Investitionsfinanzierung | Bahntechnik

Spanien hilft bei der Modernisierung der Bahn

Die Ukraine und Spanien haben mehrere Kooperationsprojekte zur Modernisierung des Schienenverkehrs gestartet, mit dem Ziel, die Integration des ukrainischen Bahnnetzes in den europäischen Markt zu beschleunigen. Zentrale Initiative ist ein gemeinsames Projekt von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia, der spanischen Ingenieurfirma TRIA und dem Infrastrukturbetreiber Adif, das die Entwicklung von Güterwagen mit automatischer Spurweitenanpassung vorsieht. Diese Technologie ermöglicht es Zügen, während der Fahrt zwischen europäischer Normalspur (1435 mm), ukrainischer Breitspur (1520 mm) und der noch in Spanien und Portugal teilweise verwendeten Breitspur (1668 mm) zu wechseln, wodurch die bisher notwendigen Stopps für Umladung oder Drehgestellwechsel entfallen und Grenzabfertigungszeiten sowie Logistikkosten deutlich sinken.

200 Mio. Euro

Mittelausstattung hat der Ukraine-Sondertopf der spanischen Unternehmensförderung.

Parallel dazu unterstützen spanische Akteure einen Pilotansatz zur Entwicklung und Zertifizierung von Waggons mit variabler Spurweite, der sowohl Güter- als auch perspektivisch Personenverkehr effizienter an das europäische Netz anbinden soll.

Das aktuelle Projekt ist Teil eines neuen Vorhabens im Rahmen des Unternehmens-Internationalisierungsfonds (FIEM). Der sogenannte Ukraine Fund ist mit 200 Millionen Euro ausgestattet und dient einer breiteren bilateralen Zusammenarbeit, in deren Rahmen Spanien die Ukraine beim technologischen Übergang zu EU‑Standards unterstützt.