Special Spanien Wege aus der Coronakrise

Spaniens Wirtschaft erfährt schwungvolle Trendwende

Das Bruttoinlandsprodukt soll 2021 real um 6,2 Prozent wachsen. Im Sommer erfasste der Aufschwung auch den Arbeitsmarkt kraftvoll. Preissteigerungen bereiten zunehmend Sorge.

Von Oliver Idem | Madrid


  • Konjunktur und wichtigste Branchen

    Spaniens Wirtschaft setzt sich von den schwachen Zahlen des Vorjahres ab. Die Preise für Energie und viele Vorprodukte ziehen weiterhin an. (Stand: 31. August 2021)

    Spanien war 2020 das von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie am stärksten betroffene Mitglied der Europäischen Union (EU). Das Statistikamt INE errechnete einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um real 10,8 Prozent.

    Eine Trendwende zeichnet sich immer klarer ab. Im Sommer 2021 geht die EU-Kommission von real 6,2 Prozent Wachstum im laufenden Jahr und von plus 6,3 Prozent 2022 aus.

    Zweistellige Zunahmen erwartet die Kommission im Frühjahr 2021 für Ausrüstungsinvestitionen (12,2 Prozent) sowie Importe (11,7 Prozent) und Exporte (10,4) von Waren und Dienstleistungen. Es handelt sich dabei nicht nur um einen kurzen Nachholeffekt: Alle drei Indikatoren sollen auch 2022 auf ähnlich hohem Niveau zulegen.

    Bruttoinlandsprodukt verzeichnet im 2. Quartal hohes Wachstum

    Das 2. Quartal 2021 wies eine glänzende Entwicklung auf. Dazu trug auch der statistische Basiseffekt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei. Die Wirtschaftsleistung schnellte um 19,8 Prozent in die Höhe. Dem Statistikamt INE zufolge wuchsen die Ausrüstungsinvestitionen um 29,5 Prozent. Der Konsum der spanischen Haushalte lag um 28,7 Prozent über dem Niveau des 2. Quartals 2020.

    Der kalenderbereinigte Index der Industrieproduktion lag im Juni um 11,0 Punkte über dem Wert des Vorjahresmonats. Im Juli hielt sich der Einkaufsmanagerindex der Industrie mit 61,2 Punkten auf einem sehr hohen Niveau. Die Lage sowohl im Industrie- als auch im Dienstleistungssektor verbessert sich erstmals seit Beginn der Coronakrise zeitgleich. Der Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor von IHS Markit erreichte im Juni mit 62,5 Punkten das höchste Wachstum seit Juni 2000.

     

    Die spanische Regierung hoffte im Mai darauf, dass 2021 noch etwa 50 Prozent der Tourismuseinnahmen von 2019 generiert werden könnten. Im Juli zeichnete sich ab, dass die Ergebnisse zwischen denen von 2019 und 2020 liegen dürften. Vielfach setzen Hotels auf Rabatte, um die Sommersaison über den Oktober hinaus attraktiv zu gestalten.

    Auf den Balearen und an der spanischen Ostküste stellten Inlandstouristen im Sommer den Löwenanteil der Nachfrage. Die Hotelketten Meliá, Barceló und NH kündigten im August die Öffnung sämtlicher Hotels an. Mit dem Erreichen des Vorkrisenniveaus rechnen sie erst 2023.

    Der Tourismus wurde durch die Coronakrise mit am stärksten beeinträchtigt. Der Branchenverband Exceltur schätzt, dass die Einnahmen des Sektors 2020 das Vorjahresresultat um 106,4 Milliarden Euro unterschritten. Das entspräche einem Einbruch des Geschäfts mit in- und ausländischen Kunden um etwa zwei Drittel.

    Hohe EU-Zuschüsse für die Transformation Spaniens

    Die Bestätigung des spanischen Wiederaufbauplans durch die EU am 16. Juni 2021 fand ein positives Echo im Land. Auf Spanien entfallen laut einer Pressemitteilung der Regierung insgesamt rund 140 Milliarden Euro. Spanien erhält 69,5 Milliarden Euro Zuschüsse bis 2026 und überholt Italien damit knapp als größtes Empfängerland.

