Afrika I Infrastruktur
Senegal setzt auf Wiederbelebung der Bahn
Die Regierung in Dakar will den maroden Bahnsektor neu aufstellen. Dazu soll eine neue nationale Bahngesellschaft namens "Les Chemins de Fer du Sénégal" (CFS) gegründet werden.
20.03.2020
Mit der neuen Bahngesellschaft "Les Chemins de Fer du Sénégal" (CFS) will Senegal an die 2009 aufgelöste "Société nationale des chemins de fer du Sénégal" (SNCS) anknüpfen. Ihr war es in den zwei Jahrzehnten ihres Bestehens nicht gelungen, das 900 Kilometer lange Schienennetz des Landes wirtschaftlich zu betreiben. Die CFS soll zukünftig für Bau, Sanierung und Modernisierung sowie Ausbau und Verwaltung der Eisenbahninfrastruktur des Landes verantwortlich sein. Das gab die Regierung nach einem Treffen des Ministerrats am 11. März 2020 bekannt. Dazu gehört auch die Wiederbelebung der Strecke zwischen den Hauptstädten des Senegals und des benachbarten Mali. Das bisher zuständige Bahnunternehmen "Dakar Bamako Ferroviaire" (DBF) war daran ebenso gescheitert wie zuvor die französisch-kanadische Gesellschaft Transrail SA. Mit der Stärkung des Bahnnetzes will die Regierung des Senegals die Rolle des Landes als Tor zu westafrikanischen Binnenländern wie Burkina Faso, Mali und Niger stärken. In diesem Jahr soll auch der Train express régional Dakar-AIBD in Betrieb gehen, ein Schnellzug, der die Hauptstadt des Senegal mit dem internationalen Flughafen Blaise Diagne International verbindet.