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Bericht Wirtschaftsumfeld

Sicherheitslage

Lwiw zählt zu den sichersten Regionen der Ukraine – mit vergleichsweise geringem Kriegsrisiko und stabiler Lage für Unternehmen.

Die Risiken in der Oblast Lwiw gelten als niedrig bis moderat im ukrainischen Vergleich. Die staatliche Risikobewertung für Präsenzunterricht dient als guter Indikator für das Kriegsrisiko: Die meisten Gemeinden der Oblast Lwiw wurden als "zufriedenstellend" eingestuft, was relativ sicheren Präsenzunterricht ermöglicht. Im Gegensatz dazu wurden die Stadt Lwiw und einige nahegelegene Vororte als mäßig bis hoch risikobehaftet eingestuft. Die Stadt als Verwaltungssitz und als wirtschaftliches und infrastrukturelles Zentrum ist theoretisch stärker gefährdet.

Weniger kriegsbedingte Vorfälle als in anderen Landesteilen

Zwischen Februar 2022 und April 2025 wurden in der Oblast Lwiw 95 kriegsbedingte Vorfälle registriert (4,4 Vorfälle pro 1.000 Quadratkilometer). Damit gehört die Region zu den sichersten Gebieten der Ukraine. Zum Vergleich: In der Zentral- oder Südost-Ukraine gab es in diesem Zeitraum 156 bzw. 323 Vorfälle je 1.000 Quadratkilometer. Die Oblast stand insgesamt 744 Stunden oder 3 Prozent der Zeit unter Luftalarm. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 galt weniger als jeder hundertste Luft- und Drohnenangriffe dieser Region.

Lwiw erfüllt gängige Kriterien für Kriegsrisikoversicherung

Lwiw erfüllt die gängigen Kriterien für diverse Kriegsrisikoversicherungen. Diese sind in der Regel für Vermögenswerte verfügbar, die mindestens 100 Kilometer von aktiven Frontlinien entfernt liegen, wobei die Bewertung einzelfallbasiert erfolgt. Allerdings gibt es, wie auch im übrigen Land, nicht genügend Versicherungsangebote für Kriegsrisiken.

Die wichtigsten Umweltprobleme betreffen die Abfallwirtschaft und industrielle Rückstände: Verschmutzung durch Bergbau-, Chemie- und Maschinenbauanlagen, Verunreinigung von Oberflächengewässern durch unbehandelte oder unzureichend behandelte Abwässer, geringes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, niedrige Recyclingquoten und ein Mangel an technisch geeigneten Deponien.

Für die Ukraine gilt aufgrund der bestehenden Sicherheitslage eine Reisewarnung. Sie gilt grundsätzlich für alle Reisenden unabhängig vom Reisezweck. Wenn Sie trotz Reisewarnung aus unvermeidbaren beruflichen Gründen in die Ukraine reisen müssen, sollten Sie sich der erheblichen Gefahrenlage bewusst sein und sicherstellen, dass ein gut durchdachtes und professionell erstelltes Sicherheitskonzept vorliegt. Auch sollten Sie mitbedenken, dass bei Reisen in die Ukraine eine akute nachrichtendienstliche Bedrohung für schützenswerte Inhalte dienstlicher und privater Natur besteht.

Sie müssen die Notwendigkeit und das individuelle Risiko jeder Reise sehr genau abwägen. Diese Entscheidung treffen Sie in eigener Verantwortung. Konsularische Betreuung ist nur sehr eingeschränkt möglich.

Bitte beachten Sie zudem die Reise und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts zur Ukraine (auch als App für Android und iOS). Im Abschnitt "Innenpolitische Lage" finden Sie nähere Hinweise zu regionalen Unterschieden der Intensität der Luftangriffe. Tragen Sie Ihre Kontaktdaten in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (ELEFAND) ein und halten Sie diese aktuell (auch als App für Android und iOS). 

Berücksichtigen Sie bitte, dass in der Ukraine weiterhin Kampfhandlungen stattfinden, die alle Landesteile betreffen können. Informieren Sie sich deswegen über die aktuelle Lage in Ihrer Zielregion. Dazu stehen Ihnen internationale und lokale Medien zur Verfügung sowie zahlreiche privatwirtschaftliche Plattformen, die die Gefahrenlage verfolgen, beispielsweise:

  1. War Risks in Ukraine Data Platform
  2. Armed Conflict Location & Event Data
  3. DeepStateMAP
  4. Institute for the Study of War
  5. LiveUAMap

Weitere Hinweise zur Durchführung von Reisen in die Ukraine finden Sie ferner:

  1. in der Publikation Navigating Ukraine des Business Advisory Council
  2. im Leitfaden für Geschäftsreisende der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer (AHK Ukraine)
  3. in der Webinar-Aufzeichnung der Plattform Wiederaufbau Ukraine 

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