Zollbericht Bosnien-Herzegowina Coronavirus

Bosnien und Herzegowina: Warenverkehr und Corona

Ausfuhrverbote für Medizinprodukte und Lebensmittel, Zollbefreiungen für persönliche Schutzausrüstung, Anpassung der Steuersätze oder Beschränkungen im Warenverkehr.

Von Amira Baltic-Supukovic

Angesichts der Corona-Pandemie erlassen Staaten weltweit Maßnahmen, die den Warenverkehr beeinflussen und Unternehmen vor Herausforderungen stellen.

In dieser Textsammlung können Sie Corona-spezifische Regelungen nachlesen, die Sie bei Warenimporten und Exporten in / aus Bosnien und Herzegowina unbedingt beachten sollten.

Sie interessieren sich noch für andere Länder? Weitere Meldungen und umfangreiche Berichte zu zahlreichen Ländern können Sie in unserem Corona-Themenspecial sowie bei unseren Zollexperten abrufen. 

  • Westbalkan: Grüner Korridor für Lebensmittel und Medizinprodukte

    Westbalkan: Grüner Korridor für Lebensmittel und Medizinprodukte

    Stand: 15.04.2020

    Grundnahrungsmittel, Tierfutter und Medizinprodukte werden an den Grenzen schneller abgefertigt

    Die Staaten des westlichen Balkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien) haben an einigen Zolldienststellen „grüne Korridore“ für die Ein- und Durchfuhr bestimmter Lebensmittel und Medizinprodukte geschaffen.

    Die Korridore sollen eine bevorzugte und somit schnellere Zollabfertigung dieser Waren ab dem 14. April 2020 bis zum Ende der Coronakrise sicherstellen. Auf der gemeinsamen Warenliste der sechs CEFTA-Staaten stehen unter anderem Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse, Getreide, Tierfutter, medizinische Schutzausrüstung, Sterilisations- und Beatmungsgeräte. 


    Zolldienststellen mit „grünem Korridor“ für Lebensmittel und Medizinprodukte

    Land

    Zolldienststellen

    Albanien

    Durres (Hafen), Han i Hotit (Bozaj), Morinë – Vërmicë, Qafë Thanë (Kjafasan)

    Bosnien und Herzegowina

    Klobuk (Ilino Brdo), Rača (Sremska Rača)

    Kosovo

    Morinë – Vërmicë, Hani i Elezit (Blace), Kulla (Kula), Merdare

    Montenegro

    Bar (Hafen), Bozaj (Han i Hotit), Ilino Brdo (Klobuk), Kula (Kulla), Dobrakovo (Gostun)

    Nordmazedonien

    Kjafasan (Qafë Thanë), Blace (Hani i Elezit), Tabanovce (Preševo)

    Serbien

    Sremska Rača, Preševo, Gostun und Merdare

    Quellen: CEFTA Secretariat, serbische Zollverwaltung

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.

  • Bosnien und Herzegowina schränkt Transitverkehr ein

    Bosnien und Herzegowina schränkt Transitverkehr ein

    Stand: 02.04.2020

    Für die Dauer des Katastrophenzustandes aufgrund der Corona-Pandemie ist der Transit nur über bestimmte Grenzübergänge möglich. 

    Die Durchfuhr von Waren durch Bosnien und Herzegowina (BIH) wird vorübergehend bis zum offiziellen Ende des Katastrophenzustandes nur noch an folgenden Grenzzollstellen abgefertigt:

    Nachbarland

    Zolldienststellen

    Kroatien

    • Bijača - Nova Sela
    • Gradiška - Stara Gradiška
    • Šamac - Slavonski Šamac
    • Neum 1 - Klek
    • Neum 2 - Zaton Doli

    Serbien

    Rača - Sremska Rača

    Montenegro

    Klobuk - Ilino Brdo

    Quelle: Beschluss des BIH-Ministerrates vom 24. März 2020

    Die genannten Zolldienststellen arbeiten rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche, um Wartezeiten an Grenzübergängen zu verkürzen.

    GTAI-Themenspecial Coronavirus: Über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sowie damit verbundene rechtliche und zollrechtliche Fragestellungen berichten wir in unserem Themenspecial.


  • Bosnien und Herzegowina - Keine Einschränkungen für Warenverkehr

    Bosnien und Herzegowina - Keine Einschränkungen für Warenverkehr

    Stand: 23.03.2020

    Sanitäre Maßnahmen können die Einfuhr jedoch verzögern.

    Die bosnisch-herzegowinische Behörde für indirekte Besteuerung hat bekannt gegeben, dass es bisher noch nicht zu Grenzschließungen aufgrund der Corona-Krise gekommen ist. Ausländischen Bürgern wurde die Einreise zwar untersagt. Der Warenverkehr soll jedoch möglichst störungsfrei ablaufen, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Bei der Zollabfertigung kann es wegen umfangreichen sanitären Maßnahmen zu Verzögerungen kommen.

    LKW-Fahrer sind vom Einreiseverbot ausgenommen. Die Behörde für Zivilschutz der Föderation Bosnien und Herzegowinas hat am 17. März 2020 jedoch verschärfte Maßnahmen für die Einreise von LKW-Fahrern eingeführt. Alle Fahrer werden bei der Einreise dazu verpflichtet, sich für die Zeit ihres Aufenthaltes in Bosnien und Herzegowina in ihrem Fahrzeug für maximal 14 Tage selbst zu isolieren. Fahrer mit bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit sind ebenfalls dazu verpflichtet, 14 Tage oder die Zeit bis zu ihrem nächsten Einsatz isoliert an einer selbst gewählten Adresse zu verbringen.

    Wir halten Sie auch über aktuelle Länderinformationen auf dem Laufenden. 

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