Zoll Aktuell

26.04.2019

USA – ITC veröffentlicht Bericht über mögliche wirtschaftliche Auswirkungen des United States-Mexico-Canada Agreement

Bonn (GTAI) – Die US-Handelskommission (International Trade Kommission – ITC) hat am 18. April 2019 einen Bericht zu den möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen des am 30. November 2018 unterzeichneten NAFTA-Nachfolgeabkommens United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) veröffentlicht. Der Bericht ist Bestandteil des derzeit im Kongress laufenden Verhandlungs- und Abschlussverfahrens zum USMCA (Trade Promotion Authority).

Entscheidende Auswirkungen auf die US-Wirtschaft würden danach u.a. die im Abkommen vorgesehenen strengeren Ursprungsregeln für den Automobilsektor haben. Dies wäre in erster Linie auf die für Kfz vorgesehenen höheren regionale Wertschöpfungsanteile zurückzuführen. Diese und weitere Voraussetzungen würden nach Einschätzung der ITC die Produktion im Automobilsektor ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen.

Bereits mit dem seit 1994 bestehenden NAFTA-Abkommen wurden die Zölle innerhalb der Freihandelszone zwischen den USA, Kanada und Mexiko vollständig abgebaut. Auch wurden zahlreiche nichttarifäre Handelshemmnisse abgebaut bzw. erheblich verringert. Das Nachfolgeabkommen USMCA soll nun dazu beitragen, noch bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen, aber auch andere Probleme angehen, die derzeit den Handel behindern. Beispielsweise sollen die Rechte von Arbeitnehmern gestärkt werden.

Ferner würde sich ein durch das USMCA vorgesehener besserer Schutz des geistigen Eigentums positiv auf den Handel in speziellen Industriesektoren auswirken.

Nach Einschätzung der ITC hätte das USMCA positive Auswirkungen auf alle großen US-Industriesektoren und den gesamten Handel der USA, sowohl mit den Partnerstaaten des USMCA als auch mit weiteren Handelspartnern. Details und Zahlen hierzu liefert der Bericht der ITC, den Sie hier finden. (BS)