Branchen | Finnland | Wasserstoffwirtschaft

Vertiefung deutsch-finnischer Wasserstoffkooperation vereinbart

Finnland und Deutschland wollen bei Wasserstoff enger zusammenarbeiten. Eine gemeinsame Absichtserklärung beider Regierungen könnte weiteren Investitionen den Boden bereiten.

Von Fabian Möpert | Berlin

Deutschland und Finnland wollen den Ausbau von Wasserstoffinfrastruktur und Technologien wie Elektrolyseuren vorantreiben und günstige Investitionsbedingungen schaffen, um gemeinsame Wasserstoff‑Wertschöpfungsketten aufzubauen. Eine Arbeitsgruppe soll industrielle Kooperationen fördern. Akteure beider Länder, darunter Übertragungsnetzbetreiber, Regulierungsbehörden, Geldgeber und potenzielle Wasserstoffabnehmer sowie -produzenten sollen zusammengebracht werden. Das haben Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, und Sari Multala, finnische Ministerin für Klima und Umwelt, in einer Absichtserklärung vereinbart. Die Unterzeichnung erfolgte am Rande eines Treffens der Internationalen Energieagentur in Paris. 

Die Partner wollen sich zudem beim Aufbau grenzüberschreitender Wasserstoffpipelinenetze im Ostseeraum enger abstimmen und Anrainer wie Estland, Lettland, Litauen und Polen einbeziehen.

Finnland zählt auch wegen seines preisgünstigen Stroms aus erneuerbaren Quellen zu den wettbewerbsfähigsten Produktionsstandorten für sauberen Wasserstoff in der EU. Bis 2030 will das Land einen Anteil von etwa 10 Prozent der EU-weiten Wasserstoffproduktion stellen. So könnte Finnland für Deutschland zum wichtigen Wasserstofflieferanten im Ostseeraum avancieren.

Deutschen Lösungsanbietern bietet die Entwicklung Chancen als Technologielieferant. "Deutsche und finnische Unternehmen arbeiten seit mehreren Jahren gemeinsam an Wasserstoffprojekten. Finnische Pilotprojekte nutzen viele deutsche Technologien, darüber hinaus laufen in Finnland bereits mehrere Entwicklungsprojekte deutscher Unternehmen", sagt der Geschäftsführer der Deutsch-Finnischen Handelskammer, Dr. Jan Feller. Er erwartet, dass die Erklärung Investitionsentscheidungen beschleunigt.

Netzwerken entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette

Eine Plattform zur Vernetzung einschlägig interessierter finnischer und deutscher Unternehmen bietet die Deutsch-finnische Wasserstoff-Gruppe der AHK Finnland.

Chancen zum Vernetzen mit finnischen Unternehmen unter anderem aus dem Bereich Energieinfrastruktur bietet zudem das Deutsch-Finnische Businessforum vom 5. bis 6. Oktober 2026 in München.

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