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Special | Russland | Abfallwirtschaft

Moskau pumpt große Summen in die Kreislaufwirtschaft

Russlands Abfallwirtschaft hat enormen Nachholbedarf. Jahrzehntelang wurde das Thema Kreislaufwirtschaft vernachlässigt. Das soll sich jetzt im Eilverfahren ändern.

Von Gerit Schulze | Moskau


  • Mülldeponien erreichen ihre Belastungsgrenzen

    Moskau steht unter großem Handlungsdruck, um die enormen Abfallmengen im Land zu verringern. Für den Aufbau von Recyclingkapazitäten sind umfangreiche Investitionen geplant.

    In Russland fallen jedes Jahr über 7 Milliarden Tonnen Abfälle an. Der überwiegende Teil sind Industrieabfälle. Das jährliche Hausmüllaufkommen erreicht rund 70 Millionen Tonnen.

    Rohstoffgewinnung verursacht größte Abfallmenge

    Der überwiegende Teil sind Abraum und Schlacken der Rohstoffförderung. Daher gehören rund 98 Prozent des Abfallvolumens zur niedrigsten Gefahrenstufe V (praktisch ungefährlich). Rund 100 Millionen Tonnen pro Jahr gelten als Gefahrenstoffe (darunter Asbest, Quecksilber, Biphenyle). 

    Neben dem Bergbau sind die verarbeitende Industrie, die Energiewirtschaft und die Landwirtschaft die größten Abfallerzeuger in Russland. Vor allem die Metallurgiebranche, Hersteller von Mineraldünger und Chemieproduzenten haben Interesse an einer stofflichen Verwertung ihrer Abfälle. Sie erhoffen sich davon eine Senkung der Betriebskosten und Zugang zu westlichen Kapitalmärkten durch das Auflegen von grünen Anleihen (Green Bonds). 



    Die staatliche Holding Rostec drängt darauf, ein Monopol für die Entsorgung von Industrieabfällen der Klassen III (mäßig gefährlich) bis V (praktisch ungefährlich) zu bekommen. Dagegen spricht sich das Umweltministerium aus, das die Interessen der kleinen Unternehmen gefährdet sieht, die bisher die Abfallwirtschaft dominieren. Mit der Endlagerung oder Wiederverwertung solcher Materialien lässt sich perspektivisch viel Geld verdienen. Bislang wird erst ein geringer Teil der jährlich anfallenden Industrieabfälle wie Schlacken, Altreifen oder Gips wirtschaftlich genutzt. 

    Potenzial zur Nutzung von Industrieabfällen in Russland

    Abfallart

    Jährliches Aufkommen

    Aktuelle Nutzung

    Mögliche Anwendungen

    Asche, Schlacke

    25 Mio. t

    2 Mio. t

    Straßenbau, Rekultivierung

    Schlacken der Schwarzmetallurgie

    18 Mio. t

    7 Mio. t

    Bauwirtschaft, u.a. Straßenbau

    Phosphorgips

    13,5 Mio. t

    0,14 Mio. t

    Baumaterial

    Schlacken der Buntmetallurgie

    50 Mio. t

    2 Mio. t

    Zementproduktion

    Abfall der Forstwirtschaft

    200 Mio. m3

    40 Mio. m3

    Alternative Brennstoffe, Baumaterialien

    Altreifen

    0,9 Mio. t

    0,1 Mio. m3

    Straßenbau, Spielplätze, Brennstoffe

    Quelle: Staatliches Forschungsinstitut EIPC (http://eipc.center)

    Moskau bekämpft wilde Bauschuttdeponien

    Die Entsorgung von Bauschutt will vor allem Russlands Hauptstadt Moskau verstärkt kontrollieren. Die Baufirmen sollen dafür im Laufe des Jahres 2020 auf eigene Kosten Waagen, Foto- und Videoausrüstungen beschaffen, um die Volumina abzuschätzen. Ebenso müssen die Entsorgungsunternehmen mit satellitengestützten Sensoren die Abfuhr der Bauabfälle dokumentieren. Auf diese Weise sollen die wilden Deponien für Bauschutt eingedämmt werden. Zudem entstehen mehr Verarbeitungskapazitäten. Andere Regionen wollen dem Beispiel Moskaus folgen, darunter Tatarstan.

