Pressemitteilung Deutschland FDI

Deutschland: Resilienter Investitionsstandort in einem volatilen globalen Umfeld

GTAI veröffentlicht FDI-Report 2025

Berlin/Bonn (GTAI): In Deutschland wurden im Jahr 2025 insgesamt 1.564 ausländische Investitionsvorhaben (FDI, Foreign Direct Investments) realisiert. Das sind 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit entwickelt sich Deutschland im internationalen Vergleich stabil: Weltweit ging die Zahl der ausländischen Investitionsprojekte um 9,5 Prozent zurück, in der EU sogar um 18,1 Prozent. Diese Ergebnisse gehen aus dem heute veröffentlichten FDI-Report 2025 von Germany Trade & Invest (GTAI) hervor.

„Bei den gemeinsam mit den Bundesländern erhobenen Zahlen handelt es sich um geplante Neuansiedlungen und Erweiterungsinvestitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland. Angesichts des herausfordernden globalen Umfelds zeigt sich der Standort Deutschland damit insgesamt robust. Der Rückgang fällt im europäischen Vergleich moderat aus“, erklärt Achim Hartig, Leiter der Investorenanwerbung bei GTAI.

Hartig ergänzt: „Internationale Unsicherheiten, z.B. Diskussionen über Zölle und Handelskonflikte, führen dazu, dass Unternehmen Investitionsentscheidungen derzeit teilweise mit größerer Zurückhaltung treffen. Das ist allerdings ein globales Phänomen, von dem auch andere Standorte betroffen sind.“

Wichtigste Herkunftsregion der Investitionen ist nach wie vor Europa. China hat mit 228 die USA mit 206 Projekten als wichtigstes Herkunftsland deutlich überholt. Bei den Branchen bzw. Industrien liegen die Digitalisierung, Elektronik und Automation sowie Mobilität und Logistik vorn.

„Hervorzuheben ist, dass knapp 20 Prozent der Unternehmen Investitionen in die Produktion sowie in Forschung und Entwicklung planen. Das unterstreicht die Attraktivität Deutschlands als moderner Industriestandort“, so Hartig. „Insbesondere die enge Verzahnung von Industrie, Wissenschaft und Forschung, aber auch Faktoren wie Rechtssicherheit und qualifizierte Fachkräfte werden in Gesprächen mit Investoren immer wieder sehr positiv hervorgehoben. Gleichzeitig bleibt der Abbau bürokratischer Hürden ein wichtiges Thema, um den Standort weiter zu stärken.“

Den gesamten FDI-Report finden Sie hier: Germany Trade & Invest’s FDI Reports