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Special Norwegen Wege aus der Coronakrise

Konjunktur- und Hilfsprogramme

Die aktuellen Hilfsprogramme beschränken sich nur noch auf den Arbeitsmarkt. (Stand: 10. November 2021)

Von Michał Woźniak | Stockholm

Der umfangreiche Hilfskatalog der öffentlichen Hand wird bereits seit dem Frühsommer 2021 ausgedünnt. Ende Oktober 2021 liefen die letzten, an Unternehmen gerichtete Programme aus. Ausschließlich die Programme, die direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben, wurden bis Ende des Jahres verlängert.

So wurde der Anspruch auf Arbeitslosengeld für alle Bezieher bis Ende 2021 erweitert, unabhängig davon, wann er normalerweise während des Jahres erloschen wäre. Ebenfalls beibehalten wird eine erhöhte Auszahlungsbasis. Arbeitnehmer, bei denen der Verdacht auf eine Coronaerkrankung besteht, erhalten die volle Lohnfortzahlung. Sollte bei einem Kind der Verdacht auf eine Coronainfektion vorliegen, entfallen die Obergrenzen der zustehenden Pflegetage. Zudem gelten bis Ende 2021  Sonderkonditionen für Kurzarbeit (permittering).

Konjunkturpakete bieten Geschäftschancen

Daneben können vor allem in Norwegen registrierte Unternehmen auch von einigen Konjunkturpaketen profitieren. Das bereits 2020 erhöhte Budget für den Ausbau der Breitbandverbindungen wurde 2021 um weitere 10 Millionen Euro erweitert. Zusätzliche Forschungs- und Fördermittel sollen die Industrie grüner machen und den Umstieg auf eine nachhaltige Schifffahrt beschleunigen. 

Die Fördergesellschaft für Unternehmensentwicklung Innovation Norway erhielt bereits 2020 über 242 Millionen Euro zusätzlich für ihre beiden Programme für Gründungsunterstützung und Innovationszuschüsse. Für die letztgenannten sollen bald weitere 48 Millionen Euro verfügbar sein. Eine Übersicht der Maßnahmen von Innovation Norway ist auf Norwegisch verfügbar.

Die norwegische Regierung kann mit seiner antizyklischen Wirtschaftsförderungspolitik auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Und die nötigen Mittel sollten ebenfalls nicht fehlen. Die Staatsverschuldung ist von 2019 bis 2020 nur leicht angestiegen: um 0,5 Prozentpunkte auf 41,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Zusätzlich kann das Land auf den Zukunftsfonds aus Rohstoffeinnahmen zurückgreifen. Sein Marktwert betrug Anfang November 2021 rund 1,2 Billionen Euro.

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