und vom Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei (Nærings- og fiskeridepartementet) gutgehießen wurde.

Die Handelskammer in der norwegischen Hauptstadt Oslo (Oslo Handelskammer, kurz: OHK / Oslo Chamber of Commerce, kurz: OCC) hat eine besondere Expertise im Bereich der internationalen Geschäftsbeziehungen erlangt, was etwa durch das ihr angeschlossene Arbitration and Dispute Resolution Institute of the Oslo Chamber of Commerce (mehr hierzu im Abschnitt außergerichtliche Rechtsbehelfe dieses Länderberichts) und ihr Angebot für aus dem Ausland nach Norwegen entsandte Fachkräfte (Expat Service Senter - International Network Norway INN) zum Ausdruck kommt. Das INN ist mittlerweile auch an den Handelskammern in Kristiansand, Bergen, Stavanger, Trondheim, Tromsø, Kongsberg und Ålesund etabliert.

Hauptverband norwegischer Unternehmen

Der Hauptverband norwegischer Unternehmen (Næringslivets Hovedorganisasjon, kurz: NHO) wurde am 1.1.1989 gegründet. Der Gründung liegt der Zusammenschluss der Norwegischen Arbeitgebervereinigung (Norsk Arbeidsgiverforening, kurz: N.A.F.), des Norwegischen Industrieverbandes (Norges Industriforbund) und des Norwegischen Handwerksverbands (Norges Håndverkerforbund) zugrunde. Die neue Organisation arbeitete von Anfang an landesweit. Sie bietet Unternehmen einen besseren Service und vermeidet Doppelarbeiten.

Die branchenspezifischen Landesverbände (landsforening) stehen den Unternehmen mit Rat und Tat bei branchenspezifischen Fragen zur Seite. Es gibt 19 Landesverbände und 15 Regionalverbände (regionalforening).

Berufsverbände der freien Berufe

Auch die freien Berufe (frie yrker) sind in branchenspezifischen Verbänden organisiert, so beispielsweise:

Eine Übersicht über die Kontaktdaten der Kammern und Verbände finden sich im Abschnitt Anlaufstellen für Unternehmen dieses Länderberichts.

Germany Trade & Invest (Stand: 29.03.2018)

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