Special Luxemburg
Fördermöglichkeiten und Veranstaltungen in Luxemburg ziehen Start-ups an
Viele neue Start-ups in den letzten Jahren
Viele Start-ups wurden in den letzten Jahren gegründet. Das Großherzogtum ist inzwischen ein attraktives Investitionszentrum für über 350 junge und innovative Unternehmen. Start-ups werden insbesondere in den Bereichen Automotive, Aerospace, Cyber Security, InduTech, FinTech, CleanTech, HealthTech und Smart City gegründet.
Das kleine Land hat sogar ein Einhorn, das sind Unternehmen mit einer Marktbewertung von über 1 Milliarde US-Dollar. Die Global Fashion Group besteht seit 2014 und ist inzwischen in mehreren Ländern Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas aktiv. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Luxemburg Stadt und hat Filialen in Berlin, London und Singapur.
Zahlreiche Veranstaltungen bringen Start-ups und Investoren zusammen
Die Luxemburger Regierung will Schlüsselbereiche wie FinTech, Infrastruktur, Start-ups und Innovationen sowie E-Government entwickeln, um das Land zu einer digitalen Nation zu machen. Im Laufe der Jahre haben sich viele FinTech-Gesellschaften, einschließlich der Bereiche E-Commerce und E-Payment im Großherzogtum wegen seiner Reputation als Finanzstandort niedergelassen und das Land zu einem führenden FinTech-Standort in Europa gemacht.
Inkubatoren und Acceleratoren befinden sich insbesondere in Luxemburg Stadt, Esch und Belval. Auch nahe der Luxemburger Universität haben sich Start-ups niedergelassen. Aber auch andere Orte werden entwickelt. So wurde der Luxite Business Parc in Kockelscheuer bei Luxemburg Stadt im März 2018 eingeweiht. Der 65 Hektar große Business Park beherbergt über 30 innovative Unternehmen und Start-ups. Hier soll ein kleines Silicon Valley entstehen.
In Dudelange entsteht ein Öko-Stadtteil und ein Inkubator für Umwelttechnologie. Die Unternehmen sind mitten im entstehenden Ökoviertel angesiedelt und sollen zu seiner nachhaltigen Entwicklung beitragen. Bereits sieben Start-ups haben sich dort niedergelassen.
Verschiedene Veranstaltungen bringen Unternehmen, Start-ups und Geldgeber zusammen. Im Oktober 2019 war der Global Venture Summit erstmalig in Europa und zwar in Luxemburg. Über 100 führende Venture Capitalist Gesellschaften sowie Business Angels waren anwesend, unter anderen Kleiner Perkins, Draper Nexus, Prtizker Group, Microsoft Ventures, HTC Ventures.
Veranstaltungen für Start-ups
Arch Summit | Bringt Tech-Start-ups und Entscheidungsträger in Unternehmen zusammen | |
Creative Young Entrepreneur Luxembourg, CYEL | Ernennung des kreativsten Unternehmers in Luxemburg | |
Falling Walls Lab Luxembourg |
| Pitching für junge Unternehmen, University of Luxembourg Incubator |
Fintec Awards Luxembourg | Ermittlung des FinTech- Start-ups des Jahres, veranstaltet durch KPMG Luxembourg und LHoft | |
Mind & Marked | Bringt Investoren, Start-ups und Unternehmen zusammen, Pitching für Start-ups | |
Pitch your Startup | Pitching für Start-ups | |
Startup Night | Informationen über www.siliconluxembourg.lu/ | Treffen von Investoren, Unternehmen, Start-ups |
ICT Spring Europe | 12. bis 13. Mai 2020, Konferenz, Treffen von Forschern, Investoren, Unternehmen, Start-ups | |
Startup Weekend | Informationen unter: www.siliconluxembourg.lu/ | Treffen von Investoren, Unternehmen, Start-ups |
Global Ventures Summit | Oktober 2019, weitere Veranstaltungen in 2020 bis 2022 |
Quelle: startupluxembourg.lu
Industrie 4.0 - Made in Luxembourg
Nicht nur im Finanzbereich werden Start-ups gegründet, auch der Bereich Industrie 4.0 zieht junge Unternehmen an. Im Jahr 2014 gründete der 26 Jahre alte Jean-Philippe Hugo das Unternehmen Wizata in Luxemburg. Die Firma stellt eine offene Plattform zur Verfügung, um die digitale Transformation der herstellenden Industrie voranzutreiben. Dabei wird der Produktionsprozess unter Einbeziehung künstlicher Intelligenz digitalisiert. Inzwischen arbeiten 21 Angestellte aus zehn Nationen bei Wizata. Kunden sind unter anderem ArcelorMittal, Paul Wurth, Aperam und Carmeuse.
In Anbetracht der industriellen Herausforderungen der metallverarbeitenden Industrie entwickelte Hugo konkrete Lösungen um den Produktionsprozess zu verbessern. Er setzte auf künstliche Intelligenz , die er jedem Unternehmen zugänglich machen wollte. Zudem stellte er fest, dass Serviceprogramme fehlen, die innovative Lösungen messen und wiederholen. Weiter wollte er einzelne Investitionen und deren Rendite kontrollieren. Dafür entwickelte er die Plattform Wizata.
Seit 2018 interessieren sich Investoren wie der Digital Tech Fund für das Unternehmen. Wizata beteiligt sich an Initiativen im Bereich industrielle Produktion mit wichtigen lokalen Akteuren wie dem Manufacturing Cluster (Luxinnovation), der Handelskammer und dem Verband Luxemburgischer Industrieller (Fédération des Industriels Luxembourgeois, Fedil.
Text: Inge Kozel