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EU baut Engagement in Grönland aus
Die EU sieht Grönland verstärkt als strategischen Partner für die wirtschaftliche Entwicklung der Arktis. Ein neues Investitionspaket könnte interessante Geschäftschancen eröffnen.
01.10.2026
Die EU vertieft ihre Zusammenarbeit mit Grönland weiter und investiert dafür 200 Millionen Euro in den Jahren 2026 und 2027. Das neue Global-Gateway-Paket wurde am 7. September 2026 von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Nuuk angekündigt. Die Mittel sollen unter anderem in digitale Infrastruktur, Energieprojekte, Wohnungsbau, Tourismus sowie Vorhaben im Bereich kritischer Rohstoffe fließen.
Das Investitionspaket unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung Grönlands für die EU. Die Insel verfügt über große Vorkommen kritischer Rohstoffe, die für die Energie- und Digitalwirtschaft sowie zahlreiche Industrieanwendungen benötigt werden. Die Investition soll helfen, europäische Lieferketten breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern zu verringern. Die Investitionsankündigung erfolgt in einer Phase wachsender internationaler Aufmerksamkeit für Grönland. Am 22. September 2026 vereinbarten die USA, Dänemark und Grönland eine Ausweitung ihrer sicherheitspolitischen Zusammenarbeit.
Für Unternehmen könnte die stärkere wirtschaftliche Einbindung Grönlands mittelfristig neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Dies gilt insbesondere für Anbieter von Infrastruktur-, Energie- und Umwelttechnik sowie für Dienstleistungen im Zusammenhang mit Rohstoffprojekten. Ob und wann daraus größere Bergbauvorhaben entstehen, wird jedoch auch von wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen abhängen.