    Im Jahr 2019 fielen in Moskau rund 8 Millionen Tonnen Bauschutt an. Das entsprach etwa der gesamten Hausmüllmenge in der Hauptstadt. Durch die starke Bautätigkeit zur Erweiterung des U-Bahn-Netzes und den Abriss von Wohngebäuden aus Sowjetzeiten rechnet die Stadtverwaltung für 2020 mit einem Anstieg der Bauschuttmenge auf 8,5 Millionen Tonnen. Im Großraum Moskau gibt es derzeit rund 20 Verarbeitungsbetriebe mit Brechanlagen und Schrott-Recyclinghöfe, die eine Jahreskapazität von 10 Millionen Tonnen haben.

    Entsorgung von Hausmüll im öffentlichen Fokus

    In der öffentlichen Diskussion ist Russlands Abfallwirtschaft vor allem wegen der Siedlungsabfälle. Das jährliche Hausmüllaufkommen erreicht rund 70 Millionen Tonnen und wächst bei normaler Wirtschaftsentwicklung um 3 bis 5 Prozent pro Jahr. Bislang landen etwa 95 Prozent des Volumens auf Deponien, nur ein geringer Teil wird verwertet. Viele Hausmülldeponien haben ihr Limit erreicht. Probleme mit giftigen Emissionen oder verschmutztem Sickerwasser führen zu Protesten der örtlichen Bevölkerung. Deshalb nimmt die Regierung mit dem nationalen Projekt "Ökologie" die Abfallwirtschaft in den Fokus. 

    Am 1. Januar 2019 hat die Reform der Abfallbranche offiziell begonnen. Alle Regionen müssen einen Vertrag mit mindestens einem Entsorgungsbetrieb abschließen, der sich um das Einsammeln, Verwerten und Deponieren des Hausmülls kümmert. Eine eigens gegründete Staatsgesellschaft - Russischer Ökologischer Operator (REO) - soll den Fortgang der Reform koordinieren, Ausrüstungen zur Müllsortierung und -verarbeitung anschaffen und direkte Subventionen für Verarbeitungs- und Recyclinganlagen vergeben. 

    Ein Problem sind die niedrigen Müllgebühren, mit denen sich kein effizientes, modernes Entsorgungssystem aufbauen lässt. Sie lagen 2019 pro Kopf und Monat durchschnittlich bei 130 Rubel (1,47 Euro; Wechselkurs am 30. März 2020: 1 Euro = 88,14 Rubel). Hinzu kommt die geringe Zahlungsmoral der Haushalte und Unternehmen. Laut Umweltministerium konnten die Entsorgungsbetriebe 2019 nur 70 Prozent der Gebühren eintreiben. Jeder zehnte Entsorgungsbetrieb stehe deshalb kurz vor dem Bankrott, meldete REO im Oktober 2019. Inzwischen hat sich die Zahlungsmoral infolge der Coronakrise weiter verschlechtert. Insgesamt zahlten die Haushalte 2019 etwa 2 Milliarden Euro Gebühren, berichtete der Wirtschaftsdienst RBC.

    Hunderte Entsorgungszentren im ganzen Land geplant

    Zur Umsetzung der Abfallreform hat Russland bereits 2018 die Strategie zur Entwicklung der Abfallwirtschaft bis 2030 verabschiedet. Sie enthält folgende Ziele:

    • Bau von 250 Anlagen zur groben Vorsortierung fester Siedlungsabfälle,
    • Bau von 100 multifunktionalen Sortieranlagen,
    • Bau von 220 Anlagen zur Behandlung, Wiederverwertung und Unschädlichmachung von Abfall,
    • Bau von 100 Multifunktionskomplexen zur industriellen Neutralisierung gefährlicher Abfälle,
    • Bau von 70 Öko-Technoparks, in denen aus Abfällen neue Industrieprodukte entstehen, wo auch Forschung betrieben wird.

    Von 2018 bis 2024 sollen 4,2 Milliarden Euro Investitionen in die Hausmüllentsorgung fließen. Zwei Drittel davon müssen die Entsorgungsunternehmen stemmen, ein Drittel kommt aus dem Staatshaushalt. Das Geld fließt in die Rekultivierung von Deponien, in Sortier- und in Verarbeitungsanlagen. Geplant sind Verarbeitungskapazitäten für jährlich 37 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle. Bis 2024 soll die Deponiequote bei Hausmüll von zurzeit 95 Prozent auf 64 Prozent sinken.