    Die Zielrichtung ist ein nachhaltigeres und digitaleres Spanien. Von Unternehmen und Institutionen gingen rund 17.600 Projektvorschläge ein. Aus diesen muss die Regierung nun auswählen. Seit Mitte Juli sind Informationen zur Mittelverwendung und dem Zugang zu Fördergeldern auf einer Internetseite gebündelt. Im Juli gab die EU erste 9 Milliarden Euro Hilfen für Spanien frei.

    Die Versteigerung von Fotovoltaik- und Windenergiekapazitäten im Januar 2021 verdeutlichte, dass die Energiewende bereits in vollem Gange ist. Unternehmen boten für dreimal mehr Megawatt als verfügbar waren. Mitte August 2021 kündigte Umweltministerin Teresa Ribera eine weitere Versteigerung von insgesamt 3.300 Megawatt Kapazitäten für erneuerbare Energien an.

    Hohe Kosten belasten viele Industriezweige

    Die Kfz- und Kfz-Teileindustrie in Spanien bewegt sich weiterhin in einem unsicheren Umfeld. Die Wirtschaftszeitung Expansión berichtete im Dezember 2020 von einer inoffiziellen Schätzung, nach der die Neuzulassungen 2021 um 20 Prozent steigen werden.

    Auf der Produktionsseite macht sich der Halbleitermangel immer deutlicher bemerkbar. Im Juni 2021 wurden 172.700 Kfz gebaut. Dieses Resultat lag um 18 Prozent unter dem Vorjahreswert. Einschränkungen in der Produktion betrafen im Sommer unter anderem SEAT in Martorell (Barcelona), Stellantis in Zaragoza und Renault in Valladolid.

    Auch weitere Branchen beklagen knappe und entsprechend teure Vorprodukte - eine Kehrseite des Wirtschaftsaufschwungs und der wachsenden Nachfrage. Dazu zählen die Informations- und Kommunikationstechnologie, die Metallindustrie und die Spielwarenbranche. 

    Hinzu kommt, dass auch die Strompreise in Spanien kräftig anziehen. Eine hohe Nachfrage steht beispielsweise einer saisonal geringeren Erzeugung von Windstrom gegenüber.

    Das Statistikamt INE errechnete in den ersten sieben Monaten 2021 einen Anstieg der Industriepreise um 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Bauinvestitionen lagen im 2. Quartal 2021 um 10,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Verband Confederación Nacional de la Construcción rechnet für das Gesamtjahr mit einer Zunahme der Bauproduktion um 7 Prozent gegenüber 2020. Haupttreiber ist die Gebäudesanierung.

    Bauunternehmen beklagen allerdings hohe Preissprünge für Kupfer, Aluminium, Stahl und Erdölprodukte. Der Branchenverband SEOPAN forderte rechtliche Änderungen, um Verträge mit öffentlichen Auftraggebern anpassen zu können. Zudem fehlen der Branche laut der Wirtschaftszeitung Cinco Días etwa 700.000 Arbeitskräfte.

    Die Tageszeitung El País berichtete, dass die Renovierung von Gebäuden künftig massiv staatlich gefördert werden soll. Mit der Unterstützung der EU-Hilfspakete sollen 5,8 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Je nach Projekt können Eigentümer Erstattungen von 35 bis 100 Prozent der Kosten erhalten.

    Statt der üblichen 30.000 Sanierungen pro Jahr soll die neue Initiative für mehr als fünfmal so viel Aktivität sorgen. Die Zielmarke lautet, innerhalb von drei Jahren 500.000 Gebäude zu erneuern.

    Von Oliver Idem | Madrid

  • Konjunktur- und Hilfsprogramme

    Spanien stützt die Wirtschaft 2021 mit Direkthilfen in Höhe von 28,4 Milliarden Euro. Im August überwies die EU erste 9 Milliarden Euro für den Aufbauplan. (Stand: 31. August 2021)

    Spaniens Regierung greift den Unternehmen, Arbeitnehmern und Selbstständigen vor allem mit Kurzarbeitergeld und Bürgschaften unter die Arme. Hinzu kommen Sonderausgaben für Soziales und Gesundheit.

