Deutschland Strukturwandel
Rückenwind für die Transformation – Taskforce wird verlängert
Die GTAI-Taskforce Transformation wurde bis Ende 2028 verlängert. Ausschlaggebend hierfür ist die positive Erfolgsbilanz der ersten Förderphase 2023 bis 2025.
13.02.2026
Sieben Investitionsprojekte mit einem Volumen von rund 250 Millionen Euro und bis zu 80 potenzielle Arbeitsplätze wurden von GTAI bereits an die Transformationsregionen übergeben. Ausschlaggebend waren gezielte Internationalisierungs- und Akquiseaktivitäten, neue Partnerschaften und eine wachsende Sichtbarkeit der Regionen im Ausland.
Von der Anschubphase zur Umsetzung
Seit 2023 unterstützt die GTAI-Taskforce Transformation im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) die Regionen rund um die Raffineriestandorte Schwedt und Leuna sowie die Hafenregionen um Rostock und Greifswald/Lubmin bei der Internationalisierung. Ziel ist es, die Standorte für ausländische Investitionen zu stärken, neue Projekte auf den Weg zu bringen, internationale Netzwerke auszubauen und langfristig tragfähige Wertschöpfungsketten zu fördern.
Starke Pipeline, sichtbare Fortschritte
Bis Ende 2025 hat die Taskforce Transformation über 150 Investitionsvorhaben begleitet. Mehr als die Hälfte dieser Vorhaben wurde durch Aktivitäten der Taskforce neu akquiriert. Damit ist eine belastbare Projektpipeline zur Zukunftssicherung der Regionen entstanden.
Aus dieser Pipeline konnten sieben Projekte bereits in die ostdeutschen Förderregionen übergeben werden. Sie stehen für ein Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro und etwa 80 potenziellen Arbeitsplätzen. Die thematische Spannbreite reicht von erneuerbaren Energien über Wasserstoff und Kreislaufwirtschaft bis hin zu Logistik und Rohstoffgewinnung.
Mehr Sichtbarkeit und neue Kooperationen
Gezielte Internationalisierung ist ein zentraler Hebel der GTAI-Taskforce. In mehreren Zielmärkten wurden Kontakte systematisch aufgebaut und nachverfolgt, darunter Belgien und die Niederlande, Polen, die Nordics, Spanien und Japan. Daraus entstanden neue Gesprächs- und Kooperationslinien vor allem in zentralen Transformationsfeldern wie Kreislaufwirtschaft, Spezialgase und Halbleiterchemie, Kunststoffrecycling, Wasserstoffwirtschaft sowie Wasseraufbereitung.
Parallel dazu wurde die internationale Sichtbarkeit der Regionen ausgebaut. Dazu trugen internationale Formate und Delegationen sowie eine gemeinsame Standortkampagne bei. Ergänzend wurden Kommunikationsmittel bereitgestellt, darunter ein Marketing-Kit und landkreisspezifische Kurzfilme. Der Austausch zwischen den Regionen wurde durch Netzwerktreffen und Study Visits, zum Beispiel nach Kalundborg als Lernort für industrielle Symbiose und Transformationslösungen, vertieft.
What’s next: Was jetzt zählt
Auch im Zeitraum 2026 bis 2028 bilden die Internationalisierung und gezielte Akquise von Green- und Brownfield-Investitionen einen Schwerpunkt der Taskforce. Gleichzeitig wird die Unterstützung von Infrastruktur- und Transformationsprojekten mit besonderer Hebelwirkung verstärkt. Kapazitäten für Business Development werden ausgebaut. Ebenso gewinnt die Vermittlung privater und internationaler Finanzierungspartner an Bedeutung, damit Vorhaben schneller in Richtung Umsetzung kommen.
Inhaltlich bleibt der Fokus auf Transformationsfeldern, in denen die Regionen bereits heute Momentum haben. Dazu zählen Wasserstoff und CCUS, Kreislaufwirtschaft und Recycling, grüne Chemie und Spezialchemie sowie Wasseraufbereitung und Meerwasserentsalzung. Ergänzend werden Themen wie Medizintechnik und maritime Sicherheit im Kontext kritischer Energieinfrastruktur stärker beobachtet und bei Bedarf in Formate und Ansprache übersetzt.