Projektmeldung Tschechische Republik Schienenverkehr
Ausbau des Eisenbahnknotens Prag
Frühstadium
11.02.2025
- Land Tschechische Republik
- Finanzierung Öffentlicher Sektor, ohne Geberfinanzierung
- Kategorie Transport und Logistik
- Träger Správa železnic
Ein Teil des Prager Eisenbahnverkehrs soll zukünftig unter die Erde verlegt werden. Dafür sind neue Tunnelsysteme und unterirdische Bahnhöfe geplant.
Das tschechische Verkehrsministerium stellte im Januar 2025 ein Konzept für den neuen Eisenbahnknoten Prag vor. Teile des Zugverkehrs sollen dabei unter die Erde verlegt werden. Für dieses Tunnelsystem liegt bereits eine Machbarkeitsstudie vor. Geplant ist ein System mit zwei Röhren, die mehrere Bahnhöfe verbinden. Unter dem Hauptbahnhof sollen zwei Tunnel und ein zweistöckiger Tiefbahnhof für den Regionalverkehr entstehen. Der Fernverkehr verläuft weiterhin oberirdisch. Neue Tiefbahnhöfe sind am Wenzelsplatz, am Karlsplatz, in Karlín und Florenc geplant.
Die Gesamtlänge der beiden Tunnel beträgt 10,6 Kilometer. Pro Stunde könnten 16 Züge in jede Richtung fahren. Insgesamt rechnen die Initiatoren mit einem Einzugsgebiet von 3 Millionen Einwohnern in Prag und Mittelböhmen.
Der Baubeginn wird für 2035 angestrebt, die ersten Züge könnten frühestens 2047 durch das neue Tunnelsystem fahren.
Zur Finanzierung will das Verkehrsministerium EU-Fördergelder beantragen. Angedacht ist außerdem die Auftragsvergabe im Rahmen einer Public Private Partnership (PPP).
Die geplante Streckenführung muss noch in die strategischen Verkehrspläne aufgenommen werden. Außerdem muss das Ministerium die Raumordnungs- und Flächennutzungspläne anpassen lassen.
Gesamtkosten: 7,4 Milliarden Euro
Kontaktadressen
| Správa železnic | Projektträger; Pressemitteilung zu dem Projekt |
| Ministerstvo dopravy | Verkehrsministerium, zuständig für Infrastrukturbau |