    Die Regierung bezifferte im April 2021 ihre Direkthilfen für das Krisenjahr 2020 auf insgesamt 44,9 Milliarden Euro. Davon flossen 29,3 Milliarden in die Wirtschaft und 15,6 Milliarden in gesundheitliche und soziale Aufgaben.

    Auch 2021 bleiben die Krisenfolgen ein erheblicher Posten. Im laufenden Jahr wird mit 20 Milliarden Euro Direkthilfen für Unternehmen und weiteren 8,4 Milliarden Euro für den Bereich Gesundheit und Soziales gerechnet.

    Insgesamt standen zudem 153 Milliarden Euro zur Liquiditätssicherung bereit. Von diesen wurden bis April 2021 rund 90,4 Milliarden Euro genutzt. Der Staat sichert mit eigenen Bürgschaften Kredite für Unternehmen ab. 

    Erleichterungen in Form von Aufschüben und weiteren Hilfen bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen summierten sich auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro.

    Lange Rückzahlungsfristen für staatliche Bürgschaften

    Seit Anfang Mai 2021 existiert ein rechtlicher Rahmen für die Rückzahlung der Bürgschaften. Dieser sieht Erleichterungen für Unternehmen vor, die mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr erlitten haben. Zahlungsaufschübe können länger als zwei Jahre gewährt werden. Die Laufzeit der Bürgschaften kann auf bis zu 12 Jahre gestreckt werden.

    Bis Ende April 2021 erhielten der Tourismus- und Kultursektor Bürgschaften im Wert von 17,9 Milliarden Euro. Knapp 12,9 Milliarden Euro entfielen auf Bauunternehmen und weitere 10,8 Milliarden auf Dienstleister. Das gab die Behörde Instituto de Credito Oficial (ICO) bekannt.

    Im März 2021 legte die Zentralregierung einen weiteren Hilfsfonds über 11 Milliarden Euro auf. Davon sind 7 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuschüsse eingeplant. Unternehmen mit mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang im Jahr 2020 gegenüber 2019 können zwischen 3.000 und 200.000 Euro erhalten. Der regionale Schwerpunkt wird auf den balearischen und kanarischen Inseln liegen.

    Vor allem Tourismusbetriebe sollen von den Zahlungen profitieren, doch sind im Real Decreto Ley 5/2021 noch zahlreiche weitere Aktivitäten aufgeführt. Zudem sind 3 Milliarden Euro für die Umstrukturierung von Schulden im Zusammenhang mit dem Bürgschaftsprogramm der Regierung vorgesehen. Die restliche Milliarde fließt in einen Fonds für kleine und mittlere Unternehmen, der von der Investitions- und Entwicklungsagentur Cofides verwaltet wird.

    Anders als in den Vorjahren stieg der Mindestlohn in Spanien zum Jahreswechsel 2021 nicht. Er bleibt bei 13.300 Euro pro Jahr, die in 14 Gehältern zu je 950 Euro ausgezahlt werden. Die Entscheidung über eine Anhebung wurde auf das zweite Halbjahr 2021 verschoben.

    Kurzarbeit federte auf dem Höhepunkt der Krise die Arbeitsplatzrisiken von 4,8 Millionen Menschen ab. Im Zuge der Erholung des Arbeitsmarkts waren im Juli 2021 nur noch rund 331.000 Personen registriert.

    Die Regierung und die Sozialpartner einigten sich zunächst über eine Verlängerung bis zum 30. September 2021. Im Juli 2021 stellte Arbeitsministerin Yolanda Díaz in Aussicht, dass darüber hinaus eine weitere Ausdehnung der Regelungen erfolgen könne.

    Bei den Kosten der Kurzarbeit kann Spanien auf die Europäische Union (EU) zählen. Zur Finanzierung wird das Land 21,3 Milliarden Euro erhalten.