    Infolge der massiven Verwerfungen durch die Corona-Pandemie ist absehbar, dass diese Pläne zeitlich gestreckt werden müssen. Die Einnahmen der Abfallentsorger und des russischen Staates gehen wegen der Pandemie und des Ölpreisverfalls stark zurück. Gleichzeitig entstehen Kosten zur Bekämpfung der Krise und ihrer wirtschaftlichen Folgen.

    Von Gerit Schulze | Moskau

  • Kampf gegen Müllberge durch Sortierung und Verbrennung

    Mit Mülltrennung, Verbrennungsanlagen und stofflicher Verwertung will Russland die deponierte Abfallmenge deutlich reduzieren. Dabei sind auch smarte Technologien gefragt.

    Müllverbrennung gilt jetzt als Abfallverwertung

    Lange waren Experten davon ausgegangen, dass sich teure Müllverbrennungsanlagen nur in Russlands wohlhabenden Millionenstädten lohnen. Inzwischen verabschiedete das Parlament ein Gesetz (Nr. 450-FZ vom 27. Dezember 2019), das die Verbrennung von Hausmüll zur Strom- und Wärmeerzeugung mit Recycling gleichsetzt. Zuvor müssen anderweitig nutzbare Bestandteile separiert werden.  

    Da Moskau ab 2022 keinen Hausmüll mehr auf Deponien im Umland bringen darf, entstehen in Noginsk, Woskresensk, Naro-Fominsk und Solnetschnogorsk (alle Gebiet Moskau) Verbrennungsanlagen. Die ersten beiden sollen im Oktober 2021 in Betrieb gehen. Eine weitere Anlage ist in Tatarstan im Bau. Investor ist die Firma RT-Invest, an der die Staatsholding Rostec 25,01 Prozent des Grundkapitals hält. RT-Invest hat bereits erklärt, dass Russland bis 2030 insgesamt 30 solcher Anlagen benötige und darin rund ein Fünftel seiner Hausmüllmenge verwerten könne. Technologisch wird RT-Invest von Spezialisten des schweizerisch-japanischen Unternehmens Hitachi Zosen Innova unterstützt.

    Hersteller von Verpackungen und Konsumgütern stärker in der Pflicht

    Einen erheblichen Schub könnte der Kreislaufwirtschaft die geplante Reform der erweiterten Herstellerverantwortung verleihen. Produzenten und Importeure sollen für die Wiederverwertung ihrer Verpackungen und Güter sorgen. Zwar existiert eine solche Regelung schon seit einigen Jahren, sie wird aber bislang kaum umgesetzt. 

    46 Warengruppen und 8 Verpackungsarten müssen recycelt werden, alternativ ist eine Umweltabgabe zu zahlen. Dazu gehören Textilien und Bekleidung, Holz-, Glas- und Papierbehältnisse, Öle und Reifen. Für diese Produkte gibt es eine Mindestverwertungsquote, die bei Papier und Karton aktuell 35 Prozent, bei Bauholz 10 Prozent und bei Kunststoffprofilen 5 Prozent beträgt. 

    Für einige Produkte soll die Verwertungsquote schon bald 100 Prozent erreichen - bei Verpackungen bis 1. Juli 2021, bei Batterien, Quecksilberlampen, Radioelektronik und Reifen bis 2022, für alle übrigen Erzeugnisse bis 2024. Die Industrie kritisiert den knappen Zeitplan und die aus ihrer Sicht unrealistische Verwertungsquote. Angesichts dieser Kritik und Unstimmigkeiten zwischen dem Umweltministerium, dem Industrieministerium und der zuständigen Vize-Premierministerin Viktoria Abramtschenko wurde die Ausgestaltung der Reform Ende März 2020 mit Verweis auf die Coronakrise verschoben. Sie soll nun frühestens im vierten Quartal 2020 wieder angepackt werden.

    In vielen Branchen haben sich Unternehmen zusammengeschlossen und eigene Sammel- und Recyclingkapazitäten für ihre Produkte aufgebaut: Hersteller von Haushaltselektronik im Verband Elektronika-Utilisazija, Reifenhersteller in der Ekoschinsojus. Das Umweltministerium drängt jedoch darauf, der staatlichen Abfallgesellschaft REO diese Aufgabe zentral zu übertragen. Alle Unternehmen sollen die Umweltabgabe zahlen und REO mit diesen Einnahmen eine Verwertungsinfrastruktur aufbauen.

