Projektmeldung Brasilien Bergbau und Rohstoffe
Förderung von Phosphat und Uran in Santa Quitéria
Projeto Santa Quitéria
Planungsstadium
14.08.2025
- Land Brasilien
- Finanzierung Privater Sektor
- Kategorie Bergbau und Rohstoffe
- Träger INB und Galvani
Das Konsortium INB und Galvani will bis 2029 404 Mio. US$ (2,3 Mrd. R$) in die Phosphat- und Uranerschließung in Ceará investieren und damit die Agrarindustrie und den brasilianischen Atomsektor stärken.
Das Projekt Santa Quitéria, ein Konsortium zwischen Indústrias Nucleares do Brasil (INB) und Galvani Fertilizantes, will bis 2029 die Mine Itataia in Santa Quitéria, Ceará, in Betrieb nehmen.
Eine in Brasilien entwickelte Technologie wird die Trennung von Phosphat und Uran ermöglichen, was insbesondere der Agrarindustrie im Norden und Nordosten des Landes zugute kommen wird, da die Abhängigkeit des Landes von importierten Phosphatdüngern verringert wird. Das im Rahmen eines staatlichen Monopols gewonnene Uran wird für die Energieerzeugung in den Kernkraftwerken Angra 1 und 2 verwendet.
Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der Umweltgenehmigung und wird in den kommenden Monaten mit öffentlichen Anhörungen in den Gemeinden der Region beginnen. Aus den Studien des INB geht hervor, dass die Mine 99,8 % Phosphat und 0,2 % Uran enthält, wobei eine jährliche Produktion von 1 Million Tonnen Dünger, 220.000 Tonnen Bicalciumphosphat für Tierfutter und 2.300 Tonnen Urankonzentrat prognostiziert wird.
Die geschätzten Investitionen für den Bau der Anlage und die Einführung des Betriebssystems belaufen sich auf 2,3 Milliarden R$. Das in Santa Quitéria gefundene Uran hat einen natürlichen Gehalt von weniger als 1 %. Nach dem Abbau und der Trennung - Schritte, die vom privaten Partner durchgeführt werden - wird INB die Anreicherung des Erzes auf 4,5 % übernehmen.
Obwohl die Uranmenge in der Mine gering ist, werden die jährlichen Einnahmen auf rund 300 Millionen US-Dollar geschätzt, wenn man sowohl die Kette der Anreicherung des Erzes für die Kernenergie als auch die Produktion von Düngemitteln unter privater Leitung berücksichtigt. INB, das derzeit 800 Tonnen Erz für die Versorgung von Angra 1 und 2 benötigt, wird nun 2.300 Tonnen produzieren, was nicht nur eine Verdoppelung der jährlichen Einnahmen (derzeit über 1 Milliarde R$) bedeutet, sondern dem Land auch den Zugang zum internationalen Markt ermöglicht. Das Projekt wird voraussichtlich bis zu 30 Jahre dauern.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemeldung.
Investitionssumme:
404 Millionen US-Dollar
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