    Arbeitslosigkeit sinkt deutlich

    Im Juli 2021 waren noch 3,42 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat entsprach das einem Rückgang um knapp 200.000 Personen. Noch nie wurde im Monatsvergleich ein so starker Abbau der Arbeitslosigkeit registriert. 

    In den Sommermonaten entstanden vermehrt neue Arbeitsplätze. Hierzu dürfte auch die Saisonarbeit im Tourismus und weiteren Zweigen beigetragen haben. 

    Internetseite zu EU-Zuschüssen geschaltet

    Nach der Einigung am 21. Juli 2020 wird Spanien aus dem 750-Milliarden-Euro-Paket der EU insgesamt rund 140 Milliarden Euro erhalten. Davon fließen 69,5 Milliarden Euro bis 2026 in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse. Mitte August 2021 vermeldete die spanische Regierung den Eingang einer ersten Tranche von 9 Milliarden Euro.

    Am 16. Juni 2021 hatte das Land von der EU die Zustimmung für die Verwendung der Mittel im Rahmen der Aufbau- und Resilienzfazilität erhalten. Im Juli 2021 wurde der angekündigte Internetauftritt mit Informationen zum Resilienzplan in Spanien freigeschaltet. Derzeit ist ausschließlich eine spanische Sprachversion vorhanden. Diese hilft Unternehmen unter anderem dabei, sich über den Zugang zu den Fördermitteln zu informieren.

    Bereits im April 2021 hatte die Regierung Bereiche festgelegt, in denen strategische Projekte gemeinsam mit privatem Kapital umgesetzt werden sollen. Das erste "Proyecto Estratégico para la Recuperación y Transformación Económica" (PERTE) wurde zwischenzeitlich beschlossen. Es bezieht sich auf Elektromobilität und vernetztes Fahren.

    Weitere PERTE zu den Themen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Nahrungsmitteln und digitale Gesundheitswirtschaft befinden sich in Vorbereitung. Im August 2021 kündigte die Regierung an, dass im Herbst 2021 das Projekt zu Landwirtschaft und Nahrungsmitteln öffentlich vorgestellt wird.

    Verbraucherpreise treiben Renten und Defizit hoch

    Die Staatsschulden Spaniens sind gemessen an der Wirtschaftsleistung dreimal so hoch wie vor der letzten Krise 2007. Im 1. Quartal 2021 registrierte Spanien mit 125,2 Prozent den höchsten Schuldenstand seit 140 Jahren.

    Der überdurchschnittliche Anstieg der Verbraucherpreise verschlechtert die Lage der Sozialversicherung weiter. Diese ist ohnehin stark defizitär und wird die Renten erheblich anheben müssen.

    Für eine dauerhafte Reduzierung der Verschuldung wären strukturelle Veränderungen notwendig. Auch in besseren Jahren als 2019 schloss der Haushalt mit einem Minus.

    Spanischer Impfplan

    Ein groß angelegter Impfplan soll helfen, Spanien vor neuen Covid-19-Infektionswellen zu schützen. Das Regierungsziel lautete, bis Ende August 2021 rund 70 Prozent der Bevölkerung zu immunisieren. Diese Zielmarke entspricht 33 Millionen Einwohnern.


    Bis zum 31. August hatten rund 32,8 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz erhalten, wie das Gesundheitsministerium bekannt gab. Obwohl das Tempo der Kampagne zuletzt unter der Hauptferienzeit litt, deutet sich eine fast pünktliche Zielerreichung an.

    Von Oliver Idem | Madrid

  • Einschränkungen im Personen- und Warenverkehr

    Spanien stuft Deutschland derzeit komplett als Risikogebiet ein. Bei ausreichendem Abstand gilt im Freien keine Maskenpflicht. (Stand: 31. August 2021)

    Auch nach dem Ende des Alarmzustands limitieren einige Autonome Gemeinschaften weiterhin die Anzahl von Personen, die sich zuhause oder in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Zudem können Sperrstunden für die Gastronomie verhängt werden. Bei Gemeinden mit besonders hohen Infektionszahlen sind zusätzliche Einschränkungen möglich. Die Autonomen Gemeinschaften haben Informationshotlines eingerichtet. Hier können die aktuellen Gegebenheiten erfragt werden.