    Zu wenig Sammelbehälter für Mülltrennung

    Marktteilnehmer erklären, dass es zwar ausreichend Verwertungsanlagen gibt, jedoch zu wenig sortierte Abfälle. Anfang 2020 hatte erst jeder fünfte Russe die Möglichkeit, seinen Hausmüll zu trennen, so Greenpeace Russia. Bis 2024 soll die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu Sammel- und Sortierstellen für Verpackungen und Konsumgüter haben. Laut dem Abfallkonzern REO besteht ein Zusatzbedarf von 750.000 Mülltonnen. Mitte März 2020 hat das Umweltministerium deshalb aus dem Staatshaushalt 12 Milliarden Rubel (136 Millionen Euro, Wechselkurs am 30. März 2019: 1 Euro = 88,14 Rubel) für den Einkauf von Abfallbehältern angefragt. 

    Smarte Technologien und Pfandautomaten auf dem Vormarsch

    Die Entsorgungsunternehmen wollen verstärkt smarte Technologien einsetzen, um ihre Betriebskosten zu senken. So installiert RT-Invest über seine Tochterfirma PZhKCh in Kasan an Müllcontainern Sensoren, die den Füllstand messen und online ein Signal geben, wenn der Behälter abholbereit ist. Die Elektronik übermittelt auch Angaben zu Bränden oder umgefallenen Abfallcontainern. Das Projekt wurde mit örtlichen IT-Dienstleistern entwickelt und soll auf andere Regionen ausgeweitet werden.

    Geschäftschancen gibt es auch für Anbieter von Pfandautomaten, mit denen die Mülltrennung forciert werden soll. Hier ist jedoch die Konkurrenz durch einheimische Hersteller groß. Die Staatsholding Rostec hat für ihre Tochterfirma RT-Invest Pfandautomaten entwickelt und die ersten Geräte ausgeliefert. Diese lässt die Staatsgesellschaft REO in Supermärkten, Schulen und an anderen öffentlichen Orten aufstellen, um Getränkedosen, Plastik- und Glasflaschen zu sammeln. Pilotregionen sind Moskau, das Moskauer Gebiet und Tatarstan. AIlein in der Millionenstadt Kasan schätzen Experten den Bedarf auf bis zu 3.000 Pfandautomaten. 

    Großraum Moskau als Schrittmacher der Abfallreform

    Moskau ist der größte Hausmüllproduzent Russlands. Jährlich fallen dort über 8 Millionen Tonnen an. Schon ab 2022 will die Umlandregion - das Moskauer Gebiet - keinen Müll aus der Millionenmetropole mehr zur Deponierung annehmen. Deswegen muss die Hauptstadt die Entsorgung und Verwertung im Eiltempo reformieren. Neben den geplanten vier Müllverbrennungsanlagen läuft seit 1. Januar 2020 in Moskau im großen Stil die Mülltrennung. Zusätzlich zu herkömmlichen Restmülltonnen gibt es nun blaue Behälter für sogenannte Sekundärrohstoffe. Dort hinein kommen Glas, Papier, Kunststoffe und Metall. Ziel ist es, Restmüll und Wertstoffe möglichst sauber zu trennen. Allerdings ist dafür noch viel Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung notwendig, wie die starke Vermischung in den Wertstoffcontainern zeigt.

    Die Müllentsorgung in Moskau teilen sich fünf Unternehmen: MKM-Logistika, Ekolajn, Chartija, Speztrans und MSK-NT. Sie haben 2014 mit der Stadt langfristige Verträge geschlossen. Allerdings will Moskau nach 2021 das Abfallgeschäft nur noch von einem großen Entsorgungsbetrieb durchführen lassen, der per Ausschreibung bestimmt wird.

    Von Gerit Schulze | Moskau

  • Praxistipps für den Markteinstieg

    Bei Investitionen in der Abfallwirtschaft soll verstärkt russische Technik zum Einsatz kommen. Kooperationen mit lokalen Anbietern oder eine Produktion vor Ort sind zu empfehlen.

    Da die Reform der russischen Abfallwirtschaft große Summen an öffentlichen Mitteln verschlingt, achtet die Regierung verstärkt auf den Einsatz einheimischer Technologie. Bei der Produktion von Ausrüstungen für die Abfallbehandlung soll der Anteil lokaler Komponenten von 45 Prozent (2016) auf 85 Prozent (2025) steigen. Ausländische Hersteller müssen sich darauf einstellen und über Kooperationen mit russischen Unternehmen oder durch den Aufbau einer Fertigung vor Ort ihre Marktposition sichern.

