Zollbericht Tunesien Einfuhrverbote und Beschränkungen

Tunesien erschwert Finanzierung bestimmter Importe

Die tunesische Zentralbank schränkt die Finanzierung nicht prioritärer Importe ein. Banken dürfen nur noch bei vollständiger Deckung durch Eigenmittel der Importeure finanzieren.

Von Amira Baltic-Supukovic | Bonn

Die tunesische Zentralbank hat am 26. März 2026 neue Vorgaben für die Finanzierung nicht prioritärer Importe erlassen. Laut Rundverfügung dürfen entsprechende Einfuhren nur noch finanziert werden, wenn die Importeure zuvor Einlagen in Höhe des gesamten Importwerts aus eigenen Mitteln leisten.

Welche Waren als nicht prioritär gelten, ist im Anhang zum Rundschreiben konkret festgelegt. Dazu zählen unter anderem Elektro‑ und Haushaltsgeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen, Unterhaltungselektronik, Kosmetik‑ und Hygieneprodukte sowie verschiedene Nahrungsmittel und Getränke. Banken müssen vor der Importabwicklung prüfen, ob die Waren unter die genannten Kategorien fallen.

Die Regelung gilt unabhängig von der gewählten Zahlungsform, etwa bei Akkreditiven. Ziel der Maßnahme ist es unter anderem, die Devisenreserven des Landes zu schützen.