Ein Mann lässt auf freier Fläche in der Natur eine Drohne fliegen Ein Ranger der schwedischen Luftwaffe trainiert mit einer Drohne. | © Försvarsmakten/Swedish Armed Forces

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Schweden: Europas Norden als Sprungbrett

Kaum ein anderes europäisches Land verbindet Verteidigung und Technologie so eng wie Schweden. Rund um eine starke Industrie und leistungsfähige Forschungszentren entsteht ein dynamisches Umfeld für neue Lösungen. Davon profitiert auch das Berliner Unternehmen STARK.  

Judith Illerhaus

Von Judith Illerhaus | Stockholm

Als STARK Anfang 2026 einen Standort in Stockholm eröffnete, war dies mehr als nur der Eintritt in einen neuen Markt. Das deutsche Defence-Tech-Unternehmen setzt damit gezielt auf eines der dynamischsten Verteidigungs- und Technologieökosysteme Europas. Die Berliner entwickeln unbemannte Systeme und moderne Verteidigungstechnologien für europäische Streitkräfte und NATO-Partner und sehen in Schweden einen idealen Standort, um ihre Präsenz in Nordeuropa auszubauen. „Wer in Europa Verteidigungstechnologien entwickeln will, kommt an Schweden kaum vorbei. Das Land vereint industrielle Erfahrung, technologische Spitzenkompetenz und einen klaren sicherheitspolitischen Fokus“, so Johannes Arlt Bjerrehøj, Senior Vice President und Geschäftsführer von STARK Norden & Canada. 

Standort mit technologischer Stärke   

Die Entscheidung für Schweden fiel dabei nicht zufällig. Das Land verbindet eine lange Tradition in der Verteidigungsindustrie mit einer ausgeprägten Innovationskultur. Rund um Stockholm, Linköping und weitere Technologiezentren entstehen neue Lösungen an der Schnittstelle von Software, Sensorik, Kommunikationstechnik und Verteidigung. Gleichzeitig sorgen steigende Verteidigungsausgaben und die engere Zusammenarbeit innerhalb der NATO für zusätzliche Dynamik. 

Für STARK steht vor allem die technologische Kompetenz des Landes im Vordergrund. Das Unternehmen will in Stockholm insbesondere Fähigkeiten im Bereich elektronische Kampfführung ausbauen und dafür auf schwedisches Know-how in Hochfrequenztechnik, sicheren Kommunikationssystemen und Softwareentwicklung zurückgreifen. „Schweden vereint eine starke Verteidigungsindustrie mit einer außergewöhnlichen technologischen Kompetenz", sagt Arlt Bjerrehøj. „Für uns ist das die ideale Umgebung, um neue Fähigkeiten schneller zur Einsatzreife zu bringen.“ 

Der Markteintritt erfolgte über ein Netzwerk aus Industriepartnern, Institutionen und Branchenkontakten. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Deutsch-Schwedische Handelskammer, die STARK beim Aufbau von Kontakten in das lokale Ökosystem unterstützte. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf Kooperationen mit nordischen Partnern, um technologische Kompetenzen über Ländergrenzen hinweg zusammenzuführen. Arlt Bjerrehøj: „In Schweden haben wir offene Türen vorgefunden. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und staatlichen Akteuren ist bemerkenswert hoch.“ 

 In einem Waldstück demonstrieren Mitarbeiter der Firma Stark Defence den Aufbau ihrer Drohnenwaffe Virtus. In einem Waldstück demonstrieren Mitarbeiter der Firma Stark Defence den Aufbau ihrer Drohnenwaffe Virtus. | © picture alliance/dpa/Kay Nietfeld

Gemeinsam schneller zu neuen Lösungen 

Von diesem Umfeld profitiert nicht nur STARK. Die nordische Verteidigungsindustrie entwickelt sich zunehmend zu einem integrierten Markt, in dem Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Streitkräfte eng zusammenarbeiten. Gerade für technologieorientierte Firmen entstehen dadurch Möglichkeiten, Innovationen schneller zu entwickeln und zu testen als in vielen anderen europäischen Märkten. 

STARK verfolgt in Schweden daher mehr als klassische Vertriebsziele. Die Stockholmer Niederlassung soll Teil eines europäischen Innovationsnetzwerks werden, das Kompetenzen aus Deutschland, Schweden und weiteren NATO-Staaten bündelt. Ziel ist es, neue Verteidigungstechnologien gemeinschaftlich zu entwickeln und damit einen Beitrag zur europäischen Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeit zu leisten. „Unser Ziel ist nicht nur, in Schweden präsent zu sein. Wir wollen Teil des nordischen Ökosystems werden und gemeinsam mit unseren Partnern Fähigkeiten entwickeln, die Europas Sicherheit stärken“, fasst Arlt Bjerrehøj zusammen.  

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