    Deutschland gehört wegen seiner Erfolge beim Abfallrecycling und der Senkung der Deponiequote zu den Vorbildern und bevorzugten Partnern in Russland. Zu Jahresbeginn 2020 haben russische und deutsche Unternehmen eine engere Kooperation beim Bau von Recyclinganlagen beschlossen. Dafür gründeten sie das Technologiekonsortium RNTKO, zu dessen Partnern unter anderem Siemens, Strabag, Vecoplan und Sutco gehören. 

    Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) in Moskau hat die Online-Datenbank Germantech aufgebaut, die für deutsche Technologiehersteller und Dienstleister wirbt. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt das Projekt „Klimaneutrale Abfallwirtschaft in der Russischen Föderation“ durch und berät die drei Pilotregionen Kursk, Woronesch und Kaluga. Dabei erhalten die zuständigen Behörden Einblick in die entsprechenden deutschen Erfahrungen.

    Wichtige Ansprechpartner für deutsche Unternehmen sind die knapp 200 kommunalen Entsorgungsbetriebe in Russland. Mit Remondis ist in Mordwinien (Hauptstadt: Saransk) auch ein deutscher Dienstleister tätig. In der Regel sind die Entsorger aber lokale Unternehmen, an denen häufig die Regionalverwaltung beteiligt ist. Inzwischen haben sich auch einige Holdings gebildet, die in mehreren Regionen aktiv sind. Große Ambitionen hat die Investitionsgesellschaft RT-Invest, die vor allem im Großraum Moskau und in Tatarstan in der Abfallentsorgung aktiv ist. An ihr ist die staatliche Industrieholding Rostec beteiligt.

    Wichtige Müllentsorgungsbetriebe in Russland

    Unternehmen

    Regionale Schwerpunkte

    RT-Invest

    Moskauer Gebiet, Irkutsk, Tatarstan

    MBPO

    Sankt Petersburg, Leningrader Gebiet

    Musorouborotschnaja kompanija

    Krasnodar

    Tschisty gorod

    Astrachan, Rostow-am-Don, Kalmückien, Adygeja

    Hartiya

    Moskau, Moskauer Oblast, Jaroslawl, Tula, Wladimir

    Uprawlenie otchodami

    Murmansk, Nischni Nowgorod, Wolgograd, Saratow

    Mechuborka

    Pensa, Pskow, Nischni Nowgorod, Krasnodar, Baschkirien, Transbaikal

    Quelle: Tageszeitung Vedomosti


    Bei Germany Trade & Invest finden Sie weitere Berichte zur russischen Abfallwirtschaft inklusive Projektlisten:

    Russische Abfallreform schiebt Investitionswelle an (Januar 2020)

    Branche kompakt: Russland hat Reform der Abfallwirtschaft gestartet (November 2019)

  • Kontaktadressen

    Bezeichnung

    Anmerkungen

    Germany Trade & Invest

    Außenhandelsinformationen für die deutsche Exportwirtschaft, auch Hinweise zu Ausschreibungen

    AHK Russland

    Anlaufstelle für deutsche Unternehmen

    German RETech Partnership e.V.

    Netzwerk deutscher Unternehmen und Institutionen der Entsorgungs- und Recyclingbranche zur Exportförderung

    Ministerium für Naturressourcen und Ökologie

    Zuständig für Umweltschutzmaßnahmen und die Abfallreform

    Russischer Ökologischer Operator (REO)

    Kontrolliert die Arbeit der regionalen Müllentsorger und den Fortgang der Abfallreform, finanziert Projekte

    Verband „Tschistaja strana“

    Branchenvereinigung der regionalen Entsorgungsunternehmen (56 Mitglieder)

    WasteTech

    Messe für Technologien der Abfallwirtschaft (Moskau, Crocus Expo, 8. bis 10. September 2020)

    Solidwaste.ru - Twjordyje bytowyje otchody (Feste Siedlungsabfälle)

    Onlineportal zur Abfallwirtschaft

    Otchody i resursy (Abfälle und Ressourcen)

    Online-Portal zur Abfallwirtschaft (auch englische Version)

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