Zollbericht USA Internationale Handelsabkommen

Handelsbeziehung zwischen den USA und Nordmazedonien

Das Urteil des Supreme Courts hat Auswirkungen auf die Vereinbarung.

Von Dr. Melanie Jordan | Bonn

Die im Rahmen der Deals vereinbarten Zölle werden derzeit nicht angewendet, soweit sie auf dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) beruhen. Dies folgt aus einem Urteil des Supreme Courts. Für die betroffenen Länder gilt daher ein Zusatzzoll von 10 Prozent gemäß Section 122 des Trade Act von 1974. Ob die Rahmenabkommen bzw. Joint Statements angepasst werden, ist derzeit offen.

Die USA und Nordmazedonien haben einen Rahmen (Framework) für ein künftiges Handelsabkommen vereinbart. Ziel ist es, die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen, Marktzugang auszuweiten und nichttarifäre Hemmnisse abzubauen.

Abbau tarifärer Handelshemmnisse

Das Joint Statement sieht weiterhin einen reziproken (IEEPA) Zollsatz in Höhe von 15 Prozent für Ursprungswaren aus Nordmazedonien vor. Außerdem werden Produkte aus der Liste gemäß Anhang III der Executive Order 14346 vom 5. September 2025 (Potential Tariff Adjustments for Aligned Partners) bestimmt, die einen reziproken Zusatzzollsatz von null Prozent erhalten sollen. Weitere Zollanpassungen hängen vom Abschluss der Verhandlungen ab.

Im Gegenzug wird Nordmazedonien die Zölle auf US-Industrie- und Agrargüter abbauen. Ferner möchte Nordmazedonien seine Steuer auf digitale Dienstleistungen abbauen und sich für die dauerhafte Einführung des WTO-Moratoriums für elektronische Übertragungen einsetzen.

Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse

Neben den tarifären Maßnahmen nennt das Joint Statement einige regulatorische Handelshemmnisse, die abgebaut werden sollen. Nordmazedonien möchte unter anderem höhere Umweltstandards übernehmen sowie Hemmnisse für US-Agrarprodukte abbauen. 

Weitere Themen

Über die tarifären und nichttarifären Maßnahmen hinaus enthält das Joint Statement eine Reihe zusätzlicher Kooperationsfelder, die strategische, arbeitsrechtliche, sicherheitspolitische sowie wirtschaftliche Aspekte abdecken.

Nächste Schritte

In den kommenden Wochen arbeiten die Partner daran, das Abkommen fertigzustellen, zur Unterzeichnung vorzubereiten und die innerstaatlichen Verfahren vor dessen Inkrafttreten zu absolvieren.

Quellen und weitere Informationen:

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