Investitionsprojekt | Transport

Aufbau von Straßenbahn‑Montage und Servicezentrum in Kyjiw

Der polnische Schienenfahrzeughersteller Pesa Bydgoszcz prüft, die Zusammenarbeit mit dem kommunalen ÖPNV-Betreiber Kyivpastrans auszubauen. Gespräche mit der Stadt Kyjiw umfassen drei zentrale Kooperationsfelder:

"Pesa ist an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert: Sowohl bei der Lieferung neuer Straßenbahnen als auch bei der Organisation der SKD-Montage und bei der Erbringung von Wartungsdiensten. Wir haben die Schaffung und den Betrieb eines Servicezentrums auf Basis von Kyivpastrans ausführlich besprochen",

schrieb auf seinem Telegram-Kanal der Kyjiwer Bürgermeister, Vitali Klitschko, nach einem Treffen mit der Leitung von Pesa bei der Ukraine Recovery Conference im polnischen Gdańsk Ende Juni 2026.

57 Trams

von Pesa fahren bereits in Kyjiw.

Die Lokalisierung würde es ermöglichen, Straßenbahnen vor Ort aus Komponenten zu montieren, was Logistikkosten reduziert und die Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten vor Ort stärkt. Gleichzeitig könnten Arbeitsplätze geschaffen und Lieferketten teilweise regionalisiert werden. Nicht zuletzt würde Pesa damit auch vom Made in Ukraine-Programm profitieren können. Durch die Nutzung bestehender Infrastruktur des Kooperationspartners entfiele auch die Notwendigkeit eines kompletten Neubaus.

Das Vorhaben befindet sich derzeit in einer frühen Verhandlungsphase ohne finale Investitionsentscheidung. Es ist Teil einer breiteren Firmenstrategie, die Präsenz in der Ukraine auszubauen und am Wiederaufbau des Nahverkehrs mitzuwirken.