Pressemitteilung FDI

Mehr Arbeitsplätze trotz Rückgangs bei ausländischen Investitionen in Deutschland

China nicht mehr unter den Top drei, UK erstmals auf Rang zwei

Im Jahr 2019 haben sich in Deutschland 1851 ausländische Unternehmen angesiedelt, die Zahl der geplanten Arbeitsplätze ist von 24.000 (2018) auf 42.000 deutlich gestiegen.

Im vergangenen Jahr haben sich 1851 ausländische Unternehmen in Deutschland angesiedelt. Obwohl sich die absolute Zahl der Ansiedlungen damit gegenüber dem Rekordjahr 2018 um rund 10 Prozent verringert hat, nahm die Anzahl der hier geplanten Arbeitsplätze deutlich zu – von 24.000 (2018) auf 42.000 (2019). Dies ist das Ergebnis des FDI-Reportings (Foreign Direct Investments) von Germany Trade & Invest (GTAI). GTAI erstellt dieses Reporting gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Bundesländer. 

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit Ansiedlungserfolgen wie Tesla haben wir im vergangenen Jahr gezeigt, dass Deutschland als Industriestandort zur absoluten Weltspitze gehört und international überzeugen kann. Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft nun in eine tiefe Rezession geschickt. Es ist nun wichtig, dass wir durch strukturelle Reformen Rahmenbedingungen schaffen, die Beschäftigen und Unternehmen Rückenwind beim Neustart geben, um zügig wieder in die Aufschwungsphase zu kommen. Das ist auch attraktiv für ausländische Investitionen, die in unserem Land herzlich willkommen sind.“

Wichtigstes Herkunftsland für Investitionsprojekte sind die USA mit 302, gefolgt von Großbritannien mit 185 noch vor der Schweiz und China mit 184 und 154 Investitionsprojekten. Damit fällt China erstmals seit vielen Jahren aus den Top drei der wichtigsten Herkunftsländer von ausländischen Direktinvestitionen (Neuansiedlungen). 

Robert Hermann, Geschäftsführer von Germany Trade & Invest dazu: „Die rückläufige Zahl von Unternehmen aus China, die sich in Deutschland ansiedeln, hält jetzt seit vier Jahren an. Waren es 2016 noch 281 Unternehmen, hat sich diese Zahl jetzt fast halbiert. Hervorzuheben ist der deutliche Zuwachs von Investitionen aus dem Vereinigten Königreich. Dieser ist sicherlich vor allem auf den Brexit zurückzuführen.“ Deutschland bleibt als Produktionsstandort laut Hermann weiterhin attraktiv: „Sehr positiv ist, dass die Anzahl der Unternehmen, die Deutschland als Produktions- oder Forschungsstandort nutzen wollen, um zwei Prozentpunkte auf 19 Prozent gestiegen ist und dass die die Zahl der insgesamt geplanten Arbeitsplätze sich fast verdoppelt hat.“

Die meisten Investoren kamen aus der IKT-Branche (Informations- und Kommunikationstechnik), gefolgt von Unternehmens- und Finanzdienstleistungen und der Konsumgüterbranche. Die Investitionssumme stieg auf 5,1 Milliarden Euro (2018 waren es 4,8 Milliarden).

Für dieses Jahr erwartet Germany Trade & Invest einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Unternehmen, die Niederlassungen in Deutschland eröffnen wollen. Grund dafür ist die Coronakrise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. 

In Anbetracht dieser Entwicklung muss die Attraktivität des Investitionsstandort Deutschland weiter im Fokus bleiben und die Bemühungen um ein langfristiges Engagement ausländischer Unternehmen in Deutschland verstärkt werden. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum FDI Reporting der GTAI

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