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Rechtsbericht | Uruguay| Steuerrecht
Eine Mehrwertsteuersenkung zielt darauf ab, ausländische Touristen anzuziehen und die Unternehmen des Tourismussektors zu unterstützen.
24.05.2022
Von Dr. Julio Pereira | Bonn
Am 11. Mai 2022 wurde das Dekret Nr. 140/022 des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (Ministerio de Economía y Finanzas) im Amtsblatt Uruguays veröffentlicht, das Steuervergünstigungen für den Tourismussektor vorsieht. Im Wesentlichen werden drei Tourismusbranchen durch die Reduzierung der Mehrwertsteuer (Impuesto al Valor Agregado - IVA) gefördert. Die Maßnahme reicht vom Hotel- und Gastronomiebereich bis zur Vermietung von Immobilien für touristische Zwecke. Die Vergünstigungen richten sich an Endverbraucher von Dienstleistungen, wobei der Schwerpunkt auf Touristen aus dem Ausland liegt. Es handelt sich also um einen indirekten steuerlichen Fördermechanismus für den Tourismussektor. Unternehmen mit Sitz in Uruguay müssen ausländischen Kunden die folgenden Vorteile bieten:
Für das Hotelgewerbe gilt der Steuervorteil bis zum Jahresende. Für den Immobiliensektor und die Gastronomie gelten die Steuervergünstigungen bis zum 30. September 2022. Die Vorteile werden nur gewährt, wenn die erbrachten Dienstleistungen mit außerhalb Uruguays ausgestellten E-Geld-, Debit- und/oder Kreditkarten bezahlt werden.
Im Jahr 2021 hatte die uruguayische Regierung bereits durch zwei Dekrete (Dekret Nr. 318/021 und Dekret 342/021) Steuervergünstigungen für Nichtansässige gewährt. Die Verlängerung der Maßnahmen zielt laut dem neuen Dekret darauf ab, „die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie abzumildern“ und „die Aktivität des Tourismussektors weiter zu fördern“. Nach Angaben des Tourismusministeriums reisten im ersten Quartal 2022 fast 400.000 Touristen nach Uruguay ein.
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