    Verpflichtungen bei der Einreise aus Risikogebieten 

    Sämtliche deutschen Bundesländer wurden von Spanien als Risikogebiete eingestuft. Reisende ab einem Alter von zwölf Jahren, die aus einem solchen Risikogebiet nach Spanien kommen, benötigen einen der folgenden Nachweise:

    Ein negatives Testergebnis (Nukleinsäureamplifikationstest wie PCR-, LAMP- oder TMA-Test) oder in der Europäischen Union anerkannte Antigen-Schnelltests. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor Einreise vorgenommen worden sein. Der Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme, angewandtes Testverfahren, Sitzstaat des Labors und das negative Testergebnis.

    Die Einreise ist auch mit einem Nachweis, dass die vollständige Impfung mindestens 14 Tage vor Reiseantritt mit einem von der Europäischen Arzneimittelagentur oder der Weltgesundheitsorganisation im Wege der Notfallzulassung zugelassenen Impfstoff erfolgt ist, möglich. Der Nachweis muss folgende Angaben enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Impfung, Impfstoff, Anzahl der Impfungen, Ausstellungsstaat sowie die zuständige Stelle.

    Darüber hinaus ist die Einreise mit einem Nachweis möglich, dass die Genesung von einer Infektion mit Covid-19 nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Der Nachweis darf frühestens 11 Tage nach dem ersten Positivergebnis erfolgen. Ein solcher Beleg muss enthalten: Vor- und Nachname des Reisenden, Datum der Testabnahme des ersten positiven Nukleinsäureamplifikationstests, angewandtes Testverfahren und Ausstellungsstaat.

    Bei Einreisen aus einem Risikogebiet in Frankreich auf dem Landweg gelten diese Verpflichtungen ebenfalls. Transportunternehmen, Grenzpendler und Grenzgänger, die auf dem Landweg einreisen, sind allerdings von der Nachweispflicht ausgenommen.

    Ausfüllen eines Gesundheitsformulars bleibt notwendig

    Bereits seit dem 1. Juli 2020 müssen Flugreisende ein Formular zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Die Registrierung erfolgt entweder über das entsprechende Gesundheitsportal, die dazugehörige App oder durch ein gedrucktes Formular. Die elektronische Variante spart Zeit bei der Einreise, da nur ein Code gescannt werden muss.

    Nach dem Ausfüllen des Formulars wird ein QR-Code erzeugt, der bei der Einreise vorgezeigt und eingescannt wird. Das Formular muss für jeden einzelnen Reisenden und jede Reise ausgefüllt werden. Es steht im Gesundheitsportal zusammen mit Hintergrundinformationen auch in deutscher Sprache bereit.

    Bei der Einreise kann außerdem eine kurze Gesundheitskontrolle erfolgen. Weisen Reisende eine Körpertemperatur von mehr als 37,5 Grad Celsius oder andere Auffälligkeiten auf, ist eine genauere Untersuchung möglich.

    Spanien hat vor dem Sommer die Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes geändert. Die Maskenpflicht im Freien gilt seit dem 26. Juni nur noch dort, wo kein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden kann. An öffentlichen Orten innerhalb geschlossener Räume sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Mund und Nase jedoch weiterhin bedeckt sein. Verstöße werden mit Geldstrafen von etwa 100 Euro geahndet.

    Regeln für die Rückreise nach Deutschland beachten

    Vor nicht notwendigen touristischen Reisen in das gesamte Land wird derzeit seitens des Auswärtigen Amtes gewarnt. Da sich die Einreiseregeln kurzfristig ändern können, sollten die aktuelle Lage und die deutschen Quarantäne- und Testregeln im Blick behalten werden. Eine Einreiseanmeldung ist bereits vor der Anreise aus einem Risikogebiet notwendig. 

    Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen

    Aktuelle Informationen zu Bewegungsbeschränkungen im Inland

    Von Oliver Idem | Madrid

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