Zollbericht Chile Produktsicherheit, Normen und Standards, Zertifizierung

Normen und Standards

Für Produkte in den Bereichen industrielle Sicherheit und Bauwesen gelten in Chile verbindliche technische Normen. Für Holzverpackungen findet die Norm ISPM 15 Anwendung.

Von Andrea González Alvarez | Bonn

Für die Entwicklung technischer Normen ist in Chile das Nationale Normungsinstitut (Instituto Nacional de Normalización – INN) zuständig. Chile ist seit 1947 über das INN Mitglied der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Das Institut entwickelt und veröffentlicht chilenische Normen in Anlehnung an internationale Standards für verschiedene Sektoren - von der Lebensmittelindustrie bis zum Bauwesen.

Obwohl viele Normen freiwillig angewendet werden können, müssen bestimmte importierte Produkte, wie zum Beispiel in den Bereichen industrielle Sicherheit, Bauwesen, Baumaterialien sowie Strom- und Gaswirtschaft, die einschlägigen technischen Anforderungen obligatorisch erfüllen.

Holzverpackungen

Holzverpackungen, die zur Lagerung, zum Schutz oder zum Transport importierter Produkte verwendet werden, müssen dem Standard ISPM 15 (Internationaler Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Verpackungsmaterial aus Holz) entsprechen. So sind Holzverpackungen mit einem nach ISPM 15 anerkannten Verfahren zu behandeln, um eine Einschleppung von Schädlingen zu verhindern. Zulässig sind die Begasung mit Methylbromid, die Hitzebehandlung sowie die dielektrische Erwärmung. Zum Nachweis der ordnungsgemäßen Behandlung muss die Verpackung mit entsprechender Markierung versehen sein. Diese Markierung ersetzt das Pflanzengesundheitszeugnis und ist diesem gleichwertig. 

Für die Phytosanitärkontrolle von Holzverpackungen und sonstigen Agrarprodukten ist der Landwirtschafts- und Viehzuchtdienst (Servicio Agrícola y Ganadero - SAG) zuständig.

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