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Zollbericht USA Freihandelsabkommen (Warenursprung, Präferenzen)

Handelsabkommen zwischen den USA und Indien

Während die USA vor allem umfangreiche Zugeständnisse bei tarifären Handelshemmnissen machen, konzentriert sich Indien insbesondere auf den Abbau nichttarifärer Maßnahmen.

Von Dr. Melanie Jordan | Bonn

Die USA und Indien haben sich auf einen Rahmen für ein (Interims-)Abkommen verständigt. Beide Staaten sind bestrebt, diesen Rahmen zügig umzusetzen und das Interimsabkommen abzuschließen. 

Abbau tarifärer Handelshemmnisse

Die USA heben den zusätzlichen IEEPA-Zollsatz in Höhe von 25 Prozent gemäß Executive Order (E.O.) 14329 auf. Damit reagieren die USA auf Indiens Zugeständnis, den Bezug von russischem Öl einzustellen. Darüber hinaus senken die USA den reziproken Zollsatz gemäß E.O. 14257 von 25 auf 18 Prozent. Vorbehaltlich eines erfolgreichen Abschlusses des Interimsabkommens wird der reziproke Zollsatz auf eine Vielzahl von Waren aufgehoben (Potential Tariff Adjustments for Aligned Partners). Ferner heben die USA die Zölle auf bestimmte indische Flugzeuge und Flugzeugteile auf. Indien erhält zudem ein Zollkontingent für bestimmte Kfz-Teile und vorbehaltlich der Ergebnisse der Section‑232‑Untersuchung zu Arzneimitteln und pharmazeutischen Wirkstoffen entsprechend ausgehandelte Regelungen.

Im Gegenzug wird Indien die Zölle auf alle US-Industriegüter und eine Vielzahl von US-Lebensmitteln und Agrarprodukten abschaffen oder senken, darunter getrocknete Destillationsgetreide, rotes Sorghum für Tierfutter, Nüsse, frisches und verarbeitetes Obst, Sojaöl, Wein und Spirituosen sowie weitere Produkte. Ferner wird Indien seine Steuer auf digitale Dienstleistungen abbauen und die Erhebung von Zollgebühren auf elektronische Übertragungen verbieten.

Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse

Beide Parteien haben sich darauf verständigt, nichttarifäre Handelshemmnisse abzubauen, die den bilateralen Handel beeinträchtigen.

Indien erklärt sich bereit, unter anderem langjährige Handelshemmnisse für US-amerikanische Medizinprodukte sowie restriktive Importlizenzverfahren zu beseitigen, die den Marktzugang für US-Informations- und Kommunikationstechnologiegüter (IKT) verzögern. Zudem sollen nichttarifäre Handelshemmnisse für US-Lebensmittel und Agrarprodukte gesenkt werden.

Beide Parteien wollen ihre jeweiligen Standards und Konformitätsbewertungsverfahren für gemeinsam vereinbarte Sektoren die bestehenden Hemmnisse für den digitalen Handel auf den Prüfstand stellen.

Quellen und weitere Informationen:

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